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Illegaler Katzenhandel

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Wenn Rassekätzchen zu güntsig angeboten werden

In Osteuropa werden Kätzchen oft unter unhygienischen und wenig liebevollen Bedingungen im Akkord gezüchtet. Die Katzenbabys werden viel zu jung von ihren ausgebeuteten Müttern getrennt und meist krank, mit gefälschten Impfpässen quer durch Europa gekarrt. Ihre neuen Besitzer sind meist mit hohen Tierarztkosten und oft mit dem frühen Tod der Mietzen konfrontiert. Aus Sicht des Tierschutzes, aber auch des Verbraucherschutzes, ist es wichtig, Betrüger und Ausbeuter zu erkennen. Der Österreichische Tierschutzverein klärt die Bevölkerung auf, um den Handel zum Erliegen zu bringen.

Da auf unseren Assisi-Höfen viele Katzen aller Altersstufen und Farben auf ein neues Zuhause warten, rät der Österreichische Tierschutzverein dazu, eine Katze aus dem Tierschutz aufzunehmen. Unsere Samtpfoten sind bereits geimpft, kastriert und stubenrein! Wer unbedingt eine Rassekatze halten möchte, kann sich auch bei den diversen Rassekatzenclubs erkundigen. Viele vermitteln heimatlose Katzen auf ihren Internetseiten.

Im Folgenden haben wir einige Tipps zusammengestellt, worauf Sie beim Kauf einer Fellnase unbedingt achten sollten. (Diese Hinweise spiegeln lediglich bisher gemachte Erfahrungen wieder. Verallgemeinerungen sind hier schwer. Informieren Sie sich genau, seien Sie kritisch und entscheiden Sie im jeweiligen Einzelfall je nach Situation.)

Tipps für den Katzenkauf

Sehen Sie sich die Mutterkatze an

→ Es ist notwendig, dass Sie die Herkunft der Kätzchen kennen und ihr bisheriges Zuhause kennenlernen. Ein seriöser Züchter wird das nicht nur gestatten, sondern voraussetzen.

→ Mutterkatze und Junge sollten einen gesunden, aufgeweckten Eindruck machen, die Umgebung sauber und liebevoll sein. Ernährungszustand, Parasitenbefall, Augen, Ohren, Zähne, Fell (fettig, strähnig, verknotet) sind Indizien für die Aufmerksamkeit, die der Verkäufer der Katze entgegenbringt.

→ Die Kätzchen sollten bei der Besichtigung neugierig auf Sie zu kommen. Sind sie sehr scheu, werden sie wahrscheinlich nie zutraulich, oder sind noch viel zu jung!

Der Übergabeort

Dieses Katze wächst in einer liebevollen Umgebung auf.

→ Eine Übergabe der Kätzchen sollte ausschließlich beim Verkäufer daheim stattfinden. Akzeptieren Sie keine Übergaben auf öffentlichen Plätzen oder „Hauszustellung“, egal aus welchen Gründen!

→ Wohnungen, die als reine Übergabeorte fungieren, erkennt man z.B. an der spärlichen Möblierung. Sterile Räumlichkeiten ohne Futter, Wasser, Spielzeuge, Kratzbaum und Kistchen sollten Sie genauso stutzig machen, wie die Tatsache, dass die Katze erst einmal von „irgendwo“ geholt werden muss.

→  Ein Impfpass sollte jedenfalls vorhanden sein, könnte aber gefälscht sein. Sehen Sie genau nach!

Das richtige Alter

Diese Kätzchen sind viel zu jung!

→ Bei der Abgabe sollten die Kätzchen nicht unter 12 Wochen alt sein. Der Anbieter will sich durch frühe Abgabe Kosten sparen. Lassen Sie sich nicht einreden, dies fördere eine innigere Bindung an Sie! Kätzchen lernen noch viel von der Mutter, auch wenn sie nicht mehr gesäugt werden.

→  Es ist schwer, das tatsächliche Alter zu bestimmen. Aber: wenn die Kätzchen der Mutter nicht von der Seite weichen und sich für mitgebrachte Leckerli kaum interessieren, sind sie sicherlich zu jung.

Warnsignale

Diese Kätzchen sind alt genug.

→ Von Katzen aus dem Ausland und Auslandsüberweisungen im Vorhinein ist Abstand zu nehmen. Hier droht Betrug, die Katze werden Sie wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen.

→  Schlechtes Deutsch kann (aber muss nicht!) ein Hinweis auf „Katzenvermehrer“ sein. Leider beteiligen sich aber auch oft Einheimische an dem Handel!

→  Achtung bei Verkäufern, die verschiedene Rassen anbieten!

→  Ein seriöser Züchter interessiert sich für die zukünftigen Lebensumstände der Kätzchen und frägt genau nach

Keine Mitleidskäufe!

Mitleidskäufe helfen nur dem Händler, nicht den Tieren!

→  Kein Kauf ohne Kaufvertrag! Seriöse Züchter behalten sich ein Rückkaufsrecht vor, um den Lebensweg ihre Katze verantwortungsvoll mitgestalten zu können.

→  Auch wenn es hart klingt: kaufen Sie keine Kätzchen aus Mitleid! Für jedes „gerettete“ Tier rücken fünf neue nach. Verständigen Sie lieber die Behörden. Ansonsten ermutigen Sie den Händler, wieder für „neuen Nachschub“ zu sorgen. Hat der Händler keinen „Absatzmarkt“ mehr, ist die „lebende Ware“ nicht mehr lukrativ und wird uninteressant für ihn!