Graupapagei Guggi braucht Hilfe OTS (Wien/Stockerau) – Ein 36-jähriger Graupapagei sorgt derzeit beim Österreichischen Tierschutzverein für große Betroffenheit. Guggi wurde nach dem Tod seines Besitzers aus jahrelanger Einzelhaltung vom Assisi-Hof in Stockerau übernommen. Sein Zustand zeigt die gravierenden Folgen von Isolation, mangelnder Beschäftigung und falscher Haltung. Guggi verbrachte nahezu sein gesamtes Leben allein in einem Käfig: ohne Artgenossen, ohne ausreichende Beschäftigung und ohne artgerechte Umgebung. In der Folge entwickelte er deutliche Verhaltensstörungen, insbesondere massives Federpicken. Jahrzehntelange Einzelhaltung mit schweren Folgen Der Graupapagei Guggi wird derzeit vom Assisi-Hof in Stockerau betreut. „Er bekam von uns zum ersten Mal in seinem Leben fachgerechte Pflege und artgerechtes Futter“, betont Alfred Kofler, Leiter der Tierpflege. Leider ergab die tierärztliche Untersuchung bei Guggi ein Plattenepithelkarzinom unter dem Flügel. Tierexperte Alfred Kofler erklärt: „Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der unbehandelt zu starken Schmerzen und einer raschen Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen kann.“ Operation hilft gegen Schockdiagnose Nach Einschätzung der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist eine komplexe Operation mit intensiver Nachsorge derzeit die einzige Möglichkeit, dem Tier ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Der Eingriff gilt als anspruchsvoll, bietet jedoch die Chance auf Stabilisierung und Lebensqualität. Guggi unterzog sich der notwendigen OP an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und bleibt dort vorerst zur weiteren Versorgung. Graupapagei Guggi braucht dringend Hilfe „Guggi ist ein trauriges Beispiel dafür, welches Leid durch jahrzehntelange Einzelhaltung entstehen kann. Papageien sind hochsoziale Tiere, die zwingend Artgenossen, Beschäftigung und eine strukturierte Umgebung benötigen“, so Alfred Kofler. Spendenaufruf für medizinische Versorgung Die Operation sowie die anschließende medizinische Versorgung verursachen erhebliche Kosten. Der Österreichische Tierschutzverein ruft daher dringend zu Spenden auf, um Guggi die notwendige Hilfe zu schenken. Spendenverwendung: • 30 €: Medikamente und Aufbaufutter • 100 €: Anteil an Operation und tierärztlicher Versorgung • 150 €: Unterstützung laufender Notfall- und Versorgungskosten weiterer Tiere • „Guggi will leben“ https://tierschutzverein.at/spenden-kampagne/guggi-will-leben/ Guggi ist kein Einzelfall der privaten Papageienhaltung Der Fall Guggi steht exemplarisch für ein grundlegendes Problem in der privaten Papageienhaltung. Viele Halterinnen und Halter sind mit den hohen Anforderungen dieser hochintelligenten und sozialen Tiere überlastet. Vor allem ihre extreme Lautstärke und ihr ausgeprägtes Bewegungs- und Erkundungsverhalten überfordern sie. Daher werden sie oft abgegeben. Die wenigen Auffangstationen des Landes sind daher am Limit. Der Österreichische Tierschutzverein fordert deshalb einen Stopp der Zucht und des Verkaufs von Papageien. Wer Papageien halten möchte, sollte auf Adoption statt Neukauf setzen. Rückfragen & Kontakt: Alexios Wiklund Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 0660/730 42 91 wiklund@tierschutzverein.at www.tierschutzverein.at/presse