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Hund bei knapp 60 Grad im Auto zurückgelassen

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Erst vergangene Woche warnte der Österreichische Tierschutzverein in einer Presseaussendung davor, Hunde in Autos zurückzulassen.  Offenbar vergebens. Denn am vergangenen Samstag wurde die „Assisi-Hof“ – Tierrettung von der Polizei zu einem solchen Fall gerufen.

Ein deutscher Urlauber hatte rücksichtslos seinen alten schwarzen Schäferhund im Auto gelassen, während er eine Bergtour unternahm. Der ÖAMTC konnte die Fahrertür zwar öffnen, jedoch nicht den Kofferraum, wo der Hund durch ein Gitter von der Fahrerkabine getrennt war. Die im Fahrzeug gemessene Temperatur betrug 58,5 Grad Celsius! Anzeichen für einen Hitzschlag (z.B. starkes Hecheln, Kreislaufprobleme) waren bereits deutlich zu erkennen. Ohne die schnelle Hilfe wäre der Hund verstorben.

Hunde sind besonders hitzeempfindlich, da sie keine Schweißdrüsen auf der Haut besitzen. Durch starkes Hecheln verdunstet sehr viel Wasser mit dem Speichel. Kann der Flüssigkeitsverlust durch Trinken nicht ausgeglichen werden, wird das Blut dicker. Das Herz muss sich stärker anstrengen und die Durchblutung wird schlechter. Organschäden drohen.

Mitarbeiter der "Assisi-Hof" – Tierrettung konnten den Hund durch das Gitter mit Wasser versorgen und warteten, bis der Besitzer einige Stunden später zurückkahm. Durch die gute Zusammenarbeit von Polizei, „Assisi-Hof“ – Tierrettung und Anrainern konnten in der Zwischenzeit Sonnenschirme organisiert werden, die dem armen Vierbeiner Schatten spendeten.  Der Hundehalter wurde in Österreich und Deutschland wegen Tierquälerei angezeigt.