OTS (Wien) Wenn Vögel nisten, Igel aus dem Winterschlaf erwachen und Insekten auf Nahrungssuche gehen, beginnt für viele die Gartensaison. Doch was für uns Ordnung und Schönheit bedeutet, kann für Tiere zur Gefahr werden. Der Österreichische Tierschutzverein gibt 7 wertvolle Tipps für einen tierfreundlichen Garten. Bereits mit kleinen Veränderungen können Gartenbesitzer*innen Großes bewirken. Ein tierfreundlicher Garten ist nicht nur ein Gewinn für die heimische Tierwelt, sondern fördert auch das ökologische Gleichgewicht und die Artenvielfalt. 1. Rücksicht auf Brutvögel nehmen Bodenbrütende Vögel sind besonders gefährdet. Im eigenen Garten dienen Hecken und Sträucher oft als Nistplätze und sollten zwischen März und Oktober nicht geschnitten werden. In Deutschland ist das Schneiden von Hecken in dieser Zeit sogar gesetzlich verboten - eine Maßnahme, die auch in Österreich sinnvoll wäre. 2. Vorsicht mit Rasenrobotern und Gartengeräten Automatische Rasenmäher (Mähroboter) und Laubbläser sind zwar praktisch, doch sie können für Igel, Insekten und andere Kleintiere tödlich sein. Suchen Sie deshalb vor dem Mähen den Rasen sorgfältig nach Tieren ab und greifen Sie auf manuelle Alternativen zurück. Eine naturbelassene Wiese statt eines makellosen Rasens erhöht zudem die Artenvielfalt und verwandelt den Garten in ein blühendes Paradies. Mähroboter https://tierschutzverein.at/presseaussendung/oesterreichischer-tierschutzverein-maehroboter-sind-toedliche-gefahr-fuer-igel/ 3. Ungiftige Pflanzen wählen Viele beliebte Gartenpflanzen wie Eibe, Goldregen, Narzissen, Maiglöckchen, Oleander oder Rhododendron sind für Haustiere giftig. Tierfreundliche Alternativen wie Lavendel, Ringelblumen oder Sonnenblumen sind nicht nur sicherer, sondern locken auch Bienen und Schmetterlinge an. 4. Chemikalien vermeiden Düngemittel, Pestizide und Unkrautvernichter schaden Wild- und Haustieren sowie Insekten. Natürliche Alternativen wie Kompost oder Kaffeesatz halten den Garten gesund und schonen die Umwelt. Perstizide https://tierschutzverein.at/presseaussendung/pestizide-die-unsichtbare-gefahr/ 5. Wasserstellen sichern Offene Teiche und Wasserbecken können zur tödlichen Falle für Katzen, Wildtiere und Nagetiere werden. Glatte Wände verhindern, dass die Tiere selbstständig entkommen können. Abdeckungen oder kleine Rampen sind eine einfache Lösung und retten Leben. Halten Sie immer einen Kescher bereit, um in Not geratenen Tieren sofort helfen zu können. Gefahr Swimmingpool https://tierschutzverein.at/toedliche-gefahr-swimmingpool-so-schuetzen-sie-tiere/ 6. Lebensräume für Wildtiere schaffen Ein naturnaher Garten ist ein Paradies für Tiere! Blumenwiesen für Bienen, Nistkästen für Vögel und Laubhaufen als Unterschlupf z. B. für Igel bieten wertvolle Lebensräume. Auch ein Naturteich oder eine flache Wasserstelle helfen Wildtieren zu überleben. Untermieter Igel https://tierschutzverein.at/untermieter-igel-wie-sie-die-tiere-schuetzen-koennen/ 7. Lichtverschmutzung reduzieren Viele nachtaktive Tiere wie Fledermäuse oder Igel sind auf dunkle Rückzugsorte angewiesen. Helle Gartenbeleuchtung sollte reduziert oder mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden, um störende Lichtquellen zu minimieren. Rückfragen & Kontakt: Alexios Wiklund Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 0660/730 42 91 wiklund@tierschutzverein.at www.tierschutzverein.at/presse