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Hund ‚Amadeus‘ von Jäger angeschossen

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Und wieder ist es in Österreich passiert, Hund ‚Amadeus‘ wurde in der Gemeinde Attersee in Oberösterreich von einem Jäger angeschossen und einfach liegen gelassen. Leider trauriger Alltag für die Mitarbeiter des Österreichischen Tierschutzverein (ÖTV). „Fast täglich bekommen wir Meldungen von verärgerten Haustierbesitzern, die uns von dem Leid ihrer geliebten Fellnasen berichten,“ erläutert Harald Haslwanter, Vorstandsmitglied des ÖTV. „Immer wieder erzählen uns Menschen, dass ihre Hunde oder Katzen angeschossen nach Hause kommen, oder leider auch oft tot aufgefunden werden.“

Die verschiedenen Jagdgesetze der einzelnen Bundesländer in Österreich erlauben den Abschuss von Haustieren. Unter dem Begriff "Jagdschutz" soll das Wild vor Hunden und Katzen "geschützt" werden. So dürfen Hunde, die sich der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und im Jagdgebiet umherstreunen, getötet werden. Seit Jahren setzt sich der Österreichische Tierschutzverein aktiv für eine Gesetzesänderung ein. In Wahrheit geht es beim Jagdschutz nicht um den Schutz der Wildtiere, sondern um den Schutz der Jagdbeute. Das Wild soll nicht durch freilaufende Hunde gestört und aus dem Revier vertrieben werden. Tiere werden getötet, um Tiere zu schützen, die anschließend von Jägern getötet werden.

In Österreich ist die Jägerschaft nicht verpflichtet, erschossene Haustiere zu melden. Haustierbesitzer bleiben meist im Unklaren über den Verbleib ihrer Lieblinge. Das legalisierte Töten von Haustieren durch Jäger entbehrt jeder Grundlage, wenn man die tatsächlichen Zahlen kennt: Jäger erschossen lt. Statistik Austria im Jagdjahr 2012/2013 jährlich knapp 900.000 Wildtiere, mehr als 10.000 Rehkitze werden jedes Jahr durch Mähdrescher verstümmelt oder getötet und knapp 80.000 Wildtiere kommen im Straßenverkehr zu Tode. Im Vergleich zu diesen horrenden Zahlen ist die Anzahl der tatsächlich von Hunden oder Katzen gewilderten Tiere verschwindend gering.

Der Jäger, der ‚Amadeus‘ angeschossen hat, gab zu, dass er dachte der Hund sei tot, daher ließ er ihn liegen und überließ ihn seinem Schicksal. Doch ‚Amadeus‘ hatte Glück im Unglück, er wurde von engagierten Anrainern gefunden und rasch zum Tierarzt gebracht. Der siebenjährige Border Collie-Mischling wurde sofort operiert und wird wohl keine bleibenden Schäden davontragen. Damit dieses Tierleid in Österreich ein Ende hat, unterstützen Sie den ÖTV im Kampf gegen diesen Missstand und unterzeichnen Sie die Petition ‚Für ein Haustierabschuss-Verbot‘ auf der Homepage des ÖTV: www.tierschutzverein.at