Straßenhunde & -katzen im europäischen Ausland

Gesetzliche Verbote zum Töten von Straßenhunden!

Das Thema Streunerhunde erhitzt immer wieder die Gemüter

Zur Zeit richten sich alle Augen auf Rumäniens Hauptstadt Bukarest, in der es ca. 65.000 streundende Hunde gibt. Diese außergewöhnlich hohe Anzahl ist ein Erbe des einstigen Dikators Nicolae Ceausescu. Vor etwa 30 Jahren ließ er die angestammten Wohnviertel abreißen, um Plattenbauten zu errichten. In diesen Blocks war kein Platz für Tiere – die Menschen haben folglich ihre Hunde ausgesetzt, die sich dann vermehrten. Seitdem Anfang September 2013 aggressive Streunerhunde ein vierjähriges Kind tödlich verletzten, macht sich eine Welle der Empörung breit. Das rumänische Volk fordert von der Regierung eine schnelle Lösung gegen das Streunerproblem. Daher wurde ein sehr umstrittenes Gesetz beschlossen, welches die Tötung von eingefangenen Straßenhunden erlaubt, die innerhalb einer 14-tägigen Frist nicht vermittelt werden konnten. Anfang 2012 hatte das rumänische Verfassungsgericht ein Gesetz, dem zufolge herrenlose Hunde eingeschläfert werden dürfen, noch gekippt.

Aus Tierschutzsicht sind Kastrationsprojekte vor Ort der einzige Weg, das Problem langfristig zu lösen. Doch rumänische Politiker argumentieren damit, dass es mehrere Jahre dauern würde, bis sich der Erfolg in Form einer wesentlich geringeren Population einstellt. Zudem würde das aggressive Verhalten mancher Rudel durch Kastration nicht verbessert. Da die Kapazitäten der rumänischen Tierheime bei Weitem nicht ausreichend sind, steht ein Massenmord an den Straßenhunden zu befürchten.

Straßenhunde werden entweder lebenslang gefangen gehalten oder getötet. Straßenhunde werden entweder lebenslang gefangen gehalten oder getötet.

In vielen EU-Mitgliedsländern und nicht nur dort, sind so genannte Tötungsstationen das Mittel der Wahl, um herrenlose oder unerwünschte Hunde, aber auch Katzen loszuwerden. In Spanien nennt man sie Perrera, in Rumänien Basa ecarisaj, aber egal wie sie heißen, ihr Schicksal ist überall das Gleiche: Hunde werden abgeben oder durch bezahlte Hundefänger brutal, meist mit Drahtschlingen, eingefangen, in winzige Zwinger gesteckt und kurz darauf getötet.

Die Hundezwinger sind oft ohne Dach, ohne geeignete Liegemöglichkeit. An Futter und Wasser wird bei diesen Todeskandidaten gespart und kranke Tiere sehen niemals einen Tierarzt. Kontrolle durch Behörden gibt es so gut wie nie, somit wird den Angestellten in den Tötungsstationen freie Hand gelassen - ein “ schmerzloses" Einschläfern findet selten statt, oft werden die Tiere vergiftet oder erschlagen.

An diesen Orten der Hoffnungslosigkeit ist alles vertreten: alte, kranke Hunde, junge Kätzchen, Rassehunde (wie Huskies, Dalmatiner, Schäferhunde), Mischlinge aller Art. Welpen werden auf Drahtgittern geboren, um kurze Zeit später zu sterben, niemand interessiert sich für diese Tiere in Spanien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Polen, aber auch Irland!

 

Manche Hunde werden aus Tötungsstationen befreit und nach Österreich gebracht. Manche Hunde werden aus Tötungsstationen befreit und nach Österreich gebracht.

Hunde aus dem Ausland nach Österreich holen - Ein Irrweg!

Einige beherzte Tierfreunde können nicht wegsehen und befreien Hunde aus den Tötungsstationen, um sie in Österreich oder Deutschland zu vermitteln. Doch das ist eine Symptomtherapie, keine Lösung. Erstens ist es möglich, dass diese armen Tiere Krankheiten nach Österreich bringen, welche hier gesunde Tiere befallen könnten. Zweitens wird das Problem der Straßenhunde nicht gelöst, indem einzelne Tiere gerettet werden. Gefragt ist der Einsatz vor Ort, um eine Bewusstseinsänderung der Bevölkerung zu erwirken und örtliche Partner und Unterstützer für die Sache der Hunde zu gewinnen. Der Österreichische Tierschutzverein unterstützt immer wieder Tierheime in Ländern, in denen es eine große Anzahl an Streunerhunden gibt.

Zuletzt gibt es auch in Österreich sehr viele heimatlose Hunde, die in Tierheimen dahinvegetieren und es genauso nötig hätten, an einen liebevollen Platz vermittelt zu werden. In den jeweiligen Ländern muss endlich ein Umdenken geschehen, vor allem in den EU-Ländern soll es nicht so sein, dass derartige Tierquälereien an der Tagesordnung sind - Tierquälereien, in die sinnloserweise eine Menge Geld investiert wird! Mit diesem Geld könnten auch Kastrationsprojekte gestartet werden und ganz wichtig ist Aufklärung in Schulen. Kinder sollen lernen, dass auch ein Streuner ein wertvoller Freund ist und ein Hund oder eine Katze kein Ding ist, das man nach Belieben wieder weggeben kann.

Für den Österreichischen Tierschutzverein sind diese Tötungsstationen kein akzeptables Mittel, sich der Streunerhunde und Streunerkatzen zu entledigen! Wir fordern deren Auflassung, die Aufklärung der Bevölkerung und Kastrationsprogramme in den betroffenen Ländern. Sie sind die einzig wirksame Waffe gegen das Problem der streunenden, ausgesetzten Tiere.

Zwei Hunde in einer ungarischen Tötungsstation Zwei Hunde in einer ungarischen Tötungsstation


Es dürfen nicht nur Wirtschaftswachstum und Fortschritt in der EU zählen, auch Tierschutz muss Ziel für alle Mitgliedsländer sein, ohne Ausnahme - dies gilt es so schnell wie möglich umzusetzen.

Der Österreichische Tierschutzverein unterstützte in der Vergangenheit mehrfach osteuropäische Tierheime, darunter eines in Rumänien.

Seite drucken
5 € Sofortspende unter der Nummer 0800 664 668

News-Ticker: 24.06.2017

Sommerfest am Assisi-Hof II...

News-Ticker: 24.04.2017

Uhu-Dame darf wieder fliegen...

News-Ticker: 25.03.2017

Demonstration gegen TierQUALgesetz...

News-Ticker: 08.03.2017

NEIN zum TierQUALgesetz!...

News-Ticker: 07.02.2017

Katzenbabys haben überlebt!...