
Österreichischer Tierschutzverein: Erfolgreicher Tag der offenen Tür am Assisi-Hof in Stockerau
PresseDer Österreichische Tierschutzverein lud zum Tag der offenen Tür am Assisi-Hof in Stockerau. Auch starker Regen konnte das Interesse der Tierfreund*innen nicht trüben. Vor allem die spannenden Führungen boten aufschlussreiche Einblicke in die Arbeit des Hofes und machten den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Bereits nach einem Jahr ist der Assisi-Hof in Stockerau eine von Tierfreund*innen besonders geschätzte Einrichtung. Davon ist Alfred Kofler, Leiter der Tierpflege, überzeugt. Denn fast 300 Besucher*innen ließen sich am Welttierschutztag auch von Regenwetter nicht davon abhalten, den Assisi-Hof in Stockerau bei einer der fünf Führungen zu entdecken.
Tiefer Einblick in die Tierpflege
Aus erster Hand erhielten sie wertvolles Wissen über unsere Tiere, ihre Pflege und darüber, wie ein verantwortungsvoller und respektvoller Umgang mit ihnen gelingt. Dabei erzählte er aus seinem Alltag und einige bewegende Geschichten von geretteten Tieren. Darunter die von Emilio, einem Shar-Pei, der unter seinen Qualzuchtmerkmalen furchtbar gelitten hatte. Heute lebt der kräftige chinesische Faltenhund bei einer liebevollen Familie, die ihm die Geborgenheit gibt, die er auf dem Assisi-Hof zum ersten Mal erfahren durfte.
Zeit und Betreuung zum Erholen
Was den Besucher*innen beim Rundgang über den Hof sofort auffällt: Der Assisi-Hof in Stockerau liegt idyllisch inmitten eines Auwaldes, die Ställe und Gehege sind in die Natur eingebettet. Auf 16.400 Quadratmetern leben bis zu 80 Tiere, die oft Schreckliches erlebt haben. Sie bekommen die Zeit und die individuelle Betreuung, die sie brauchen, um sich zu erholen. Ein Beispiel: Mulan. „Die Katze kam schwer misshandelt und mit abgeschnittenem Ohr zu uns. Sein Besitzer hatte ihn gequält und über heiße Herdplatten laufen lassen”, erzählt Kofler kopfschüttelnd. „Bei uns hat er wieder Vertrauen zu Menschen gefasst.” Heute lebt Mulan glücklich bei einer Familie mit Haus und Garten in Niederösterreich.
Reichlich Platz und Auslauf
Am Assisi Hof in Stockerau hat der Österreichische Tierschutzverein seine Vision, in Not geratene Tiere zu retten, sie mit Liebe und Hingabe zu betreuen und ihnen ein geeignetes Zuhause zu geben, in die Tat umgesetzt. Alfred Kofler: „Am Assisi-Hof in Stockerau erinnert nichts an den Stress und die Enge in Tierheimen und Auffangstationen. Alle unsere Schützlinge haben viel Platz, Auslauf und werden individuell betreut. Denn wir wollen ihnen optimale Bedingungen für ein artgerechtes Leben bieten – weit über das gesetzliche Minimum hinaus.“
Erfolgreiche Mission: Retten, Pflegen, Vermitteln
Im ersten Jahr seines Bestehens konnte der Assisi-Hof in Stockerau 195 Tiere retten und ihnen Geborgenheit und artgerechte Pflege bieten. „Esel, Minischweine, Ziegen, Schafe, Katzen, Hunde, Hasen, Meerschweinchen und Chinchillas leben hier zusammen“, berichtet Hofleiterin Stephanie Lang stolz. Für jene Tiere, die wegen Alter oder Krankheit bleiben, wie die Zwergesel Aristoteles und Sokrates, ist der Assisi-Hof ein dauerhafter Ort der Sicherheit, Geborgenheit und Würde.
Mitgefühl und Respekt als Leitbild
Alfred Kofler und Stephanie Lang sind Tierpfleger mit Leidenschaft, die ihrer Arbeit bei jedem Wetter gerne nachgehen. An diesem Regentag erklären sie ihren Besucher*innen was sie daran begeistert und wie eine Welt voller Mitgefühl und Respekt für Tiere aussehen kann. Gerade junge Menschen interessieren sich aus ihrer Erfahrung dafür: So können Schüler*innen am Assisi-Hof viel über bessere Mensch-Tier-Beziehungen, artgerechte Tierhaltung und Biodiversität lernen. Für die Zukunft sind sogar Tierrettungskurse an Schulen geplant.
Flohmarkt und Kinderprogramm
„Tierschutz fängt bei den Kleinsten an“, betont Hofleiterin Stephanie Lang. Für sie gab es am Tag der offenen Tür ein buntes Programm mit Kinderschminken, Basteln und Malen zum Thema Tierschutz – so lernten sie spielerisch den respektvollen Umgang mit Tieren, vor allem mit ihren Haustieren. Währenddessen stöberten die Erwachsenen beim Flohmarkt nach einem Schnäppchen – zum Beispiel nach Tierzubehör, Spielen und Büchern. Außerdem gab es reichlich kulinarische Köstlichkeiten zur Stärkung – auch ohne Spende.
Unterstützung der Öffentlichkeit
Dank des Engagements der Stadt Stockerau, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hat, und des Einsatzes eines engagierten Teams von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern leistet der Assisi-Hof in Stockerau Pionierarbeit im Tierschutz. Andrea Völkl, Bürgermeisterin von Stockerau: „Wir sind stolz, dieses Projekt in unserer Stadt zu haben. Es zeigt, was alles mit Engagement und Zusammenhalt möglich ist. Der Assisi-Hof hat auch weiterhin unsere volle Unterstützung.“
Erfolgsmodell für den Tierschutz
Alfons Hargaßner, Geschäftsführer des Österreichischen Tierschutzvereins: „Der Assisi-Hof ist bereits nach einem Jahr ein wunderbar funktionierendes Erfolgsmodell. Wir haben damit ein sicheres und liebevolles Umfeld für Tiere in Not geschaffen. Wir sind immer wieder überwältigt von der unglaublichen Hilfs- und Spendenbereitschaft der Menschen, die sich für unser Projekt begeistern.“
Für den Assisi-Hof in Stockerau ist die Unterstützung aus der Bevölkerung von unschätzbarem Wert. Vor allem durch regelmäßige Patenschaften können wir den täglichen Betrieb und die Versorgung der Tiere sicherstellen und auch langfristig planen, um unsere Vision eines respektvollen und artgerechten Umgangs mit Tieren weiter zu verwirklichen.
Video: https://www.youtube.com/watch?v=X1lU_b_U5mQ
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