Leserbrief an "Niederösterreichische Nachrichten"

zum Artikel: "Hundekot bedroht Rinder" vom 27.08.2014

Richtig ist, dass der Parasit Neospora Caninum bei infizierten Kühen zu Fruchtbarkeitsstörungen und zu Aborten führt. Richtig ist auch, dass die Infektion der Kühe durch mit Hundekot verschmutztem Gras erfolgt. Eine pauschale Verurteilung von Hunden und deren Besitzer durch die Bauern ist jedoch nicht gerechtfertigt. Der infektiöse Kot stammt nur selten von „Spaziergängerhunden“, sondern meist von den eigenen oder benachbarten Hofhunden.

Aus einer 2008 an der Veterinärmedizinischen Fakultät Wien veröffentlichten Studie geht hervor, dass „[…] die Aktionen der Bauernverbände gegen Hundekot auf Weiden und Futterflächen […] nicht gerechtfertigt [sind], da sie nicht maßgeblich zur Verhinderung der Parasitenübertragung beitragen können.“ Der Infektionsdruck durch „Spaziergängerhunde“ wird von den Wissenschaftlern als „wenig bedeutsam“ eingestuft. Die eigenen oder benachbarten Hofhunde, welche mit rohem Fleisch gefüttert werden, in welchem der Parasit vorkommt, seien selbst einem wesentlich höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. Die Universität empfiehlt: „Zur Unterbrechung des Infektionszyklus sollte die Aufnahme von Abortmaterial oder Nachgeburten durch Hunde unterbunden werden. Das Verfüttern von Schlachtabfällen oder rohem Fleisch (infizierter Tiere) an Hunde ist strikt zu unterlassen.“

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert dennoch an alle Hundebesitzer: Der Kot sollte im Interesse eines friedlichen Miteinanders entfernt werden.

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Österreichischer Tierschutzverband
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