In den Abendstunden, erwacht der Garten zum Leben. Igel, Amphibien und andere Wildtiere sind nachts unterwegs – genau dann, wenn vielerorts auch Mähroboter ihre Runden drehen. Ein Nachtfahrverbot ist daher eine einfache und wirksame Maßnahme, um tausende Tiere zu schützen und unsere Gärten wieder zu sicheren Lebensräumen zu machen.
Wenn die Sonne untergeht, beginnt für viele heimische Wildtiere ihre wichtigste Aktivitätsphase. Igel, Kröten, Frösche und zahlreiche Insekten sind in der Dämmerung und in der Nacht auf Nahrungssuche unterwegs. Viele Mähroboter werden über Nacht in Betrieb genommen und stellen dadurch eine unterschätzte Gefahr dar. Besonders betroffen sind kleine, bodennah lebende oder nachtaktive Tiere, die den Geräten schutzlos ausgeliefert sind.
Lautlose Geräte mit tödlicher Wirkung
Mähroboter arbeiten leise, autonom und werden leider meist unbeaufsichtigt eingesetzt, doch was für uns nach Komfort klingt, birgt für unsere Wildtiere eine unterschätzte Gefahr: Die wenigsten automatischen Rasenmäher können Tiere wahrnehmen und überrollen sie einfach. Besonders unsere Igel sind gefährdet, da sie nachtaktiv sind und erst in der Dämmerung ihr Versteck verlassen, um auf Beutezug zu gehen. Dabei wird ihnen ihr natürlicher Instinkt zum Verhängnis, denn Igel sind keine Fluchttiere. Bei Gefahr rollen sie sich zu einer Kugel zusammen und verteidigen sich mithilfe ihrer rund 7.000 Stacheln vor natürlichen Feinden. Da sie den geräuschlosen Roboter jedoch nicht rechtzeitig wahrnehmen können, haben sie keine Chance – die Folgen sind schwere Verletzungen, die in den meisten Fällen tödlich enden.


Unbeaufsichtigter Betrieb erhöht das Risiko
Ein besonders dramatischer Aspekt ist der häufig unbeaufsichtigte Betrieb dieser Geräte, die oft stundenlang selbstständig ihre Bahnen ziehen, während im Verborgenen Tiere verletzt werden oder verenden. Studien des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung zeigen, wie ernst die Situation ist: Rund 47 Prozent der durch Mähroboter verletzten Igel überleben diese Begegnung nicht.Doch nicht nur Igel sind betroffen. Auch Amphibien, Reptilien sowie zahlreiche Insektenarten werden Opfer der Geräte. Besonders gefährdet sind kleine, langsame oder schutzlose Tiere, die der Technik nicht rechtzeitig ausweichen können.

Vorbilder zeigen: Schutz ist möglich
Mehrere deutsche Städte haben bereits reagiert und Nachtfahrverbote für Mähroboter eingeführt. Unterstützt wird dies auch vom Deutscher Städtetag, der eine einheitliche Regelung fordert. Diese Beispiele zeigen, dass wirksamer Schutz für Wildtiere im Siedlungsraum möglich ist.
Unsere Forderung: Nachtfahrverbot jetzt umsetzen
Der Österreichischer Tierschutzverein setzt sich für klare gesetzliche Regelungen in Österreich ein. Ein Nachtfahrverbot ist ein einfacher und effektiver Schritt, um tausende Tiere zu schützen:
- Nachtfahrverbot für Mähroboter von 20:00 bis 06:00 Uhr
- Verpflichtende Warnhinweise in Gebrauchsanleitungen
- Bessere Aufklärung beim Verkauf der Geräte
Mehr als nur ein Verbot: Naturfreundliche Gärten fördern
Ein kurz geschnittener „englischer Rasen“ bietet kaum Lebensraum für Tiere. Naturnahe Gärten mit heimischen Pflanzen, wilden Ecken und seltener Mahd fördern hingegen die Artenvielfalt und schaffen wichtige Rückzugsorte.
Weniger Mähen bedeutet mehr Leben – für Igel, Insekten und viele andere Arten.

Vorbilder zeigen: Schutz ist möglich
Ein Nachtfahrverbot für Mähroboter schützt Wildtiere dort, wo sie besonders gefährdet, sind: in unseren Gärten.
Unterstützen Sie jetzt diese wichtige Maßnahme und setzen Sie ein Zeichen für den Artenschutz:
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Gärten wieder sichere Lebensräume für Tiere werden.

