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    Österreichischer Tierschutzverein: Silvesterknallerei – eine laute Gewohnheit mit Ablaufdatum

    Presse

    OTS (Wien), 22.12.2025 – Die Silvesterknallerei richtet Jahr für Jahr massive Schäden an – und trotzdem sind Raketen und Böller weiter frei erhältlich. Während immer mehr Gemeinden organisierte Feuerwerke streichen, bleibt das Kernproblem bestehen: private Knallerei, legal gekauft und illegal gezündet – mitten im Ortsgebiet. Der gesellschaftliche Konsens kippt, das Ende der Böller-Tradition rückt näher.

    Silvesternacht bringt Einsatzkräfte an ihre Grenzen: Raketen und Böller der Kategorie F2 sind ab 16 Jahren frei erhältlich, ihr Einsatz im Ortsgebiet ist jedoch grundsätzlich verboten. In der Praxis bedeutet das für Polizei und Einsatzkräfte jedes Jahr Ausnahmezustand. Kontrollinspektor Stefan Loidl (LPD Niederösterreich) spricht von einer der einsatzstärksten Nächte: „Neben der Lärmerregung binden vor allem Sachbeschädigungen und Körperverletzungen durch Böller enorme Ressourcen. Die größte Herausforderung ist die schiere Masse der Verstöße.“ Auch in der Steiermark ist die Lage angespannt. Chefinspektor Fritz Grundnig (LPD Steiermark) berichtet: „Trotz gesetzlichem Verbot waren zum Jahreswechsel 2024/25 zahlreiche Feuerwerke deutlich wahrnehmbar. Innerhalb von 24 Stunden gingen 1.987 Notrufe ein – daraus resultierten 765 Einsätze.“

    Bussis statt Böller

    „Ein Bussi sagt mehr als tausend Böller. Schenken wir unseren Liebsten Sicherheit, Wärme und Freude zu Neujahr“, sagt Jakob Innauer, Kampagnenmanager des Österreichischen Tierschutzvereins. „Die Silvesterknallerei ist ein Auslaufmodell. Was manche noch Tradition nennen, empfinden immer mehr Menschen als unnötige Belastung für Umwelt, Tiere und Mitmenschen.“

    Massive Belastung und wachsender Widerstand

    Feuerwerkskörper belasten Umwelt, Tiere und Menschen massiv. Die Landwirtschaftskammer OÖ spricht von einem jährlichen „Blackout des Umweltbewusstseins“: „Millionen Euro für Raketen – und Millionen Tonnen Belastung für die Umwelt. Alles legal, vieles erlaubt, alles Tradition.“ Auch Städte und Gemeinden schlagen Alarm. Der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer betont: „Die Belastungen durch Raketen und Böller für Tiere, Umwelt sowie die Bevölkerung sind nachvollziehbar und berechtigt Anlass zur Sorge. Ein ganzjähriges Verbot von F2-Feuerwerk wäre aus Umwelt- und Tierschutzsicht sinnvoll.“ Die Stadtgemeinde Wörgl stellt klar: „Trotz bestehenden Verbots werden Raketen und Böller im gesamten Ortsgebiet gezündet – auch in dicht besiedelten Bereichen. Weitere Verschärfungen seien wenig wirksam, solange F2-Feuerwerk frei erhältlich bleibe.“

    Die stille Mehrheit wird immer lauter

    Nicht nur in Österreich wächst der Widerstand gegen Raketen und Böller. In Deutschland fordert die Berliner Polizeigewerkschaft ein bundesweites Böllerverbot – unterstützt von über zwei Millionen Menschen. Frankreich untersagt in vielen Gemeinden Verkauf und Besitz von Pyrotechnik, Irland erlaubt ausschließlich Feuerwerk der Kategorie F1, und die Niederlande führen ab 2026/27 ein generelles Verbot privater Feuerwerke ein. Die Richtung ist klar: Die Böller-Zeit läuft ab.

    Promis gegen Böller

    Die Initiative „Gusch statt Tusch“ erhält prominente Unterstützung. Kabarettist Benedikt Mitmannsgruber bringt es auf den Punkt: „Silvester ohne Böller ist kein Verzicht, sondern Rücksicht – auf Tiere, Menschen und Umwelt. Deshalb: Gusch statt Tusch.“ Schauspielerin Nicole Beutler fordert ein klares Verbot: „Ich bin für ein striktes Böllerverbot, um Haus- und Wildtiere zu schützen – und manche Menschen vor sich selbst.“ Autor Thomas Brezina erinnert an persönliche Erlebnisse: „Ich hatte mein Leben lang Hunde, und für manche war Silvester furchtbar. Sie haben gezittert und sich versteckt. Der Jahresbeginn sollte für alle ein freudiges Ereignis sein – Böller gehören für mich einfach nicht dazu.“

    Jetzt Petition „Gusch statt Tusch“ unterschreiben:

    https://tierschutzverein.at/kampagnen_und_petitionen/gusch-statt-tusch/

    Der Österreichischen Tierschutzverein bedankt sich im Namen aller Zwei- und Vierbeiner bei allen, die auf Raketen und Böller verzichten und damit Ruhe für Tiere, Menschen und Umwelt spenden.

    Kostenloser Foto-Download:

    Österreichischer Tierschutzverein: Silvesterknallerei – eine laute Gewohnheit mit Ablaufdatum – Österreichischer Tierschutzverein

    Rückfragen & Kontakt:

    Jakob Innauer

    Kampagnenmanager

    +43 664 22 04 990

    innauer@tierschutzverein.at

    https://tierschutzverein.at/

     

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