Für uns den Österreichischen Tierschutzverein steht das Wohl der Tiere an erster Stelle.

    Österreichischer Tierschutzverein: präventiver Abschuss von Wildtieren ist Bankrotterklärung an den Artenschutz

    Presse

    OTS (Wien) – Die jüngsten politischen Vorstöße in mehreren Bundesländern, den Abschuss geschützter Wildtiere zu erleichtern und künftig sogar präventiv zu ermöglichen, stoßen beim Österreichischen Tierschutzverein auf scharfe Kritik. Die geplanten Maßnahmen bedeuten einen gefährlichen Paradigmenwechsel: Weg vom Schutz bedrohter Arten, hin zu ihrer pauschalen Vorverurteilung und Verfolgung.
    „Es ist nicht akzeptabel, Tiere unter Generalverdacht zu stellen und vorsorglich zum Abschuss freizugeben“, stellt der Österreichische Tierschutzverein klar. Wildtiere wie Wolf, Luchs, Fischotter, Biber oder Reiher erfüllen wichtige Funktionen im Ökosystem.

    Verantwortungsvolles Handeln schützt Biodiversität

    Wer sie als bloße Schadensverursacher darstellt, ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und trägt zur weiteren Schwächung der Biodiversität bei. Nur durch verantwortungsvolles Handeln kann das Gleichgewicht zwischen menschlichen Interessen und dem Schutz unserer heimischen Tierwelt gewahrt bleiben.

    Präventiver Abschuss ist Bankrotterklärung

    „Der präventive Abschuss ist keine Lösung, sondern ein Rückschritt“, betont der Tierschutzverein. „Er öffnet Tür und Tor für willkürliche Eingriffe in geschützte Tierbestände.“ Besonders kritisch sieht der Verein die geplante Verschiebung von Tierarten aus dem Naturschutzrecht in das Jagdrecht. Dadurch sinkt der Schutzstatus, und Eingriffe werden deutlich erleichtert. Gleichzeitig droht ein Verlust klarer Kontrollmechanismen.

    Wildtiere nicht als Schädlinge verteufeln

    Der Artenschutz wird zunehmend als Hindernis wahrgenommen, statt als gemeinsame Verantwortung. Wir brauchen Lösungen, die Mensch und Tier gleichermaßen gerecht werden – keine Schnellschüsse auf Kosten der Natur. Der aktuelle Trend zum präventiven Abschuss zeigt eine bedenkliche Entwicklung in der politischen Prioritätensetzung.

    Der Österreichische Tierschutzverein fordert daher:

    • den Erhalt strenger Schutzbestimmungen für gefährdete Wildtiere
    • den Ausbau von Präventionsmaßnahmen
    • faktenbasierte Entscheidungen statt populistischer Schnellmaßnahmen
    • eine klare Absage an präventive Abschüsse

     

    Rückfragen & Kontakt:
    Alexios Wiklund
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    0660/730 42 91
    wiklund@tierschutzverein.at
    www.tierschutzverein.at/presse

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