Unter dem Deckmantel der Tradition werden im Salzkammergut Singvögel in freier Wildbahn gefangen, in Volieren gehalten und bei Ausstellungen in engen Käfigen zur Schau gestellt. Der Österreichische Tierschutzverein fordert: Schluss mit dieser grausamen Praxis!
Um was geht’s?
Beim Singvogelfang im Salzkammergut werden Stieglitz, Erlenzeisig, Gimpel und Fichtenkreuzschnabel aus der Natur entnommen. Für die Wildtiere bedeutet das enormen Stress, Angst und oft auch Verletzungen oder den Tod. Nach dem Fang werden die Vögel über Monate in Volieren gehalten und später wieder freigelassen. Die lange Gefangenschaft kann ihr natürliches Verhalten beeinträchtigen. Viele Tiere haben Schwierigkeiten, sich nach der Freilassung wieder in der freien Natur zurechtzufinden. Der Österreichische Tierschutzverein macht klar: Tradition darf niemals Tierleid rechtfertigen. Wildvögel gehören in die freie Natur, nicht in Käfige!
Warum jetzt handeln?
Mit einer geplanten Novelle am 15.06.2026 der Oberösterreichischen Artenschutzverordnung soll die bestehende Ausnahmegenehmigung für den Singvogelfang im Salzkammergut langfristig abgesichert werden. Aus Sicht des Österreichischen Tierschutzvereins würde dies den Fortbestand dieser umstrittenen Praxis erleichtern und künftige Bemühungen für ein Ende des Singvogelfangs erschweren. Die Behörde argumentiert, dass die betroffenen Vogelbestände durch den Singvogelfang nicht gefährdet seien. Gleichzeitig soll die Ausnahme weiterhin bestehen bleiben, um den als immaterielles UNESCO Kulturerbe anerkannten Brauch abzusichern.
Wie können wir das verhindern?
Gerade deshalb braucht es jetzt öffentlichen Druck! Die Verantwortlichen müssen erkennen, dass viele Menschen diese Praxis ablehnen und Tierleid nicht als schützenswerte Tradition akzeptieren. Jede Mail erhöht den Druck auf die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger und setzt ein klares Zeichen für einen modernen Tierschutz.
So können Sie helfen
- Sprechen Sie sich gegen die geplante Novelle und gegen den Singvogelfang aus.
- Senden Sie eine Mail an den verantwortlichen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer
- Setzen Sie jetzt ein Zeichen gegen Tierleid im Namen der Tradition.




