Massentierhaltung

Subventioniertes Tierleid

Noch vor wenigen Jahrzehnten lag Fleisch etwa einmal pro Woche auf dem Teller und war somit ein Festessen, heutzutage ist Fleisch bereits ein Hauptnahrungsmittel. Der Fleischkonsum ist derart angestiegen, dass sich auch die Produktionsweisen für diese enormen Fleischberge ändern mussten. Doch Ursache und Wirkung lassen sich auch problemlos austauschen: Die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft führte zu einem immer höheren Ertrag an Getreide. Um dieses nicht unter dem Wert verkaufen zu müssen, entschied sich die Agrarindustrie, das wertvolle Getreide zu "verschwenden", indem immer höhere Tierbestände damit gefüttert wurden. Dies führte zu einem viel höheren Angebot an Fleisch, damit zu einer massiven Preissenkung und dadurch zu einem alltäglich Konsum. Bei der Massenproduktion der Ware Fleisch werden die Tiere nur mehr nach ihrem "Ertrag" bewertet. Bei dieser Nachfrage bestimmt nur mehr der beste Preis die Haltungsform der Tiere. Somit wird das unermessliche Tierleid in Massentierhaltungsbetrieben großteils ignoriert.
Der Österreichische Tierschutzverein kämpft gegen diese unwürdige "Produktion" von Fleisch und das Quälen von Tieren, die erst durch die Schlachtung von ihrem Leiden erlöst werden.
Jeder Konsument trägt Verantwortung. Wir haben mit unserem Kaufverhalten die Möglichkeit, dieses System zu boykottieren, denn jeder, der Fleisch konsumiert, ohne zu hinterfragen, woher es kommt und wie es produziert wird, unterstützt unwissentlich dieses Massentierhaltungssystem und trägt somit zum Tierleid bei.

 

Schweine sind hochintelligent und sehr sensibel Schweine sind hochintelligent und sehr sensibel

Schweinehaltung

In Österreich gibt es mehr als fünf Millionen Schweine. Zuchtsauen werden zumeist in metallischen Einzelständen auf Spaltböden isoliert gehalten. Neben physischen Erkrankungen wie Gelenksentzündungen treten oftmals durch die Einzelhaltung psychische Verhaltensstörungen auf. Schweine sind äußerst soziale Tiere, die normalerweise in Gruppen leben. Zum Abferkeln werden die Sauen in sogenannte "Abferkelbuchten" gebracht, wo sie nicht einmal Platz zum Umdrehen haben. Dies wird damit gerechtfertigt, dass Muttersauen unter anderen Haltungsbedingungen manchmal ihre Ferkel erdrücken. Anstatt ihnen mehr Platz und Bedingungen zu schaffen, in denen sie ihre Ferkel aufziehen können, nimmt man ihnen jegliche Bewegungsmöglichkeit. Die aufgrund dieser Bedingungen entstehende Aggressivität der Tiere wird durch Psychopharmaka unterdrückt. Schon im Alter von drei bis vier Wochen (anstatt normalerweise vier Monaten) werden Ferkel von ihrer Mutter getrennt und in kleine Käfige gesperrt.

Damit sich die kleinen Ferkel nicht gegenseitig an- bzw. auffressen, werden ihnen rechtzeitig die Ringelschwänze abgeschnitten und die Eckzähne abgezwickt. Diese "Ersatzhandlungen" geschehen aus Verzweiflung darüber, dass die neugierigen Tiere keine ihrer natürlichen Bedürfnisse, wie zum Beispiel Graben, befriedigen können. Innerhalb kürzester Zeit müssen Mastferkel ihr Schlachtgewicht von 100 kg erreichen, wobei ihnen meist nur 1 m² zur Verfügung steht.

 

Rinderhaltung

Etwa 2,5 Millionen Rinder leben in Österreich. Der Großteil der Milchkühe in Anbindehaltung, wobei die Bewegungsfreiheit auf das Aufstehen und Niederlegen beschränkt ist. In den modernen Kurzständen, die den Bauern ein schnelleres Reinigen der Stallungen ermöglichen, liegen Kühe mit ihrem Hinterteil auf scharfen Kanten oder Gitterrosten, damit der Mist gleich durchfällt. Folge dieser Haltung sind Gelenks- oder Klauenschäden und Euterentzündungen. Damit die Milchleistung stimmt, werden die Kühe mit Wachstumshormonen behandelt.

Um eine schnelle Gewichtszunahme zu garantieren, werden Industriekälber zweimal täglich mit einer fettreichen Kunsttränke aus Milchpulver, Fisch- und Fleischmehl, Chemikalien und antibiotischen Leistungsförderern gefüttert. Um das Kalbfleisch weiß zu halten, wird den Tieren kein Eisen verabreicht. Dies führt zu einem chronischen Eisenmangel, der die Tiere enorm schwächt. Die wertvolle Milch ist dem Menschen vorbehalten. Die Agrarindustrie fördert den Konsum von Milchprodukten, indem sie die Mär vom knochenstärkenden und wachstumsfördernden Calzium verbreitet. Doch kein anderes Lebewesen trinkt (noch dazu im Erwachsenenalter) die Milch eines anderen Säugetiers. Für Kälber ist die wachstumsfördernde Wirkung wünschenswert, beim Menschen birgt die verstärkte Zellteilung ein höheres Krebsrisiko. Viele Ärzte weisen inzwischen auch darauf hin, dass Milch zwar Calzium enthält, jedoch die Brüchigkeit der Knochen erhöht.

 

Die Entsorgung verstorbener Tiere Die Entsorgung verstorbener Tiere

Hühnerhaltung

Weltweit produzieren lediglich fünf Konzerne Bruteier, die anschließend an die Legebetriebe verkauft werden. Die Bruteier werden künstlich ausgebrütet, die Küken danach nach Geschlechtern getrennt, die Weibchen geimpft und nach zehn Tagen wird ihnen ohne Betäubung der Schnabel gestutzt, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen. Die Männchen kommen über ein Fließband in große Müllcontainer, wo sie erbärmlich ersticken oder von den Artgenossen erdrückt werden. Es gibt auch Betriebe, in denen die männlichen Küken geschreddert oder vergast werden. Dies geschieht, weil männliche Küken keine Eier legen, genetisch aber auf Legeleistung optimiert sind, daher auch für die Mast nicht geeignet sind. Dies trifft auch meist bei Bio-Eiern zu.
Die weiblichen Küken kommen in Aufzuchtbetriebe. Von dort aus werden sie im Alter von fünf Monaten an die Legebatterien abgegeben. Hier werden fünf bis sechs Legehennen - auf engstem Raum zusammengequetscht -  in einem Käfig gehalten. Jedes Huhn hat so viel Platz wie ein DIN-A4 Blatt groß ist. Aus diesem Grund sind die Hühner auf Gedeih und Verderb den Aggressionen der anderen ausgeliefert. Unter solchen Bedingungen müssen sie 12-14 Monate ihren Dienst tun, bevor sie als Suppenhuhn enden oder zu Tiermehl verarbeitet und in dieser Form anderen Tieren vorgesetzt werden.

Damit eine Henne in ihrem kurzen Leben fast täglich ein Ei legt, welches etwa drei Prozent ihres Körpergewichtes ausmacht, wird sie 20 Stunden am Tag unter Kunstlicht gehalten. In Kombination mit dem hochkonzentrierten Futter und dem alle 25 Stunden stattfindenden Eisprung sind sie zu derartigen Legeleistungen gezwungen. Die Folge dieser Legeleistungen sind brüchige Knochen und oftmals zerbrechen die Eier in den Tieren, was zu inneren Blutungen und zum Tod führt. Die normale Ausfallsquote beträgt zwischen 8-15%. Durch die extrem hohe Besatzdichte brauchen Legebatterien eine künstliche Belüftung. Wenn diese ausfällt, droht Erstickungsgefahr. In diesen Massentierhaltungsbetrieben fallen extreme Kotmengen an. Ein Betrieb mit bis zu 300.000 Hennen produziert täglich einen Flüssigmist von 50 Tonnen! Die Entsorgung ist vielerorts bereits ein Problem. Neben diesen unglaublichen Kotmengen entsteht auch eine immens hohe Verschmutzung der Abluft durch Staub, Kotpartikel und Krankheitskeime. Der Staub wiederum enthält Mikroorganismen und gefährliche Endotoxine, die schlussendlich beim Menschen sogar bedrohliche Allergien auslösen können.

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