
- Starke Zunahme von Verletzungen und Todesfällen bei Kleintieren: Besonders betroffen sind Igel, die abends und nachts auf Nahrungssuche gehen. Die scharfen Klingen der Mähroboter verursachen tiefe Wunden und Amputationen, die oft tödlich enden. Ihre natürliche Verteidigungsstrategie ist gegen die Mähroboter wirkungslos: Sie rollen sich bei Gefahr zusammen und die Mähroboter fahren einfach über sie hinweg.
- Geräte sind einfach nicht smart genug: Eine Studie der Universität Oxford untersuchte 18 verschiedene Mähroboter unterschiedlicher Typen, Hersteller und Gewichtsklassen an bereits toten Igeln. Das Ergebnis: Keines der Geräte erkannte die Tiere, selbst wenn es mit Sensoren und Kameras ausgestattet war.
- Gartenbesitzer*innen sollen zum Schutz der Tiere auf Mähroboter verzichten.
- Die Hersteller sollen ihre Mähroboter endlich zu 100 Prozent tiersicher machen.
- Der Gesetzgeber soll ein Nachtmähverbot für Mähroboter ab Einbruch der Dunkelheit beschließen.
- Den Mähroboter während des Betriebs beaufsichtigen, um Gefahren für Tiere rechtzeitig erkennen zu können.
- Den Garten vor der Nutzung des Mähroboters sorgfältig überprüfen, um Kleintiere und Amphibien nicht zu gefährden.
- Sicherstellen, dass Mähroboter nur tagsüber im Einsatz sind, wenn Igel und andere nachtaktive Tiere schlafen und nicht nach Insekten, Würmern und anderer Beute im Gras suchen.
- Schutzzonen einrichten: Für Igel und Kleintiere sichere Rückzugsorte wie Wildblumeninseln, Hecken und Sträuchern schaffen, die von Mährobotern nicht erreicht werden können.
- Auf den kurz gemähten Rasen verzichten, damit Insekten und andere Tiere genügend Nahrung finden. Ein kurz gemähter „englischer Rasen“ braucht im heißen Sommer sehr viel Wasser, damit er nicht braun wird, und das kann ganz schön ins Geld gehen.
- Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten lieben wilde Wiesen mit heimischen Büschen und Sträuchern statt importierter Zierpflanzen als Rückzugsorte. Ein gemähter Weg ermöglicht die direkte Tierbeobachtung.
Österreichischer Tierschutzverein fordert Nachtfahrverbot für Mähroboter!
PresseOTS (Wien). Mähroboter sind praktisch, bequem und effizient. Doch diese scheinbaren Vorteile haben eine dunkle Kehrseite, die der Österreichische Tierschutzverein nicht länger ignorieren kann. Die neuen Helfer im heimischen Garten zerschneiden so ziemlich alles, was ihnen in den Weg kommt. Vor wenigen Tagen sogar den Fuß eines elf Monate alten Buben aus Kärnten, der durch den Garten krabbelte. Er wurde von einem Mähroboter erfasst und schwer verletzt.
Die Hersteller sind sich der Gefahren längst bewusst. Daher warnen sie zu Recht in ihrer Gebrauchsanweisung davor, beim Betrieb des Mähroboters Kinder und Haustiere im Garten nicht unbeaufsichtigt zu lassen.
Tödliche Falle für Igel & Co
Mähroboter sind zwar scheinbar intelligent, aber technisch leider noch nicht so weit entwickelt, dass sie kleine Kinder und Tiere immer sofort erkennen und vor ihnen sofort anhalten. Dieser technische Mangel hat fatale Folgen für Igel, andere Kleintiere, Amphibien und Insekten. Außerdem zerstören diese Geräte ihren Lebensraum und tragen so zum Rückgang der Artenvielfalt bei.
Fakten, die schockieren
Österreichischer Tierschutzverein appelliert
Professor Klaus Hackländer unterstützt ÖTV
Als Österreichischer Tierschutzverein sehen wir es als unsere Pflicht, auf diese stille, aber tödliche Gefahr hinzuweisen. Wir appellieren an alle Gartenbesitzer*innen, sich ihrer Verantwortung für die Tierwelt in ihrer Umgebung bewusst zu werden.
Prof. Dr. Klaus Hackländer, Institutsvorstand für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien und Vorstand der Deutschen Wildtier-Stiftung, unterstützt uns bei unserem Anliegen. „Bis sich die technische Entwicklung bei Mährobotern verbessert hat, sollte gelten, dass die Geräte nicht in der Dämmerung oder in der Nacht fahren. Am besten wäre es, wenn man auf sie gänzlich verzichtet und statt einem sauberen englischen Rasen auch mal die Wiese wachsen lässt, zum Wohle der Biodiversität. Für uns Menschen ist das ebenfalls eine Augenweide, wenn es blüht und summt.“
Verzicht auf Mähroboter: beste Lösung
Der Österreichische Tierschutzverein ist sich bewusst, dass der Verzicht auf Mähroboter vielen Menschen noch schwerfällt. Da uns das Miteinander und die Bewusstseinsbildung ein besonderes Anliegen sind, bieten wir einige Anregungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Mährobotern an:
Verantwortungsvoller Umgang gefragt
Gartenbesitzer sollten den Tieren zuliebe auf Mähroboter verzichten. Die intelligenten Geräte sind noch nicht ausgereift und ihre „intelligente Arbeit“ darf nicht auf Kosten der Tierwelt gehen. Wir appellieren an Ihr Mitgefühl und Ihre Verantwortung: Helfen Sie mit, Österreichs Gärten zu einem sicheren Ort für alle Lebewesen zu machen. Ein Leben in Würde – für alle Tiere.
Für weitere Informationen und Tipps, wie Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten können, besuchen Sie bitte unsere Webseite www.tierschutzverein.at.
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Rückfragen & Kontakt:
Alexios Wiklund
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
0660/730 42 91
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