
Blackys neues Familenglück © Österrreichischer Tierschutzverein

OTS – (Wien/Stockerau) – Nach schweren Bissvorfällen galt Mischling Blacky als unvermittelbar. Doch Hundetrainerin Viktoria Telloglou vom Assisi-Hof in Stockerau gab ihn nicht auf. Nach über zwei Jahren intensiver Therapie hat Blacky eine erstaunliche Wandlung abgeschlossen: Aus dem traumatisierten Problemhund ist ein glücklicher Vierbeiner geworden, der nun sein passendes Zuhause gefunden hat.
Viktoria Telloglou liebt Hunde über alles. Die gebürtige Griechin Viktoria Telloglou arbeitete zwölf Jahre lang mit Straßenhunden in Thessaloniki. Dabei lernte sie, die Körpersprache der Tiere richtig einzuordnen und ihre verborgenen Ängste zu erkennen. Diese Erfahrung half ihr im Umgang mit dem verhaltensauffälligen Blacky. Der neunjährige Rüde wurde wegen schwerer Bissvorfälle im Frühjahr 2024 am Assisi-Hof in Stockerau abgegeben.
Zahlreiche Besitzerwechsel hatten sein Vertrauen in den Menschen zerstört. „Er war misstrauisch und ließ keine Berührungen zu. Bei Unsicherheit zeigte er sofort die Zähne“, erinnert sich Telloglou. Doch hinter seinem aggressiven Verhalten erkannte sie eine tiefsitzende Angst.
Bei Blacky war anfangs Vorsicht geboten. Deshalb begann die Betreuung durch Sicherheitsgitter, das ein erstes Kennenlernen ohne direkten Kontakt ermöglichte. „Sein Körper war angespannt, die Rute zwischen die Hinterbeine geklemmt, und er war ständig in Alarmbereitschaft“, beschreibt die erfahrene Hundetrainerin seinen damaligen Zustand.
Statt ihn zu bedrängen, setzte sie auf Ruhe, klare Grenzen und ausreichend Abstand. Ziel war es, Situationen zu vermeiden, in denen Blacky sich bedroht fühlte, und ihm schrittweise neue, positive Erfahrungen zu ermöglichen. Nach rund sechs Wochen zeigte sich eine erste Veränderung. Blackys Blick wirkte weicher, seine Anspannung ließ nach.
Dann kam es zum Schlüsselmoment, den Viktoria Telloglou bis heute in Erinnerung hat: Blacky streckte seine Pfote durch das Gitter und berührte ihre Hand. Blacky schien von sich aus Kontakt aufnehmen zu wollen. Sie öffnete die Tür. Blacky kam zu ihr herein und schmiegte sich in ihre Arme. „Das war der Wendepunkt. Ich hatte endlich sein Vertrauen gewonnen. Blacky war bereit für einen Neuanfang.“
Beim weiteren Training erkannte sie schließlich: Blacky sehnte sich nach Freiheit. Er genoss lange Spaziergänge und wurde mit der Zeit immer entspannter und verspielter.
Aus dem großen schwarzen Problemhund wurde ein verlässlicher, glücklicher Vierbeiner. Viktoria Telloglou ist stolz auf Blacky.
Nach mehr als zwei Jahren intensiver Therapie fand Blacky im Oktober einen erfahrenen Hundehalter, der seine Bedürfnisse versteht, auf ihn eingeht und ihm ein liebevolles, dauerhaftes Zuhause schenkt. Auch mit Peaches, seinem neuen vierbeinigen Freund, versteht sich Blacky auf Anhieb bestens. Damit steht einem gelungenen Neustart nichts im Weg.
Der Österreichische Tierschutzverein betont, wie wichtig es ist, bei verhaltensauffälligen Hunden genau hinzusehen. Ein Hund, der knurrt oder schnappt, ist keineswegs automatisch böse oder hoffnungslos. Meistens stecken tiefsitzende Traumata, Stress oder schlechte Erfahrungen dahinter, wie Blackys Geschichte zeigt. Entscheidend ist, Auslöser frühzeitig zu erkennen und klar zu kommunizieren, um Sicherheit für Mensch und Tier zu gewährleisten.
„Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, auch künftig Tieren zu helfen, die besonders viel Zeit, Geduld und professionelle Betreuung brauchen“, sagt Viktoria Telloglou. Denn kein Tier sollte aufgegeben werden, nur weil sein Weg ins Glück länger dauert.
https://tierschutzverein.at/was-kann-ich-tun/spenden/
Rückfragen & Kontakt:
Alexios Wiklund
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0660/730 42 91
wiklund@tierschutzverein.at
www.tierschutzverein.at/presse