Österreichischer Tierschutzverein: Drei Stuten aus Horror-Haltung gerettet - Pferdeklappe Reutte gibt schwer vernachlässigten Pferden neue Chance Drei Stuten aus Horror-Haltung gerettet OTS (Wien/Reutte/Ulm) – Knöcheltief im eigenen Kot, ohne Tageslicht, ohne frische Luft und vollkommen verwahrlost: so fanden die Behörden Anfang März 2026 die drei Stuten Merida, Twilight und Lillifee. Das Veterinäramt Ulm beendete ihr Leid, und bat die Pferdeklappe des Österreichischen Tierschutzvereins in Reutte um Hilfe. Dort erhalten die schwer vernachlässigten Pferde nun Schutz, medizinische Versorgung und die Chance auf einen Neuanfang. Als die Tiere in Reutte ankamen, bot sich Hofleiterin Nicole Mayrhofer und ihrem Team ein erschütterndes Bild. Das Fell der Stuten war derart mit Kot und Schmutz verfilzt, dass ihre eigentliche Fellfarbe kaum erkennbar war. Erst nach intensiver Reinigung, dem Einsatz von Schermaschinen und Metallstriegeln sowie viel Geduld konnten die Tierpfleger das Ausmaß der Vernachlässigung sichtbar machen. „Ihr Zustand war absolut katastrophal“, berichtet Mayrhofer. Vernachlässigung mit schweren Folgen Die drei Pferde wurden auf einem privaten Hof im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) von den Behörden von ihrem grausamen Schicksal erlöst. Merida, Twilight und Lillifee mussten unter Bedingungen vegetieren, die jede Vorstellungskraft sprengen. Sie lebten ohne Einstreu im eigenen Kot stehend, ohne frische Luft und ohne jegliches Tageslicht. Sie waren völlig sich selbst überlassen. Abgemagert mit aggressivem Hautpilz Die ernsten Folgen dieser schweren Vernachlässigung sind erst nach der tiefgehenden Reinigung in der Pferdeklappe deutlich sichtbar: Alle drei Stuten leiden an einem aggressiven Hautpilz. Zudem sind sie stark abgemagert und weisen einen Mangel an Mineralien auf. Die gesundheitlichen Probleme im Detail • Lillifee (15, Württemberger): Sie zeigt deutliche Spuren der Vernachlässigung. Sie bewegt sich steif. Nicole Mayrhofer: „Sie geht wie ein Storch im Salat. Ihre Sehkraft ist auf einem Auge eingeschränkt.“ Eine Narbe am Sprunggelenk sowie eine Fehlstellung der Hufe durch zu lange Zehen. • Twilight (20, KWPN-Warmblut): Die älteste der drei Stute braucht dringend eine Zahnbehandlung. Sie leidet an Mauke, ihre Beine sind geschädigt, zudem hat sie hinten links ein Überbein. „Trotz ihres Zustands zeigt sie Lebenswillen“, betont Nicole Mayrhofer. • Merida (10, Ungarisches Warmblut): Die Jüngste des Trios ist sehr nervös und misstrauisch gegenüber Menschen. Hofleiterin Mayrhofer: „Für die notwendige Hufpflege muss sie sediert werden.“ Zusätzlich hat sie einen schmerzhaften Abszess an der Brust. Dringende medizinische Versorgung In der Pferdeklappe Reutte erhalten die Stuten nun die dringend benötigte Versorgung. Da jeglicher Impfschutz – etwa gegen Tetanus und Influenza – fehlt, müssen wir handeln“, erklärt Elena Zeise, Tierärztin der Pferdeklappe. Die Tiere bekommen jetzt hochwertiges Heu und spezielles Mineralfutter, um wieder zu Kräften zu kommen. Jedes gerettete Pferd zählt „Trotz ihrer traumatischen Vergangenheit Trotz ihrer leidvollen Vergangenheit zeigen die drei Stuten erste vorsichtige Zeichen von Vertrauen. Jedes gerettete Pferd zählt“, betont Hofleiterin Mayrhofer. Die Pferdeklappe hat in den vergangenen vier Jahren bereits rund 150 Pferden geholfen. Versorgung der Pferde ist aufwendig Die Versorgung von Pferden aus solchen Notlagen ist jedoch aufwendig und kostenintensiv. Der Österreichische Tierschutzverein bittet daher dringend um Spenden, damit Merida, Twilight und Lillifee eine echte Chance auf ein würdevolles Leben bekommen. Für die Pferde in Reutte spenden https://tierschutzverein.at/pferdeklappe-reutte/unterstuetzen/spenden/ Rückfragen & Kontakt: Alexios Wiklund Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 0660/730 42 91 wiklund@tierschutzverein.at www.tierschutzverein.at/presse