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Eichhörnchenzeit

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In der kalten Jahreszeit zählt die Begegnung mit einem Eichhörnchen zu den Highlights eines jeden Spazierganges. Und obwohl Menschen und Eichhörnchen einander zugetan sind gibt es dennoch Wissenswertes über die kleinen Nager zu berichten, um das Zusammenleben auch weiterhin harmonisch gestalten zu können.

 

Felder und Kulturwirtschaftswälder sind vorrangig auf Ertrag ausgerichtet und bieten dem Eichhörnchen darum leider keine optimale Umgebung. Aus diesem Grund nehmen die kleinen Nager immer mehr Einzug in den Städten und teilen dort ihren Lebensraum mit dem Menschen.

Je nach Jahreszeit fressen Eichhörnchen vor allem Samen, Nüsse, Beeren und Früchte. Damit keine Mangelerscheinungen durch einseitige Ernährung auftreten, bevorzugen die kleinen Nager dabei ein möglichst buntes Spektrum an Bäumen und deren Früchten. Diese Baumvielfalt bieten vor allem Stadtparks, Stadtgärten sowie die naturnahen Randbezirke. Dort stehen ebenso Pilze und Insekten auf der vielfältigen Speisekarte der Eichhörnchen. Ist der Boden im Winter jedoch gefroren- oder die Schneedecke zu hoch, wird die Nahrung selbst für Eichhörnchen etwas knapp.

Hier kann der Mensch die flinken und frechen Nager unterstützen: Wal- oder Haselnüsse,  Rosinen, Äpfel oder ebenso Karotten bieten den Eichhörnchen eine willkommene kulinarische Abwechslung, die sie gerne auch mal aus Menschens‘ Hand holen.

Wissenswert: Da die Nagezähne der Eichhörnchen ständig nachwachsen, sollten Nüsse mitsamt der Schale angeboten werden. So können sich die Zähne der Eichhörnchen auf natürliche Art und Weise abnutzen.

Auch Wissenswert: Eichhörnchen halten keinen echten Winterschlaf wie etwa das Murmeltier, sondern die sogenannte Winterruhe in der sie regelmäßig aufwachen um Nahrung zu sich zu nehmen. Wer ein privates Grundstück besitzt, kann die kleinen Nager mit nachgebauten Eichhörnchenkästen aus dem Baumarkt unterstützen. Diese werden am Baum befestigt und dienen den kleinen Nagetieren als warme Schlafstätte, in der u.a. auch die Jungen auf die Welt gebracht und aufgezogen werden.

So frech und mutig die kuscheligen Eichhörnchen auch sind, haben sie dennoch ihre Feinde: während in den Wäldern vorwiegend Marder, Eulen und Greifvögel zur Gefahrenquelle werden können, bilden Katzen und der Straßenverkehr die größte Gefährdung in den jeweiligen Stadtgebieten. Was für Igel und andere Gartenbewohner gilt, trifft auch für Eichhörnchen zu: Gift und Dünger im Garten können lebensgefährlich werden.

Missverständnis Klammereichhörnchen: zu Irritationen kommt es des Öfteren, wenn junge Eichhörnchen Kontakt aufnehmen, indem sie z.Bsp. dem Menschen aktiv hinterherlaufen oder sich an das Hosenbein „festklammern“ ohne dieses wieder loslassen zu wollen. Dieses Verhalten hat nichts mit Tollwut zu tun. Vielmehr handelt es sich meist um Jungtiere, die ihre Nester nicht mehr finden können und auf Nahrungssuche sind. Am besten ist es in dem Fall, die Jungtiere behutsam in die Hand zu nehmen und in einer Decke zu halten. Der nächstgelegene Tierarzt gibt Auskunft, wie weiter vorzugehen ist.