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Tierquälerei im Prater

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Der Österreichische Tierschutzverein fordert Verbot des Ponykarussels

Zur Zeit gehen beim Österreichischen Tierschutzverein wieder einmal unzählige Anrufe und E-Mails besorgter Tierfreunde ein. Sie alle thematisieren das traurige Los der Pferde beim Ponykarussell in Wiens Vergnügungsviertel Nummer 1, dem weltberühmten Prater.

Die Leute wenden sich an uns, weil sie von den Behörden keine zufrieden stellende Antwort erhalten. Beschwerden und Anzeigen über die unwürdigen Zustände beim Ponykarussell prallen bei den Behörden ab. Es wird lediglich darauf verwiesen, dass die Tiere angeblich regelmäßig kontrolliert würden und die Betreiber alle Vorschriften gemäß dem österreichischen Tierschutzgesetz einhalten würden.

Der Österreichische Tierschutzverein dokumentiert jedoch seit Jahren das Gegenteil: Pferde werden viele Stunden durchgehend eingesetzt und nicht ausgetauscht, Tränkungen erfolgen viel zu selten und auch Richtungswechsel zur gleichmäßigen Belastung der Gelenke werden nicht durchgeführt. Daher fordert der Verein im Sinne der leidenden Ponys ein Verbot der Tierquälerei.

Wir vertreten die Ansicht, dass es absolut nicht mehr zeitgemäß ist, fühlende Lebewesen unnötig im Kreis laufen zu lassen, nur damit ein paar Touristen ihre Kinder für wenige Minuten auf den Rücken dieser bedauernswerten Lebewesen setzen können, um dann (meist) selbst zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die Tiere leiden. Ein Wien-Besuch hinterlässt daher leider einen bitteren Beigeschmack bei Tierfreunden, von denen etliche daher keine weiteren Aufenthalte in Wien unternehmen möchten.