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Kastration ohne Betäubung: So leiden Ferkel in Österreich

So leiden Ferkel in Österreich
So leiden Ferkel in Österreich. / Quelle: Shutterstock

Eigentlich sollte das betäubungslose Kastrieren von Ferkeln in Deutschland ab 2019 verboten werden. Jetzt hat die große Koalition das Verbot um zwei Jahre verschoben. Was viele nicht wissen: Auch in Österreich ist es erlaubt, Ferkel bis zu einem Alter von sieben Tagen ohne Betäubung zu kastrieren. Ein Martyrium für die wehrlosen Jungtiere! Der Österreichische Tierschutzverein klärt auf.

Spendenaufruf: Kater „Taiga“ kämpft um sein Leben

Die 77-jährige Frau K. und ihr Kater „Taiga“ sind ein Herz und eine Seele. Vor vier Jahren nahm die Wienerin ihren Schützling als Baby bei sich auf – seither sind die beiden unzertrennlich. Doch nun ist „Taiga“ lebensbedrohlich erkrankt. Weil Frau K. von der Mindestpension lebt, kann sie das Geld für weitere Arztkosten nicht aufbringen und hat sich verzweifelt an den Österreichischen Tierschutzverein gewandt.

Jagdunfälle häufen sich: Wir fordern eine Null-Promillegrenze bei der Jagdausübung

Seit Beginn der Jagdsaison kommt es wieder vermehrt zu tragischen "Verwechslungen". Ein im Dunkeln "versehentlich" geschossenes Fohlen, ein Schuss in ein Wohnzimmerfenster anstelle auf ein Reh – für Jagdunfälle gibt es viele Ursachen. Ein bekanntes Problem: Alkohol.

Nach der haarsträubenden Tierquälerei an einem kranken Rehbock auf Privatgrund (gegen den vom Österreichischen Tierschutzverein angezeigten tatverdächtigen Jäger laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft) reißen die dramatischen Vorfälle im Zusammenhang mit Waidmännern nicht ab. Ein Schuss in ein Fenster anstatt auf ein Reh oder ein erschossener Golden Retriever, der danach in einem Fuchsbau versteckt wurde, lösen beim nicht-jagenden Teil der Bevölkerung blankes Entsetzen aus.

Für den vorläufig unrühmlichen Höhepunkt sorgte nun ein Jäger in Oberösterreich, der ein 15.000 EUR teures Rassefohlen mit einem Wildschwein verwechselte und den Abzug drückte. Das Tier konnte nicht mehr gerettet werden und musste von seiner Besitzerin eingeschläfert werden. Allein im letzten Monat wurden gleich mehrere, zum Teil schwere, Jagdunfälle bekannt, bei denen auch Menschen verletzt wurden.

Für Unfälle bei der Jagdausübung gibt es mehrere Ursachen: Unerfahrene Jäger haben oft die sog. "Jagdhitze": übereifrig werden sicherheitstechnische Aspekte außer Acht gelassen. Neben Unachtsamkeit führt auch schlechtes Sehen aufgrund von Überalterung in der Jägerschaft zu tragischen Unfällen.

Der Blick eines Jägers wird aber leider allzu oft aus einem anderen Grund getrübt: Alkohol. Flachmänner mit Jagdmotiven sind ebenso bekannt wie leere Alkoholflaschen in der Umgebung von Hochsitzen – ein beliebtes Mittel, um sich beim Ansitzen "von innen" zu wärmen. Auch bei Gesellschaftsjagden ist häufig Hochprozentiges im Spiel. Die Folge: Jagdunfälle und die Gefahr, sich selbst und andere Personen schwer zu verletzen, steigen enorm an; Tiere werden nicht sauber getroffen und müssen unnötig leiden. Für den Österreichischen Tierschutzverein steht fest: Die Kombination Alkohol und Schusswaffen stellt eine Lebensgefahr für Mensch und Tier dar.

Aus diesem Grund fordert der Österreichische Tierschutzverein:

  • Festlegung einer Null-Promille Grenze bei der Jagd in den einzelnen Jagdlandesgesetzen; ein Zuwiderhandeln muss den Entzug der Jagdkarte zur Folge haben;
  • Verpflichtender Alkotest nach Jagdunfällen;
  • Psychologische Überprüfung von angehenden Jägern;
  • Regelmäßige Augenkontrolle bei Jägern ab einem Alter von 50 Jahren

Die sich – trotz unterschiedlicher Landes-Jagdgesetze – wiederholenden gesetzlichen Voraussetzungen für den Entzug der Jagdkarte – nämlich das Fehlen der sog. "Verlässlichkeit" bzw. "unvorsichtiges Führen der Waffe" – reichen in der Regel nicht aus, um alkoholisierten Jägern gleich beim ersten Mal die Jagdkarte entziehen zu können; erst bei gravierendem Fehlverhalten oder mehrmaligem Jagen unter Alkoholeinfluss wird es in der Praxis zum Entzug der Jagdkarte kommen. Das begünstigt Jagdunfälle unter Alkoholeinfluss und gefährdet die allgemeine Sicherheit.

Nur die klare gesetzliche Festschreibung einer Null-Promille-Grenze in allen Landesjagdgesetzen samt Jagdkartenentzug bei Verstoß dagegen, könnte Abhilfe schaffen. Dies würde auch dem allgemeinen Sicherheitsbedürfnis in Bezug auf den Waffenbesitz von Privatpersonen Rechnung tragen und viel Tierleid ersparen.

2. Wiener Kinderlesefest: Gratislektüre für junge Tierfreunde

Nach dem großen Erfolg 2012 findet auch heuer wieder im Wiener Rathaus das Wiener Kinderlesefest statt. Am 29. und 30. Juni dürfen Kinder aller Altersgruppen unter den über 40.000 kostenlosen Büchern drei wählen und diese mit nach Hause nehmen.

Der Österreichische Tierschutzverein unterstützt diese Aktion erneut mit Tierschutz-Kinderbüchern. Das Wiener Kinderlesefest ist eine tolle Gelegenheit, Kinder zum Lesen zu motivieren und ihnen dabei den Tierschutzgedanken ohne erhobenen Zeigefinger näher zu bringen. Wir freuen uns sehr, auch heuer wieder dabei zu sein und hoffen erneut auf viele junge Besucher.

Ein Katzenmörder gesteht

Aktuell sorgen Katzen, die von einem Unbekannten im Bezirk Hollabrunn (Niederösterreich) erschossen wurden, für Aufregung. Zu allem Überfluss setzt sich dabei ein Jagdleiter medial in Szene und brüstet sich, in seiner Jagdkarriere bereits viele Katzen erschossen zu haben. Fast zeitgleich schießt ein Jäger in Traun (Oberösterreich) einen Hund auf einem Spazier- und Radfahrweg nieder.

Die Vorfälle sind genauso alarmierend wie die Zahlen: Laut Statistik Austria stieg die Gesamtzahl der Abschüsse von Wildtieren im Jagdjahr 2012/13 im Vergleich zum Wert der vorangegangenen Saison um 8% auf knapp 890.000. Die Anzahl der von Jägern erschossenen Haustiere findet sich in dieser Statistik nicht wieder: Die Jägerschaft ist nicht verpflichtet, den Abschuss von Hunden oder Katzen zu melden. „Aus gutem Grund“, weiß Mag. Christian Hölzl, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins. „Haustierabschüsse sind in der Öffentlichkeit ein hochsensibles Thema. Erschossene Haustiere werden in der Regel verheimlicht. Schießen, Schaufeln, Schweigen ist die Devise. Negative Publicity schadet dem Bild des Jägers.“

Die Anzahl der hierzulande abgeschossenen Haustiere lässt sich trotz Fehlens einer Meldepflicht in Österreich mit einem Blick über die Grenze nach Deutschland dennoch leicht abschätzen. In einigen deutschen Bundesländern wurde in der Vergangenheit eine Streckenstatistik über erschossene Hunde und Katzen geführt. So kamen etwa in Nordrheinwestfalen (NRW) im Jagdjahr 2008/09 laut Streckenliste über 17.000 Katzen und 176 Hunde durch Jägerhand zu Tode. Rechnet man diese (offiziellen) Zahlen auf Österreich um (die Alpenrepublik ist 2,5 mal größer und hat um 60% mehr Jagdkartenbesitzer im Vergleich zu NRW), dann kann man davon ausgehen, dass heimische Jäger jedes Jahr mindestens 30.000 (!) Haustiere töten. Die Dunkelziffer ist mit Sicherheit weitaus höher.

Der eigentliche Skandal: Die Jäger bekommen Rückendeckung von den Gesetzgebern. Im niederösterreichischen Jagdgesetz etwa sind Jagdschutzorgane berechtigt und verpflichtet (!), „wildernde Hunde sowie Hunde, die sich erkennbar der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und außerhalb ihrer Rufweite im Jagdgebiet umherstreunen, … zu töten“. Das gleiche gilt für Katzen, die in einer Entfernung von mehr als 300 m von Wohngebäuden umherstreifen.

Paradox: Die Tötung von Haustieren ist im Jagdgesetz unter dem Begriff „Jagdschutz“ aufgeführt. Hier zeigt sich einmal mehr in plakativer Weise, dass es der Jägerschaft und dem Gesetzgeber nicht um Wild- oder Tierschutz, sondern ausschließlich um den Schutz der Jagd(beute) geht.

Der legalisierte Haustier-Abschuss wurzelt in der völlig übertriebenen Angst der Jäger, „streunende“ Haustiere könnten die Strecke, also die Anzahl der erlegten Wildtiere, schmälern. Man schützt also etwas, nur um es im Anschluss selbst erlegen zu können. Der Schutz der Jagd(beute) reicht soweit, dass sogar der Tod von Haustieren in Kauf genommen wird. Das ist inakzeptabel!

Der Abschuss von Haustieren greift in das Eigentumsrecht von Haustierbesitzern und auch massiv in die emotionale Beziehung von Familien zu ihren Tieren ein. Die Jagdgesetze sind längst nicht mehr zeitgemäß. Der Haustierabschuss wird auch von der Bevölkerung strikt abgelehnt: laut einer Umfrage aus dem Jahr 2008 sprachen sich 86% der ÖsterreicherInnen unter 30 Jahren für ein Haustier-Abschussverbot aus.

Aus all den genannten Gründen fordert der Österreichische Tierschutzverein die Landesgesetzgeber auf, die Jagdgesetze dringend zu reparieren und ein generelles Abschussverbot von (vermeintlich) wildernden Haustieren festzuschreiben.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, startete der Österreichische Tierschutzverein vor kurzem mit der Plattform "Initiative zur Abschaffung der Jagd"  eine intensive Zusammenarbeit. Beide Organisationen beraten geschädigte Haustierbesitzer und erstatten Strafanzeige. Weitere Informationen und Abgabe von Unterstützungserklärungen finden Sie hier sowie unter www.abschaffung-der-jagd.at.

Hier finden Sie die Links zu den betreffenden Artikeln auf den Internetportalen der jeweiligen Medien:

Niederösterreichische Nachrichten

ORF

Österreich

Heute

 

Hund bei knapp 60 Grad im Auto zurückgelassen

Erst vergangene Woche warnte der Österreichische Tierschutzverein in einer Presseaussendung davor, Hunde in Autos zurückzulassen.  Offenbar vergebens. Denn am vergangenen Samstag wurde die „Assisi-Hof“ – Tierrettung von der Polizei zu einem solchen Fall gerufen.

Ein deutscher Urlauber hatte rücksichtslos seinen alten schwarzen Schäferhund im Auto gelassen, während er eine Bergtour unternahm. Der ÖAMTC konnte die Fahrertür zwar öffnen, jedoch nicht den Kofferraum, wo der Hund durch ein Gitter von der Fahrerkabine getrennt war. Die im Fahrzeug gemessene Temperatur betrug 58,5 Grad Celsius! Anzeichen für einen Hitzschlag (z.B. starkes Hecheln, Kreislaufprobleme) waren bereits deutlich zu erkennen. Ohne die schnelle Hilfe wäre der Hund verstorben.

Hunde sind besonders hitzeempfindlich, da sie keine Schweißdrüsen auf der Haut besitzen. Durch starkes Hecheln verdunstet sehr viel Wasser mit dem Speichel. Kann der Flüssigkeitsverlust durch Trinken nicht ausgeglichen werden, wird das Blut dicker. Das Herz muss sich stärker anstrengen und die Durchblutung wird schlechter. Organschäden drohen.

Mitarbeiter der "Assisi-Hof" – Tierrettung konnten den Hund durch das Gitter mit Wasser versorgen und warteten, bis der Besitzer einige Stunden später zurückkahm. Durch die gute Zusammenarbeit von Polizei, „Assisi-Hof“ – Tierrettung und Anrainern konnten in der Zwischenzeit Sonnenschirme organisiert werden, die dem armen Vierbeiner Schatten spendeten.  Der Hundehalter wurde in Österreich und Deutschland wegen Tierquälerei angezeigt.

Giftköder in ganz Österreich?

Was ist nur los in Österreich? Gerade eben entrinnt in Salzburg ein Hund nur knapp dem Tod, nachdem er einen mit Schneckenkorn präparierten Giftköder gefressen hatte und tags darauf zittert ein Klagenfurter um das Leben seines Hundes. Besonders gemein: der Giftköder wurde in Klagenfurt auf einer speziell für Hunde eingezäunten Fläche ausgelegt.

Auch in den letzten Monaten war es in Kärnten und anderen Bundesländern immer wieder zu solchen Attentaten auf tierische Lieblinge gekommen. Betroffen sind die Kärntner Bezirke St. Veit, Feldkirchen und Klagenfurt, wo mehrfach ein bisher Unbekannter dabei beobachtet wurde, wie er Hunden Semmelknödel versetzt mit Schneckenkorn gefüttert hat.

Der Salzburger Hund Cappy hat Glück gehabt, dass kein Metaldehyd im Schneckenkorn enthalten war. Dafür gibt es nicht einmal ein Gegengift! Die Hunde sterben an Kreislaufkollaps.

Der Österreichische Tierschutzverein hat sich daher entschlossen, erneut der Polizei unter die Arme zu greifen und für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Prämie von EURO 500,00 auszuschreiben. Wer wehrlose Tiere quält und tötet, ist eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft. Auch Kinder könnten schließlich mit dem Gift in Berührung kommen.

Es wird an die Bevölkerung appelliert, aufmerksam zu sein und verdächtige Wurst- und Fleischstücke zu entfernen und der örtlichen Polizei zu melden. Bringen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze beim geringsten Verdacht einer Vergiftung sofort zum Tierarzt! Wenn möglich, bringen Sie eine Probe des vermuteten Giftes mit. Besser ein falscher Alarm als späte Reue.

Zweckdienliche Hinweise richten Sie bitte an die örtliche Polizeidienststelle!

Hundebesitzer in U-Haft

Ende Jänner alarmierte die Polizei Lamprechtshausen die „Assisi-Hof“-Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins. Der Besitzer zweier Hunde wurde inhaftiert und muss voraussichtlich für drei bis sechs Monate in Haft bleiben. In seinem Haus befanden sich ein Rottweiler und ein Schäfer-Rottweiler-Mischling, die versorgt werden mussten. Der Österreichische Tierschutzverein holte die Hunde ab und kümmert sich nun am „Assisi Hof III“ in Oberwang um die beiden.

Der Mischling verträgt sich leider schlecht mit anderen Hunden und ist teilweise aggressiv – er benötigt einen besonders guten Pflegeplatz bei einem erfahrenen Hundehalter, der ihn vorübergehend aufnehmen könnte.

Wenn Sie sich um einen oder beide Hunde kümmern möchten, melden Sie sich bitte unter: 0664 2210717

Tierrettung: Katze zwei Tage in Baum

Kürzlich erreichte die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ein Anruf aus der Gemeinde Neumarkt am Wallersee. In ca. 15 Metern Höhe eines Baumes saß seit bereits 2 Tagen eine Katze fest. Die Freiwillige Feuerwehr konnte leider nicht helfen, da die Leiter nicht weit genug reichte. Unser Tierretter Uwe Gottschalk sprach sich mit der Feuerwehr ab und gemeinsam wurde die Tierrettung gestartet. „Nach gründlicher Vorbereitung konnte ich in den Baum steigen, leider war es sehr schwierig und gefährlich, da es sich um eine Weide handelte, deren Äste schnell brechen“, schildert Tierretter Uwe. Die Katze konnte aber eingefangen werden. Die Besitzerin berichtet: „Meine kleine Katze ist sofort in die Wohnung gelaufen und war nicht verletzt. Sie ist gesund und munter. Ich danke allen Beteiligten für die Rettung meines Lieblings.“

Auf Grund von Schneefall und nassem Holz war es für unseren Tierretter eine riskante Aktion, die aber trotzdem ein Happy End hatte. Wir danken unserem Uwe und der Freiwilligen Feuerwehr aus Neumarkt am Wallersee für ihren Einsatz.

Hundepfoten und Streusalz

Der Winter hat Österreich fest im Griff und in den meisten Fällen wird man nur noch mit Streusalz Herr der Lage. Dieses bedeutet jedoch für viele Hunde ein massives Problem. Durch die Kombination mit Splitt und dem mit Eis verklumpten Fell an den Pfoten entstehen oft Probleme wie Scheuerstellen, welche wiederum zu Rissen in der Hornhaut und sogar Ekzemen führen können.

Damit ihr betroffener Hund dieses alljährliche Problem möglichst gut überstehen, hat der Österreichische Tierschutzverein einige Tipps für Tierhalter:

 

  • Bei langem Fellhaar – Bereich zwischen den Zehen kurzhalten, um Eisklumpenbildung zu vermeiden bzw. schon während des Spaziergangs Schneeklumpen entfernen.
  •  Streusalz, Splitt und Eis Zuhause mit einem lauwarmen Fußbad entfernen.
  • Pfoten mit Fett (Hirschtalg, Vaseline oder speziellen Pfotenschutzsalbe) eincremen – vor allem nach dem Spaziergang. Auf die Inhaltsstoffe achten – Teebaumöl z.B. kann toxisch wirken.
  • Meiden von Streusalz (anderer Gassiweg)
  • Hundeschuhe

Für individuelle Auskünfte steht der Österreichische Tierschutzverein unter 0662/84 32 55 gerne zur Verfügung.