Start Wir fordern die Abschaffung der Fiaker-Qualen!

Wir fordern die Abschaffung der Fiaker-Qualen!

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Kutschpferde
Die österreichische Fiaker-Tradition verursacht großes Tierleid und ist schlichtweg nicht zeitgemäß. Die Abschaffung der Fiaker ist längst überfällig. Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Stimme und helfen Sie mit, das Leiden der Kutschpferde nachhaltig zu beenden.

Unterstützen Sie jetzt die Petition zum Fiaker

Petition für die Abschaffung der Fiaker-Qualen:
20.000 Unterschriften werden benötigt

Seit dem tödlichen Zusammenbruch eines Kutschpferds Mitte Juni in Tirol ist das harte Leben der Fiaker-Pferde erneut in aller Munde. Der tragische Vorfall bestätigt: Dem Leiden der Kutschpferde muss endlich ein Ende gesetzt werden – und damit auch der Fiaker-Tradition, mit der eine Vielzahl tierschutzrelevanter Probleme einhergeht.

WIR FORDERN DIE ABSCHAFFUNG DER FIAKER-QUALEN!

Bitte unterstützen Sie diese Petition des Österreichischen Tierschutzvereins mit Ihrer Stimme. Nur gemeinsam können wir das Leid der Kutschpferde in Österreich dauerhaft beenden! 

Der leidvolle Alltag der Tiere führt immer wieder zu hitzigen Debatten zwischen Tierschützern und Fiaker-Betreibern. Die Missstände, denen Kutschpferde in Österreich noch immer ausgesetzt sind, sind weder zeitgemäß noch hinnehmbar. Der Österreichische Tierschutzverein engagiert sich bereits seit Jahren für die Abschaffung der Fiaker in Österreich.

Tierschutzrelevante Probleme

Extreme Hitze

In den Sommermonaten leiden die Tiere Höllenqualen. Denn Pferde spüren Wärme viel intensiver als Menschen. Sie überhitzen daher bis zu zehnmal schneller. Vor allem bei heißen, feuchten Temperaturen ist Vorsicht geboten. Dann reicht nämlich bereits eine gute Viertelstunde moderaten Trainings, damit die Körpertemperatur eines Pferdes sich auf ein gefährliches Level erhöht. Beim Menschen dauert es hingegen drei- bis zehnmal so lange, bis die Werte derart bedenkliche Ausmaße annehmen.

Auf den Standplätzen der Fiaker stehen die Pferde meist in der prallen Sonne. Vor allem in den Sommermonaten birgt dies ein großes Risiko für die Gesundheit der Tiere. Dieses wird häufig mit dem Argument abgetan, dass Pferde zu den Steppentieren gehören, die ihre Körpertemperatur bestens regulieren können. In der Steppe würden die Pferde jedoch weitaus kühlere Plätze aufsuchen, während sich die Hitze in den Städten konzentriert und von Asphalt und Häusern abgestrahlt wird.

Massiver Bewegungsmangel

Damit die Pferde jederzeit für eine Kutschfahrt gerüstet sind, bleiben sie den ganzen Tag lang angeschirrt. Die Folge ist ein massiver Bewegungsmangel. Zudem verbringen die Tiere den Großteil des Tages im Stehen – was völlig gegen ihre Natur ist. Denn da Pferde zu den Fluchttieren zählen, ist ihr ganzer Körper auf Bewegung ausgerichtet.

Gelenkprobleme durch Laufen auf Asphalt

Da sich Fiaker-Pferde den Großteil ihrer Lebenszeit in Städten bewegen, laufen sie permanent auf hartem Asphalt. Dies führt langfristig zu Schäden an den Beinen und Gelenken.

Angebundener Schweif

Um zu verhindern, dass die Pferde mit Kot aus den sogenannten Pooh-Bags (Exkrement-Taschen, mit denen Fiaker-Pferde verpflichtend ausgestattet werden müssen) um sich spritzen, wird ihnen häufig der Schweif am Gespann festgebunden. Für die Pferde ist diese Maßnahme sehr unangenehm, da sie den Schweif normalerweise verwenden, um lästige Insekten bzw. Fliegen zu vertreiben. Auch widerspricht diese Maßnahme dem natürlichen Verhalten der Tiere.

Städtischer Lärm und Straßenverkehr

Pferde gehören nicht in eine Großstadt. Denn, wie bereits erwähnt, zählen Pferde zu den Fluchttieren. Das bedeutet, dass sie ihre Sinne dazu verwenden, Gefahren frühzeitig zu erkennen, um gegebenenfalls davor fliehen zu können. Um zu vermeiden, dass der Fluchtreflex der Tiere zu stark wird, werden Fiaker-Pferden häufig die Ohren zugestöpselt; zusätzlich werden ihre Augen mit Scheuklappen versehen.

„Billige“ Arbeitskräfte

Oft werden Kutschpferde aus östlichen Ländern zu Dumping-Preisen gekauft, um sie gezielt im Fiakerbetrieb einzusetzen, bis sie körperlich völlig am Ende sind. Darunter finden sich oftmals Tiere mit Fußfehlstellungen, für die das ständige Laufen auf dem harten Asphalt eine zusätzliche Qual darstellt.

Kutschpferd
Mit der Fiaker-Tradition geht eine Vielzahl tierschutzrelevanter Probleme einher.

Fehlende Dämpfung zwischen Huf und Eisen

Die Hufbeschläge der Kutschpferde weisen meist starke Mängel auf. Nur bei wenigen Tieren werden Dämpfungen zwischen Huf und Eisen angebracht, um die Gelenke und Knochen auf dem harten Untergrund zu schonen. Bislang wird diese Dämpfung nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Lichtmangel

Es gibt Fiaker-Ställe, die sich in Kellern mitten in der Stadt befinden oder aus anderen Gründen nur wenig Tageslicht einlassen. Die Pferde führen dann ein Leben Dunkelheit. Aufgrund des Lichtmangels haben viele Pferde im Herbst und im Frühling mit starken Depressionen zu kämpfen.

Maulkörbe

Fiaker-Pferde werden häufig zum Tragen von Maulkörben gezwungen. Grund dafür ist, dass viele von ihnen mit den unnatürlichen Belastungen und dem stundenlangen Stillstehen vollkommen überfordert sind. Diese Überforderung drückt sich darin aus, dass die Pferde aggressiv werden oder nach den Passanten oder ihren Pferdenachbarn schnappen. Auch knabbern einige Pferde aus quälender Langeweile am störenden Geschirr. Statt das Unwohlsein dieser Tiere zu berücksichtigen, verpasst man ihnen einen Maulkorb aus Leder oder Plastik, um sie wieder einsatzfähig zu machen. Durch die Maulkörbe wird den Pferden die Atmung erschwert, auch werden sie dadurch in ihrem natürlichen Verhalten noch stärker eingeschränkt.

Verabreichung von Beruhigungsmitteln

Immer wieder gibt es Fälle, in denen Fiaker den Pferden Beruhigungsmittel wie Sedalin verabreichen. Dies führt zu einer Hemmung der Zentralpsychomotorik, wodurch die Pferde weniger schnell erregt werden und die Angst vor dem städtischen Verkehrstrubel verlieren. Auch die Muskeln der Tiere erschlaffen, woraus eine verminderte Motorik resultiert. Diese Pferde werden ihrer Umwelt gegenüber teilnahmslos und gleichgültig, weisen ein vermindertes Schmerzempfinden auf und lassen sich mühelos manipulieren.

Abgeschürftes Fell

Bei genauem Hinsehen weisen Kutschpferde oft massive Fellabschürfungen auf – ein Hinweis darauf, dass das Geschirr nicht optimal passt oder das Pferd nicht richtig bzw. über einen zu langen Zeitraum angeschirrt war.

Kein Heu am Standplatz

Wem von uns knurrt nach ein paar anstrengenden Arbeitsstunden nicht der Magen? Obwohl Kutschpferde den ganzen Tag über schwere Arbeit verrichten, ist an den Standplätzen kein Heu vorhanden.

Unfälle

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen mit Kutschpferden. Allein diese zeigen, wie überfordert die Tiere mit dem hektischen Stadtalltag sind. Verkehrs- und Baustellenlärm, überall schnelle und hektische Bewegungen – kein Wunder, dass die Fluchttiere es da mit der Angst zu tun bekommen. Bereits das geringste unvorhersehbare Ereignis kann ein Pferd zum Durchgehen bringen, sodass den Fiakern eine Kontrolle des Tieres nicht mehr möglich ist.

Mangelnde Wasserversorgung

Viele Fiakerbetriebe verfügen über keine adäquate Tränkanlage, um eine regelmäßige Wasserversorgung der Tiere sicherzustellen. Manche Fiaker nutzen die Möglichkeit des Wasserentzugs gezielt, um die Pferde schlaffer, müder und somit auch ruhiger zu machen.

20.000 Unterschriften werden benötigt

„Die Situation der Fiaker-Pferde in Österreich ist furchtbar. Fluchttiere wie Pferde gehören nicht in die Innenstadt. Leider sind uns nach der aktuellen Gesetzeslage die Hände gebunden. Wir hoffen aber, mit dieser Petition auf das Leiden der Tiere aufmerksam zu machen und genügend Unterschriften sammeln zu können. Dann ist der Druck stark genug, um die Petition den politischen Entscheidungsträgern vorzulegen“, so Erich Goschler vom Österreichischen Tierschutzverein.

All diese Missstände machen traurig und fassungslos. Von einem artgerechten, würdevollen Tierleben kann im Zusammenhang mit Fiaker-Pferden nicht gesprochen werden!

Bitte unterstützen Sie diese Petition des Österreichischen Tierschutzvereins und helfen Sie mit, dem Leiden der Fiaker-Pferde ein Ende zu setzen!

Fiaker
Die Fiaker-Tradition ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß.