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Insekten bei sich im Garten einladen

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Insektenhotels sind nicht nur eine optische Bereicherung für jeden Garten, sondern auch sehr sinnvoll. Wer gesunde Pflanzen ohne Einsatz von Chemie möchte, der muss Nützlinge in seinen Garten locken. Wildbiene, Florfliege und Co. sind mit ihrem Appetit auf Schädlinge die reinste Gesundheitspolizei. Der Österreichische Tierschutzverein gibt praktische Tipps für den Bau eines eigenen Insektenhotels, um Nützlingen bei sich im Garten ein Zuhause geben zu können.

Der Bestand vieler nützlicher Insektenarten wie Marienkäfer, Schmetterlinge oder Wildbienen ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Ein Grund dafür ist, dass Insekten immer öfter keine geeigneten Nistplätze oder Unterschlupfmöglichkeiten in unseren Gärten finden. Durch das Aufstellen von Insektenhotels wird den Nützlingen somit ein Zuhause geboten, was einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Artenschutz bietet. Denn die kleinen Bewohner sind für das ökologische Gleichgewicht von großer Bedeutung. Zu ihren beiden wichtigsten Aufgaben zählen nämlich die Bestäubung der Nutz- und Zierpflanzen sowie die natürliche Bekämpfung der Schädlinge auf unseren Grünflächen.

Die friedlichen Helfer der Natur

Wer sich für ein Insektenhotel im eigenen Garten entscheidet, muss keine Angst vor Stichen oder lästigen Bewohnern haben. Die sechsbeinigen Nützlinge stellen keinerlei Bedrohung dar. Außerdem werden je nach gewählten Materialen nur bestimmte Insektenarten angelockt. Wichtig ist jedoch der richtige Standort: am besten stehen die Insektenhotels möglichst vollsonnig und an windgeschützten Orten, da sich die kleinen Larven hier am besten entwickeln können. Freistehende Hotels sollten mit einem kleinen Dach vor Regen geschützt werden und nach Süden ausgerichtet sein. Der optimale Abstand zum Boden beträgt in etwa 50 cm.

Hotelbau leichtgemacht

Wer auf maschinell hergestellte Insektenhotels verzichten möchte, kann es mit vorgefertigten Bausätzen versuchen. Bei der Konstruktion sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Materialen trocken, naturbelassen und frei von Lack- und Lösungsmitteln sowie Pestiziden sind. Die kostengünstigste Variante ist der Eigenbau, denn viele Materialen findet man ohnehin in der Natur. Ganz einfach lässt sich ein Insektenhotel aus schlichten Tontöpfen bauen. Der Österreichische Tierschutzverein empfiehlt den Topf an einer geschützten Häuserwand zu befestigen. Der Topf wird anschließend mit Stroh befüllt. Dasselbe Ergebnis lässt sich mit einfachen Zink-Eimern erzielen. Im Gegensatz zur Strohvariante werden die Gefäße hier mit Rinde und Ästen gefüllt. Das Bild zeigt ein Beispiel eines Insektenhotels, das auf dem Tierfriedhof Waldesruh angebracht ist. Ein schönes Vorbild, das zum Nachmachen einlädt.

Ein Hotel für alle vier Jahreszeiten

Der Österreichische Tierschutzverein rät, das Insektenhotel das ganze Jahr über im Freien zu lassen. Bei einer Überwinterung im Haus oder Keller, können die erhöhten Temperaturen im Inneren des Hotels den Nützlingen sonst glauben machen, dass der Frühling bereits im Anmarsch ist.