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Kastanien können für Hunde zur Gefahr werden

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Kastanien
Kastanien können bei Hunden einen Darmverschluss verursachen.

Kastanien gehören zum Herbst wie dicke Schals, Tee und bunte Blätter. Für unsere Fellnasen können sie aber durchaus gefährlich werden. Der Österreichische Tierschutzverein erklärt, warum das so ist.

Kastanien enthalten Gifte

Hübsch anzusehen sind sie ja, mit ihrer glatten, glänzenden Oberfläche. Von Kindern werden Kastanien daher nur allzu gerne zum Basteln und Spielen verwendet, von vielen Hundehaltern als Ballersatz. Gerade Letzteres ist aber gar keine gute Idee. Denn im Eifer des Gefechts werden die kleinen Früchte von den Vierbeinern schnell einmal verschluckt. Das Problem daran: Die in Kastanien enthaltenen Glykoside und Saponine können die Verdauung des Hundes beeinträchtigen und zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen führen. Bei größeren Mengen können sogar ernsthafte Vergiftungserscheinungen auftreten.

Kastanien sind kein Ballersatz
Kastanien sollten niemals als Ballersatz verwendet werden.

Darmverschluss durch Kastanie

Gefährlich kann es auch werden, wenn eine oder mehrere Kastanien im Ganzen geschluckt werden. Denn durch die Magensäure des Hundes wird die Oberflächenstruktur der Frucht angeraut. Dann kann sie nicht mehr ohne Weiteres durch den Darm gleiten, sich im Hundedarm festsetzen und zum Darmverschluss führen. Weil der Fremdkörper auf die Darmwand drückt, kann diese aufgrund der mangelnden Durchblutung letztendlich absterben. Und abgestorbene Darmteile sind für Tiere stets tödlich – es sei denn, sie werden samt Fremdkörper durch eine Notoperation entfernt.

Erste Anzeichen für einen Darmverschluss können mangelnder Kotabsatz, Erbrechen und gelegentlich Durchfall sein. Im weiteren Verlauf können Symptome wie mangelnder Appetit, Apathie und Bauchschmerzen auftreten.

Kastanien sind kein Ballersatz

Ein weiteres Problem ist, dass Hundehalter oft gar nicht merken, dass ihre Fellnase eine oder mehrere Kastanien aufgenommen hat. Für den Tierarzt ist die Diagnose daher nicht immer einfach zu stellen. Hundehalter sollten daher beim Spazierengehen stets genau darauf achten, ob und was ihr Tier zu sich nimmt – schon allein aufgrund der Gefahr durch potentielle Giftköder. Generell sollten Kastanien niemals als Ballersatz verwendet werden. Zeigt sich ein Hund besonders angetan von den glänzend-braunen Herbstfrüchten, sollten Gegenden mit besonders vielen Kastanienbäumen nach Möglichkeit gemieden werden.