
Österreichischer Tierschutzverein: Unsere Minischweine haben es saugut – Millionen andere nicht
PresseOTS (Wien/Stockerau) Die Minischweine Eberhart und Sigi führen ein glückliches Leben am Assisi-Hof in Stockerau – mit reichlich Platz, frischer Luft und liebevoller Pflege. Doch für über 2 Millionen Schweine in Österreich sieht die Realität ganz anders aus: Sie fristen ihr Dasein auf harten Vollspaltenböden, ohne Auslauf oder weiche Einstreu. Der Österreichische Tierschutzverein fordert daher dringend ein rasches Verbot dieser grausamen Haltung!
Die Minischweine Eberhart und Sigi durchstreifen neugierig ihr Gehege im Auwald, wühlen genüsslich in der Erde und genießen reichlich Platz sowie liebevolle Fürsorge. Am Assisi-Hof des Österreichischen Tierschutzvereins in Stockerau führen sie ein glückliches, artgerechtes Leben. „Schweine sind intelligente und soziale Tiere. Sie verdienen ein Leben mit Auslauf, Einstreu und natürlichen Beschäftigungsmöglichkeiten“, betont Stephanie Lang, Leiterin des Assisi-Hofs in Stockerau. „Tierfreundliche Haltungsformen müssen die Regel werden – nicht die Ausnahme!“
Minischweine Eberhart und Sigi https://tierschutzverein.at/presseaussendung/minischweine-eberhart-und-sigi/
Trist, beengt und grausam
Die traurige Realität der Schweinemast: Enge Ställe, Betonböden, keine Einstreu, kein Auslauf. Die Schweine können ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben – mit fatalen Folgen:
• Krankheiten durch unhygienische Bedingungen
• Verhaltensstörungen wie Schwanzbeißen
• Chronischer Stress ohne Rückzugsmöglichkeiten
Gesetzliche Fortschritte – aber viel zu langsam
In Österreich gibt es laut Statistik Austria rund 2,52 Millionen Schweine – nur 3 Prozent davon werden biologisch gehalten, 97 Prozent in konventioneller Haltung mit den bekannten Problemen. Ein Verbot von Vollspaltenböden wäre längst überfällig. Der Verfassungsgerichtshof hat die geplante Übergangsfrist von 17 Jahren bereits gekippt – klare gesetzliche Vorgaben für bessere Haltungsbedingungen fehlen aber nach wie vor.
Der Österreichische Tierschutzverein fordert daher:
• Rasche Umsetzung des Verbots der Vollspaltenbodenhaltung.
• Verpflichtende Stroheinstreu und mehr Platz pro Tier
• Strengere Kontrollen und eine baldige Umsetzung Tierfreundlicher Standards
Billiges Fleisch verzichtet auf Tierwohl
Viele Menschen befürworten eine bessere Tierhaltung – doch im Supermarkt zählt meist nur der Preis. Billiges Fleisch bedeutet Tierleid! Besonders problematisch: In vielen Restaurants landet nach wie vor Fleisch ohne klare Herkunftskennzeichnung. Eine klare Herkunfts- und Haltungskennzeichnung ist überfällig. Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an Verbraucher, bewusst einzukaufen und auf Fleisch aus tiergerechter Haltung zu setzen.
Haltung von Schweinen verbessern
Der „Tag des Schweins“ soll Bewusstsein für das Leid dieser Tiere schaffen. Jeder kann etwas tun – durch bewussten Konsum und politische Forderungen für eine tierfreundliche Landwirtschaft. Damit Schweine nicht mehr unter unwürdigen Bedingungen leben müssen.
Tierpatenschaft für Eberhart und Sigi https://tierschutzverein.at/was-kann-ich-tun/tierpatenschaft/
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Alexios Wiklund
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