Stierkampf

Ist ein Ende der Tierquälerei absehbar?

Im frühen 18. Jahrhundert kam der Stierkampf in Sevilla in seiner heute bekannten Form auf. Für die Veranstaltungen wurden ab 1785 Arenen gebaut. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts breitete sich die spanische Corrida auch verstärkt in Südfrankreich aus.

Der Stierkampf lebt in erster Linie von Touristen, ihr Anteil an den Arena-Besuchern beträgt 90%. Für viele ist er ein geplanter Fixpunkt während einer Spanienreise, weil sie der Meinung sind, dass man das einmal gesehen haben muss. Viele wissen auch im Vorhinein nicht genau, worum es sich bei einem Stierkampf eigentlich handelt und dass dabei tatsächlich ein Stier getötet wird. Selbst in den Medien wird nie vom Todeskampf des Tiers am Boden und dem langsam eintretenden Tod durch die ihm zugefügten Verletzungen berichtet.

Jeder, der sich einen Stierkampf ansieht, und sei es auch nur "ein einziges Mal…", sorgt für das Weiterbestehen dieser grausamen Tradition. Wir appellieren: Unterstützen Sie die Tierquälerei nicht mit Ihrem Besuch. Nur wenn diese Veranstaltungen sich finanziell rentieren, wird es sie weiterhin geben!

Die Manipulation mit dem Umhang durchschaut der Stier nach ca. 15-20 Minuten. Die Manipulation mit dem Umhang durchschaut der Stier nach ca. 15-20 Minuten.

Viele Feste, bei denen der Stierkampf ein unverzichtbarer Bestandteil ist, sind Kirchenfeste. Die katholische Kirche findet es nicht anstössig, ihre Heiligen durch grausames Opfern von Tieren zu ehren. Im Gegenteil: Bischöfe und Pfarrer sitzen regelmäßig in den Rängen der Arenen und segnen das satanische Spiel. Im Katechismus der katholischen Kirche von 1997 heißt es, dass man sich der Tiere zur Freizeitgestaltung bedienen kann!

Lesen Sie hier, wie ein Stierkampf abläuft.

"El Toro de Coria" - ein Stier wird stundenlang durch die Straßen getrieben, während die Menschenmenge spitze Pfeile auf ihn wirft - der Stier als lebende Zielscheibe. Wenn er unfähig ist, weiterzulaufen, werden ihm die Hoden bei lebendigem Leib abgeschnitten.

"Toros de Fuego" Medinacelli - in Soria werden dem Stier brennende Kugeln auf die Hörner gesetzt und so wird er durch die Straßen gejagt. Die Kugeln brennen stundenlang, bis die Hörner verbrannt sind - in ihrer Verzweiflung laufen die Stiere gegen Wände.

"El Toro de la Vega" - in Tordesillas wird jährlich zu Ehren der "Virgen de la Pena" ein mit Lanzen gemarterter Stier, begleitet von einer grölenden Menschenmenge, durch das Dorf gejagt. Schafft er es lebend bis hinter eine Ziellinie, wird er begnadigt, allerdings hat es bis jetzt nur einen einzigen Stier gegeben, der erst nach 35 Minuten im Ziel starb. Derjenige, der die meisten Lanzen auf das Tier eingestochen hat, darf sich seine Hoden auf seine Lanze spießen.

Stiertreiben in Pamplona, Encierros - bei insgesamt 9 Rennen werden im Juli jeden Jahres vor der Altstadt Pamplonas Stiere von einer Menschenmasse zu Tode gehetzt.


EU subventioniert Stierkampf

Im Jänner 2001 gerieten die Stierkampfveranstalter durch die EU-Richtlinie 418/2000 in eine prekäre Situation, als aufgrund der BSE Krise untersagt wurde, die in der Arena und mangelhaften hygienischen Bedingungen zerlegten Tiere zu vermarkten. Durch die verwendeten Waffen könnte sich BSE-infiziertes Nervengewebe über das gesamte Fleisch verteilen. Die Tiere zu verbrennen und nicht zu verkaufen, bedeutete für die Züchter große finanzielle Verluste. Nunmehr ist die Situation so, dass alle Tiere im Alter von 2 Jahren auf BSE getestet werden müssen und das Fleisch wieder verkauft werden darf.

Stiere sind übrigens farbenblind, sie reagieren auf die Bewegung. Stiere sind übrigens farbenblind, sie reagieren auf die Bewegung.

Seit 20.Oktober 2004 müssen spanische Fernsehsender Warnhinweise vor Live-Übertragungen von Stierkämpfen ausstrahlen, in denen explizit auf den gewalttätigen Inhalt hingewiesen wird!

Am 17.Juni 1997 beschlossen die EU-Mitgliedstaaten, den Tierschutz in den EU-Vertrag aufzunehmen: …in dem Wunsch, sicherzustellen, dass der Tierschutz verbessert und dem Wohlergehen der Tiere als fühlende Wesen Rechnung getragen wird… Javier Elorza, ständiger Vertreter Spaniens bei der EU erwirkte den Zusatz: "und berücksichtigt dabei religiöse Riten, kulturelle Traditionen und regionales Erbe" und hat damit als bekennender Stierkampf-Anhänger das barbarische Morden "gerettet", wie er sich lauthals brüstet.
Auch der erzkonservative spanische König, Juan Carlos, seines Zeichens bekennender Großwildjäger, ist ein großer Anhänger der barbarischen „Tradition“.
Mit den Steuergeldern der EU-Staatsbürger, also auch Ihrem Geld, wird die Zucht von Kampfstieren unterstützt! Die Europäische Kommission weiß genau darüber Bescheid, dass diese Tiere zur Folter gezüchtet werden. Jedoch beabsichtigt sie bisher nicht, die Züchter von Kampfstieren von den Subventionen auszuschließen. Nach Recherchen der Münchner Tierschutzorganisation "Anti-Corrida" fließen jährlich bis zu 22,5 Mio. Euro aus dem EU-Fördertopf an ca. 1.200 spanische Kampfstierzüchter.

Der Österreichische Tierschutzverein hat 2007 versucht, die EU-Parlamentarier vom Unsinn der Subventionen zu überzeugen.
Leider wurde die Deklaration nicht angenommen, aber immerhin ein erster Schritt in Richtung Abschaffung des Stierkampfes.
 

Stierkampf in Spanien -
Ist ein Ende der Tierquälerei absehbar?

Obwohl Meinungsumfragen im Land bereits ergeben haben, dass den Spaniern keineswegs an einer Fortführung des Stierkampfes gelegen ist, will man immer noch nicht davon Abstand nehmen. Über die grausamen Praktiken ist man weltweit bestens informiert und auch Touristen meiden immer mehr dieses blutige Spektakel.
Selbst Politiker werden nun hellhörig, so wollten die EU-Parlamentarier eine Anti-Stierkampf-Deklaration "Schriftliche Erklärung zu einem EU-weiten Verbot von Stierkämpfen" verabschieden, leider ist dies gescheitert:
Nur 211 von 785 EU-Abgeordneten unterstützten die schriftliche Erklärung zur Abschaffung des Stierkampfes.

Doch kleine Erfolge konnten erreicht werden: In Katalonien und auf den Balearen sind Stierkämpfe verboten, ein Hoffnungsschimmer für die gepeinigten Kreaturen!

TierschützerInnen müssen vermehrt ein EU-weites Verbot fordern, denn schließlich zahlen wir alle mittels Subventionen an der Zucht der Kampfstiere mit!

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