Für uns den Österreichischen Tierschutzverein steht das Wohl der Tiere an erster Stelle.

Hungrig, krank, heimatlos. – Das traurige Schicksal der Streunerkatzen.

Österreichischer Tierschutzverein-Tierschutzwissen: Das Leid der Streunerkatzen

Die Streunerkatzenproblematik ist längst kein „Auslandsproblem“ mehr. Auch in Österreich leben tausende verwilderte Hauskatzen – sogenannte Streunerkatzen – im Verborgenen. Ihr Alltag ist geprägt von Hunger, Krankheiten und ständiger Unsicherheit.

Ein Leben am Rand der Gesellschaft

Das Dasein einer heimatlosen Katze ist ein unermüdlicher Kampf ums Überleben. Ohne regelmäßige Futterquelle, ohne medizinische Versorgung und ohne schützendes Zuhause sind die Tiere extremen Belastungen ausgesetzt.

Hunger, Durst, Parasitenbefall, Infektionskrankheiten, Verletzungen durch Revierkämpfe oder den Straßenverkehr gehören zur Tagesordnung. Viele Tiere sind geschwächt, unterernährt und scheu gegenüber Menschen – nicht aus Bosheit, sondern aus Angst und schlechten Erfahrungen.

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Ursachen der Streunerkatzenproblematik

Die meisten Streunerkatzen sind Nachkommen nicht kastrierter Freigänger- oder Bauernhofkatzen. Bereits eine einzige unkastrierte Katze und ihre Nachkommen können innerhalb weniger Jahre für hunderte weitere Tiere sorgen.

Das Problem betrifft dabei längst nicht nur ländliche Regionen. Auch in Städten bilden sich größere Kolonien verwilderter Hauskatzen – etwa in Parks, Industriegebieten, leerstehenden Gebäuden oder auf Müllplätzen. Dort vermehren sie sich unkontrolliert weiter, wenn keine Maßnahmen gesetzt werden.

Katzen sind äußerst fruchtbar. Eine Katze kann mehrmals im Jahr Junge bekommen. Ohne Kastration wächst die Population rasch – und mit ihr das Leid.

Mehr Tiere bedeuten:

  • mehr Konkurrenz um Futter
  • mehr Krankheiten
  • mehr Revierkämpfe
  • mehr kranke und geschwächte Jungtiere (viele Kitten überleben ihr erstes Lebensjahr nicht!)

Die einzig nachhaltige Lösung: Kastration!

Kastration ist das einzige wirksame und tierschutzgerechte Mittel, um das Katzenelend langfristig einzudämmen. Sie verhindert unkontrollierte Vermehrung und reduziert zudem Revierkämpfe sowie die Ausbreitung bestimmter Krankheiten.

In Österreich gilt eine gesetzliche Kastrationspflicht für alle Katzen mit regelmäßigem Freigang. Diese Regelung ist ein entscheidender Schritt im Tierschutz – kann jedoch nur wirken, wenn sie auch konsequent umgesetzt wird.

Vom Straßenleben in ein sicheres Zuhause

Der Österreichische Tierschutzverein setzt sich tagtäglich für heimatlose Katzen ein. Jahr für Jahr schenken wir zahlreichen Streunerkatzen auf unserem Assisi-Hof in Stockerau Schutz und Fürsorge, pflegen sie gesund und bieten ihnen ein sicheres Zuhause auf Zeit.

Sobald die Tiere gesund und bereit sind, vermitteln wir sie an verantwortungsvolle Katzenfreunde, die ihnen Liebe, Geduld und ein dauerhaftes Zuhause schenken.

Was Sie tun können

  • Lassen Sie Ihre Katze kastrieren – besonders bei Freigang.
  • Melden Sie größere Streunerkatzenkolonien dem zuständigen Tierschutzverein.
  • Unterstützen Sie Kastrationsprojekte in Ihrer Region.
  • Klären Sie in Ihrem Umfeld über die Kastrationspflicht auf.

Nur gemeinsam können wir das Leid der Streunerkatzen nachhaltig reduzieren. Jede kastrierte Katze ist ein Schritt hin zu weniger Tierleid in Österreich.

Helfen Sie mit!

Die Arbeit des Österreichischen Tierschutzvereins ist nur dank Ihrer Hilfe möglich, denn als gemeinnütziger Verein sind wir zur Gänze auf die Unterstützung von Tierfreunden angewiesen. Nur mit Ihrer Spende können wir tierische Notfälle bei uns aufnehmen, tierärztlich versorgen und zu einem neuen Leben verhelfen!
Österreichischer Tierschutzverein-Tierschutzwissen: Das Leid der Streunerkatzen

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