Start News Skandal: Haustierabschuss in NÖ ausgeweitet

Skandal: Haustierabschuss in NÖ ausgeweitet

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Unfassbar ist eine kürzlich bekannt gewordene Entscheidung des unabhängigen Verwaltungsrats (UVS) in Niederösterreich. Danach dürfen Hunde, die sich mehr als 100 Meter vom Halter entfernt haben, von Jägern getötet werden. Bisher hatten Jäger offiziell nur bei aktiv wildernden Hunden und Katzen die Erlaubnis, zu schießen.

Die Begründung des Verwaltungsrats lautet wie folgt: "Ein Hund, der sich der Einwirkung des Halters entzogen hat, stellt eine Gefahr für die Jagd dar." Selbst Vertreter der Jägerschaft halten diesen Beschluss für übertrieben. Dazu kommt, dass den Hundehaltern, die ihren Hund "unbeaufsichtigt" im Jagdgebiet laufen lassen, eine empfindliche Verwaltungsstrafe von bis zu 250 Euro droht.

Die Einschätzung, ob sich ein Hund zu weit von seinem Herrchen entfernt hat, bleibt in der Verantwortung der Jäger. Sie müssen über ihre Handlungen keine Rechenschaft ablegen. Die Jagd auf unschuldige Haustiere ist also eröffnet.

Schon seit langem fordert der Österreichische Tierschutzverein ein Verbot des Haustierabschusses. Schätzungen zufolge kommen dadurch jährlich mehr als 30.000 harmlose und unschuldige Hunde und Katzen zu Tode.

Mehr Informationen zu Vorfällen mit Jägern finden Sie auf unserer Jagdwarnkarte.