
Österreichischer Tierschutzverein fordert Elektrokutschen statt Pferde-Fiaker
PresseOTS (Wien/Reutte) – Der Österreichische Tierschutzverein (ÖTV) fordert das Aus für Fiaker-Pferde in der Wiener Innenstadt und die Umstellung auf Elektrokutschen. Damit soll das unnötige Leiden der Pferde beendet und die touristische Attraktion nachhaltig gestaltet werden. Die Hitze-Diskussion lenkt nur vom eigentlichen Problem ab.
Seit 2005 fordert der Österreichische Tierschutzverein das Ende für Pferdekutschen in der Innenstadt, da Fiaker längst keine zeitgemäße Tourismusattraktion mehr sind.
In Wien gibt es über 300 registrierte Fiaker-Pferde. Für die sensiblen Tiere ist der Wiener Großstadtverkehr mit seinem permanenten Lärm und den Abgasen ein wahrer Alptraum. Denn Pferde sind Fluchttiere und trotz Scheuklappen im Straßenverkehr ständig gestresst und reizüberflutet.
Hitze-Diskussion ist Nebelgranate
Das Ziehen der schweren Kutschen über das Kopfsteinpflaster ist besonders bei brütender Sommerhitze eine Tortur. 2008 gab es in Wien 8 Hitzetage (Temperaturen über 30 Grad Celsius). 2018, nur zehn Jahre später, waren es bereits 37 Hitzetage. Während wir also jedes Jahr neue Hitzerekorde verzeichnen, leiden die Arbeitstiere weiter auf Wiens Straßen. Die immer wieder aufflammende Hitze-Diskussion lenkt jedoch nur vom eigentlichen Problem ab. Dass Pferde nicht ins Straßengetümmel der Großstadt, sondern in die Natur gehören.
Geruchlose Alternative: Elektrokutschen
Alfons Hargaßner, Geschäftsführer des Österreichischen Tierschutzvereins: „Die einzig sinnvolle Alternative, um das unnötige Leiden der Fiaker-Pferde zu beenden, ist daher der Umstieg auf Elektrokutschen!“
Diese sind umweltfreundlich, verursachen keine schädlichen Emissionen und reduzieren die Lärmbelastung in belebten Innenstädten. „Im Gegensatz zu den Fiaker-Pferden müssen sie ihr Geschäft nicht auf der Straße verrichten, was besonders an den heißen Tagen stinkt.“ Vom Verschwinden der Fiaker-Pferde aus dem Straßenbild würden auch jene Autofahrer profitieren, die bisher im Schritttempo hinter der Kutsche herfahren mussten.
Mit der Petition des Österreichischen Tierschutzvereins für den Umstieg auf Elektro-Kutschen https://shorturl.at/VD8fN kann die Bevölkerung jetzt den Gesetzgeber direkt auffordern, endlich eine nachhaltige Lösung des Problems umzusetzen.
ÖTV leistet vorbildlichen Pferdeschutz
Keine andere Organisation in Österreich kümmert sich so sehr um in Not geratene Pferde wie der Österreichische Tierschutzverein. Bereits in der Vergangenheit betrieb der Österreichische Tierschutzverein ein eigenes Pferdeheim vor den Toren Wiens. Und heute ist unsere Pferdeklappe in Reutte, Tirol, nicht nur die erste, sondern auch die einzige Betreuungseinrichtung für Pferde in Not in Österreich.
Seit 1. Oktober 2021 werden in der Pferdeklappe des Österreichischen Tierschutzvereins misshandelte und vernachlässigte Pferde aufgenommen, liebevoll wieder gesundgepflegt und auf ein passendes Zuhause vorbereitet, das wir für sie mit unserem Netzwerk finden. Auch danach bleiben die Pferde ihr ganzes Leben lang unter unserem Schutz. Ihren neuen Halter*innen stehen wir mit Rat und Tat zur Seite.
Pferdeklappe hat über 100 Pferde gerettet
Alfons Hargaßner: „Bisher konnten wir in der Pferdeklappe schon über 100 Pferde retten, für 78 von ihnen haben wir ein glückliches, artgerechtes Zuhause gefunden. Damit sind wir ein Vorbild für einen respektvollen Umgang mit Pferden, der auf gegenseitigem Verständnis und Mitgefühl beruht.“
Nur durch die regelmäßigen Spanenden und Hofpatenschaften unserer Tierfreund*innen ist es uns möglich, die hohen laufenden Kosten für dieses vorbildliche Pferdeschutz-Projekt zu decken. Am 28. September 2024 feiern wir drei Jahre Pferdeklappe in Reutte mit einem Tag der offenen Tür. Alle Tierfreund*innen sind herzlich eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Arbeit des Tierschutz-Hofs kennenzulernen.
Fotolink: https://shorturl.at/fFlY4
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Alexios Wiklund
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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