Aufklärungskampagne des Österreichischen Tierschutzvereins

#Bienensterbenretten!

Jetzt aktiv werden und unsere Bienen vor dem Aussterben retten

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
Albert Einstein

Was bedeutet Bienensterben?

Das sogenannte „Bienensterben“ ist in aller Munde. Aber was genau versteht man eigentlich unter diesem Begriff? Bienensterben bezeichnet den starken Verlust von Bienenstaaten der Westlichen Honigbiene über die Winterzeit. Aber auch immer mehr Wildbienen- und Hummelarten verschwinden allmählich von der Bildfläche. Solche Verluste gab es zwar schon immer, aber nie in einem so hohen Maß, wie sie heutzutage zu beobachten sind.

Es gibt knapp 100 Kulturpflanzen, die mit nahezu 90 Prozent der globalen Nahrungsmittelerzeugung in Verbindung stehen. Ganze 70 Prozent davon werden nur von Bienen bestäubt. Das bedeutet: Ohne Bienen würde rund ein Drittel aller Lebensmittel wegfallen. Es gibt Studien, nach denen davon ausgegangen werden kann, dass jeder dritte Löffel unserer Nahrung auf Lebensmitteln basiert, die von Bienen bestäubt werden. Die meisten Obst- und Gemüsesorten würden ohne Bienen zu Luxusgütern. Denn einerseits müssten dann alle betroffenen Nutzpflanzen alternativ bestäubt werden (ein teures Unterfangen!), andererseits würden von den derzeit bestehenden 380.000 Pflanzenarten etwa 20 bis 40 Prozent verschwinden. Dieser massive Rückgang an pflanzlicher Biodiversität hätte auch einen ähnlich massiven Verlust an Tierarten zur Folge.

Bienen
Ohne Bienen wären viele Obst- und Gemüsesorten schon bald passé.

Warum sterben die Bienen?

Experten gehen davon aus, dass nicht eine Ursache allein für das Bienensterben verantwortlich ist, sondern vielmehr ein Zusammenspiel aus dem Einsatz von Pestiziden, Viruskrankheiten, der Ausbreitung der Varroamilbe und der Klimaerwärmung.

Die Gifte der modernen Landwirtschaft

Um den Gewinn zu maximieren und die Kosten möglichst niedrig zu halten, steigt der Einsatz von Pestiziden, Insektiziden und Herbiziden immer mehr an. Von einigen ist mittlerweile bewiesen werden, dass sie die Bienen unmittelbar schädigen. So wurden die drei häufigsten Neonicotinoide Iothianidin, Imidacloprid und Thiamexthoam nun EU-weit verboten, mit Ende 2018 tritt das Verbot in Kraft. Hinsichtlich Glyphosat ist der Druck der Agrarlobby aber derzeit leider noch zu groß, um das Mittel endgültig zu verbannen.

Die Varroamilbe

Ursprünglich aus Asien stammend, verurteilte dieser Parasit schon ganze Bienenvölker zum Tode. Die Varoamilbe saugt am Blut der Bienen, was zu einer verkürzten Lebenserwartung und einer schlechteren Lernleistung führt. Als zusätzliche Belastung kommt die Übertragung von Viren hinzu.

Der Klimawandel

Auch die milden Winter setzen den Bienen stark zu, denn dadurch gehen diese zu spät in die winterliche Ruhephase. Wenn sie dann im Frühjahr wieder erwachen, sind sie nicht vollständig ausgeruht. Zusätzlich beginnen viele Blumenarten nun schon früher zu blühen. Die Bienen „verschlafen“ diese ersten Blühphasen teilweise. Diese verfrühten Blütephasen und extremen Temperaturveränderungen schwächen die Bienen und machen sie anfälliger für Parasiten.

Das massive Bienensterben muss dringend ein Ende finden.

Helfen wir unseren Bienen! Sowohl unsere fleißigen Honigbienen als auch unsere Wildbienenarten und Hummeln müssen geschützt werden.

Bienen helfen!

Bereits mit wenigen Maßnahmen kann jeder zum Schutz unserer Bienen beitragen:

  • Bienenweide säen

Egal ob im eigenen Garten oder „nur“ auf der Fensterbank: Jede Blüte mehr hilft unseren Bienen bei der Futtersuche. Statt optisch schönen Geranien und Petunien sollten Blumen gepflanzt werden, die Nektar und Pollen für die Bienen bereitstellen, wie etwa Glockenblumen, Katzenminze, Lavendel, Günzel, Salbei oder einfach Küchenkräuter wie Basilikum oder diverse Schnittlauch-Arten. Um den Bienen vom Frühling bis in den Herbst genügend Nahrung zu bieten, pflanzt man sowohl früh als auch spät im Jahr blühende Blumen. Je größer die Vielfalt desto ausgewogener ist der Ernährungszustand der Bienen und desto besser kommen sie über den Winter.

  • Kein Gift

Egal ob Herbizide, Insektizide oder Pestizide – jedes dieser Gifte beeinträchtigt die heimische Flora und Fauna. Von manchen Substanzen ist bekannt, dass sie die Bienen schädigen, von vielen anderen nimmt man es eher an. Um den Bienen zu helfen, sollte auf derartige Mittel verzichtet werden.

  • Unordnung hilft

In wilden, unordentlichen Gärten fühlen sich Bienen viel wohler, als in klassischen englischen Gärten. Hie und da ein ungemähter Bereich, ein Steinhaufen und viele heimische Wildsträucher und Obstbäume unterstützen unsere Bienen.

  • Insektelhotel – aber richtig!

Ein Insektenhotel darf natürlich weder auf dem Balkon noch im Garten fehlen. Doch viele Modelle schaden den Insekten mehr als sie helfen. Erfahren Sie hier das Wichtigste zum Thema Insektenhotel und welche Fehler man dabei vermeiden sollte.

  • Die eigenen Kaufgewohnheiten unter die Lupe nehmen

Selbst wenn kein Balkon oder Garten zur Verfügung steht, können Sie etwas für die Bienen tun. Im Alltag unterstützen Sie die Tiere, indem Sie nur regionale Bio-Produkte bzw. regionalen Bio-Honig kaufen oder gar auf Bienenprodukte verzichten. Für Honig gibt es sogar einen veganen Ersatz, der ganz einfach selbst herzustellen ist: Löwenzahnsirup.

Bienensterben - Bienen retten!
Schon mit wenig Aufwand können Sie zur Rettung der Bienen beitragen.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit des Österreichischen Tierschutzvereins mit Ihrer Spende! Vielen Dank im Namen der Tiere!

Überweisung auf unser Spendenkonto

IBAN: AT30 6000 0000 9001 2022