Stoppt den Haustierabschuss!

04.10.2016

Schon seit langem fordert der Österreichische Tierschutzverein das Verbot des Haustierabschusses in der Jagd. Anlässlich des Welttierschutztages am 04. Oktober soll daran erinnert werden. Es ist Zeit, dass Haustiere, die häufig geliebte Familienmitglieder sind, endlich nicht mehr der Willkür der Jägerschaft ausgeliefert werden.

Alljährlich werden geschätzte vierzigtausend Hunde und Katzen von Jägerinnen und Jägern erschossen. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen legal und fällt in den Jagdgesetzen unter den Begriff „Jagdschutz“. Das Wild soll damit vor Hunden und Katzen "geschützt" werden. Die verschiedenen Jagdgesetze der einzelnen Bundesländer in Österreich erlauben deshalb den Abschuss von Haustieren. Hunde außerhalb Rufweite, die sich der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und im Jagdgebiet umherstreunen, dürfen getötet werden. Auch Katzen, die in einer Entfernung von mehr als 300 m von Wohngebäuden umherstreifen, dürfen abgeschossen werden.

Das Argument, dass das Wild vor den wildernden Haustieren geschützt werden müsse, ist fadenscheinig, da jährlich ca. 100.000 Rehkitze vom Mähdrescher erfasst und getötet werden und zigtausende dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Außerdem solle das Wild vor Haustieren geschützt werden, um es anschließend selbst zu töten? Unter diesem Aspekt erscheint die Argumentation der Jägerzunft nicht haltbar.

Besonders schlimm dabei ist, dass es keine Meldepflicht der Jägerschaft gibt. „Wir bekommen täglich Vermisstenanzeigen von besorgten Tierhaltern, die nicht wissen, wo ihre geliebten Haustiere sind. Oft müssen wir dabei davon ausgehen, dass manches Tier einem Jäger zum Opfer gefallen ist“, erklärt Harald Haslwanter vom Österreichischen Tierschutzverein. Da Jägerinnen und Jäger diese Abschüsse nicht melden müssen, wird die Dunkelziffer der tatsächlich getöteten Haustiere viel höher geschätzt als bekannt ist. Viele Tiere kommen einfach nicht mehr nach Hause, ohne dass jemand von ihrem Schicksal erfährt. Daher fordert der Österreichische Tierschutzverein rasch eine Einführung der Meldepflicht bei Abschuss von Haustieren. „Das wäre der erste und wichtigste Schritt, um hier auch schwarze Schafe aufzudecken, die gar zu schießwütig sind“, stellt Haslwanter fest. Und er sagt weiter: „Das Ziel ist aber in jedem Fall, dass in Österreich der Haustierabschuss verboten wird, dafür kämpfen wir.“

Besorgte Tierhalter können sich über die Jagdwarnkarte auf der Homepage des Österreichischen Tierschutzvereins informieren. Hier wird schnell und unkompliziert aufgezeigt, wo in Österreich Vorfälle von Haustierabschüssen gemeldet wurden: http://www.tierschutzverein.at/unsere-arbeit/jagdwarnkarte

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