Start Erfolge Alle Hände voll zu tun mit den Frankenburger Katzen

Alle Hände voll zu tun mit den Frankenburger Katzen

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Der Österreichische Tierschutzverein bittet um Spendenhilfe

Bereits im Oktober startete der Österreichische Tierschutzverein die Rettungsaktion „Frankenburger Katzen“: 30 Streunerkatzen wurden auf einem verlassenen Hof in Frankenburg (OÖ) gefunden und wiesen einen erbärmlichen Zustand auf. Gesundheitlich beeinträchtigt, vermehrten sich die Tiere rasch und so entstanden schnell weitere kränkliche Jungtiere ohne Chance auf eine Zukunft. Um diesem Kreislauf rasch entgegenwirken zu können, entschloss sich der ÖTV zu einer Hilfsaktion für die Frankenburger Katzen. 22 Tiere konnten bereits medizinisch versorgt- und danach kastriert werden. Für die letzten 8 Streunerkatzen bittet der Österreichische Tierschutzverein um die Spendenmithilfe der Gesellschaft. „Wir haben bereits viel Geld in medizinische Versorgung und die darauffolgenden Kastrationen der Tiere investiert. Doch  unsere verfügbaren Mittel gehen nun leider dem Ende zu“ so Erich Goschler. Gesamt rechne man mit einem maximalen Kostenaufwand von € 1000,- für die restlichen 8 Streunerkatzen. Katzenfreunde und Unterstützer des Österreichischen Tierschutzvereines können online unter www.tierschutzverein.at/jetztspenden helfen oder ihre Spende auf das ÖTV Spendenkonto BAWAG PSK unter dem Betreff „Frankenburger Katzen“ IBAN: AT386000000093215400 BIC: BAWAATWW einzahlen.

 

„… auch diese 8 kleinen Tiere haben ein Recht darauf, gesund sein zu dürfen“

„Mit der Behandlung der 22 Tiere konnten wir einen ersten wichtigen Schritt gegen weitere Populationen mit Infektionskrankheiten, Fehlbildungen sowie diversen Mangelerscheinungen setzen. Die Tierarztpraxis Vöcklamarkt hat uns hier besonders tatkräftig unterstützt“, so das Team des Österreichischen Tierschutzvereines. Für die restlichen 8 Katzen ist man jedoch auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen denn die Ressourcen sind erschöpft. „Aber auch diese 8 kleinen Tiere haben ein Recht auf ihre Gesundheit“ ergänzt der ÖTV.

 

Verwilderte Katzen wollen wieder in die freie Natur zurück

Nachdem es sich um stark verwilderte Tiere handelt, werden die Katzen nach ihrer Behandlung wieder in die freie Natur entlassen, wo sie sich am wohlsten fühlen. „Streunerkatzen lassen sich nur ungern einfangen und sind auch bei medizinischen Behandlungen nicht besonders handzahm. Sobald sie sich von ihren Infekten erholen konnten, werden sie bereits kastriert um dann rasch wieder in die Natur entlassen werden zu können“ so Oliver Hingsamer, Tierretter des Österreichischen Tierschutzvereines.

 

Verschlechtertes Katzenkastrationsgesetz zeigt erste dramatische Auswirkungen in ländlichen Gebieten     Der aktuelle Fall der „Frankenburger Katzen“ macht deutlich, welche Konsequenzen das – zum Nachteil der Tiere – verschlechterte Katzenkastrationsgesetz mit sich bringt: „Nachdem Bauern nicht mehr verpflichtet sind ihre freilaufenden Katzen zu kastrieren, vermehren sich die Tiere rasant und versammeln sich an Plätzen an denen sie weitgehend ungestört leben können. Verwilderung mit Infektionskrankheiten, Fehlbildungen und Mangelerscheinungen sind die logischen Folgen, die sich durch die rasche Vermehrung immer weiter ausbreiten“ erklärt Mag.med.vet. Susanne Kettl die erschreckende Entwicklung.  Erich Goschler (ÖTV) fügt hinzu: „Die Änderung des Katzenkastrationsgesetzes hat zum Gegenteil des gewünschten Erfolges geführt. Hier hat man leider nicht langfristig gedacht. Umso wichtiger ist es jetzt, rechtzeitig entgegenzusteuern! Die Frankenburger Katzen zeigen stellvertretend für die gesamte Gesetzeslage, wie dringend Handlungsbedarf besteht“. Aus diesem Grund setzt sich der Österreichische Tierschutzverein hier besonders aktiv ein. Neben der Rettung der zahlreichen besitzerlosen Katzen wolle man damit zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft- und zu einem Umdenken in der Politik beitragen.