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Hitzefrei für Fiakerpferde

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Was für Bauarbeiter seit 2013 gilt, soll bald auch für Wiens Fiakerpferde gelten. Am 30. Juni soll die neue Gesetzesnovelle im Landtag beschlossen werden. Hier ist geregelt, dass die Pferde ab 35 Grad Celsius hitzefrei bekommen. 2015 wäre dies an 18 Tagen der Fall gewesen.

Tierschutzstadträtin Ulli Sima und der Grüne Umweltsprecher Rüdiger Maresch machten kürzlich die Verbesserungen durch die Novelle des Fiakergesetzes bekannt. Auf den Tierschutzaspekt wurde verstärkt Wert gelegt. So wurde der Betriebsschluss um eine Stunde vorverlegt (jetzt von 10h-21h Uhr), die Pferde haben jeden zweiten Tag frei. Der Kutscher muss vor jedem Fahrtantritt die Einsatztauglichkeit (inklusive Gesundheitscheck) überprüfen und in das Fahrtenbuch eintragen. Außerdem dürfen nur noch Tiere eingesetzt werden, die auf Grund ihres Wesens und des Ausbildungs- und Trainingszustandes nachweislich mit dem Einsatz als Fiakerpferd gut zurechtkommen. Neue Pferde will man vor ihrem ersten Einsatz durch Spezialisten auf ihre Eignung prüfen lassen. Diese Änderungen tragen zum Tierschutz bei und der Österreichische Tierschutzverein ist sehr erfreut über diese Entwicklung.

Wiens Fiakerunternehmer zeigten sich, wenig verwunderlich, empört. Ihnen werde die wirtschaftliche Grundlage entzogen und es gebe auch keine Beweise für eine Beeinträchtigung der Pferde durch große Hitze. Erich Goschler, Ehrenpräsident des Österreichischen Tierschutzvereins, setzt dem entgegen: „Wer sein Tier liebt, riskiert gar nicht erst, dass es leidet.“