
Österreichischer Tierschutzverein warnt: Sommerzeit ist Haustierabschuss-Zeit, und fordert klares Verbot mit Petition!
PresseOTS (Wien) Der Sommer ist die Zeit, in der viele Haustiere Opfer des grausamen Haustierabschusses werden. Mindestens 30.000 Hunde und Katzen sterben jedes Jahr durch Jäger*innen, die sie als Bedrohung für Wildtiere sehen. Der Österreichische Tierschutzverein kann diese Grausamkeit nicht länger hinnehmen und ruft mit einer Petition zum Handeln auf. Helfen Sie mit, diese brutale Praxis zu stoppen, und unterschreiben Sie.
Vermisst oder schon erschossen
Jeder kennt die Plakate und Online-Meldungen „Hund entlaufen“, „Katze vermisst“. Viele dieser Tiere werden Opfer einer umstrittenen Praxis: dem Haustierabschuss durch Jäger*innen. Diese schützen damit nach eigenen Angaben das Wild vor wildernden Hunden und streunenden Katzen.
Der Haustierabschuss stürzt viele Tierbesitzer*innen jedoch in tiefe Trauer und Verzweiflung, wenn sie erfahren, dass ihre geliebten Tiere nie wieder nach Hause kommen. Sie verlieren ein Familienmitglied auf grausamste Weise für immer.
Aktuelle Rechtslage: Gefahr für Haustiere
Nach derzeitiger Rechtslage darf ein Jäger einen Hund erschießen, wenn dieser beim Wildern ertappt wird oder sich außerhalb der Rufweite seines Halters befindet. In Niederösterreich sind Jäger*innen sogar verpflichtet, wildernde Hunde zu erschießen. Katzen dürfen ab einer Entfernung von 300 Metern zum nächsten bewohnten Gebäude geschossen werden. Diese Regelungen stellen eine erhebliche Gefahr für alle freilaufenden Haustiere dar.
Hunde und Katzen unter Generalverdacht
Freilaufende Hunde und Hauskatzen werden oft pauschal als Bedrohung für Wildtiere angesehen. Das führt zu schockierenden Schlagzeilen wie „Jäger erschießt Hund von Tierärztin am Semmering“ oder „Tierquälerei: Jäger erschießt 66 Katzen“. Diese grausamen Taten lösen in der Bevölkerung großes Entsetzen und völliges Unverständnis aus.
Jagd auf Heimtiere ist unverhältnismäßig
Fakt ist: Mehr als 30.000 Hunde und Katzen werden jährlich von Jäger*innen erschossen. Das Absurde daran: Tausende Haustiere müssen sterben, weil Jäger*innen damit angeblich Wildtiere schützen, die sie später selbst gezielt töten.Laut Statistik Austria erlegt die österreichische Jägerschaft jährlich rund 750.000 Wildtiere.
Im Vergleich zum Straßenverkehr nimmt sich der vermutete Schaden, den Haustiere angeblich im Wildbestand anrichten, bescheiden an. Auf Österreichs Straßen sterben laut Statistik Austria jährlich rund 90.000 Wildtiere, vor allem Rehe und Hasen. Erschreckende Zahlen. Und noch eine Zahl, die zeigt, wie absurd eigentlich die reale Bedrohung der Wildtiere durch die Haustiere ist: jedes Jahr kommen 10.000 Rehkitze durch Mähdrescher in Österreich ums Leben.
Haustierabschuss stoppen: Jetzt Petition unterstützen!
Rund 130.000 Berufs- und Hobbyjäger*innen in Österreich haben derzeit das Recht, zur Waffe zu greifen, wenn sie den Verdacht des Wilderns haben. Oft reicht schon die bloße Vermutung. Das bedeutet, dass Tausende Haustiere in Österreich ständig der tödlichen Gefahr ausgesetzt sind, im Kugelhagel zu enden.
Alfons Hargaßner, Geschäftsführer des Österreichischen Tierschutzvereins: „Wir fordern ein sofortiges Verbot des Abschusses von Haustieren. Dieser brutale Akt ist keine Lösung und widerspricht zutiefst den Grundsätzen des Tierschutzes. Unterstützen Sie unsere Petition für ein Ende dieser grausamen Praxis. Setzen Sie ein Zeichen gegen die Tötung von Haustieren.“
Gemeinsam für den Schutz der Artenvielfalt
Der Abschuss von Haustieren ist in Österreich tragische Realität. Aber muss dieser Wahnsinn wirklich so weitergehen? Der Österreichische Tierschutzverein ist überzeugt, dass es bessere Lösungen gibt. Jedes Tier ist schützenswert. Ein harmonisches Zusammenleben liegt uns am Herzen. Deshalb bitten wir alle Hunde- und Katzenhalter*innen, ihren Beitrag zu leisten, um ihre Lieblinge zu schützen. Lassen Sie uns gemeinsam verhindern, dass unsere Haustiere streunen und wildern.
Damit tragen wir auch zum Schutz aller Tiere und zum Erhalt der Artenvielfalt bei, die das ökologische Gleichgewicht sichert.
Tiere selbst besser schützen
Hundehalter*innen: Bitte nehmen Sie die Aufsichts- und Leinenpflicht ernst. Halten Sie Ihre Hunde sicher und beaufsichtigt. Katzenbesitzer*innen, auch wenn es nicht einfach ist: Achten Sie darauf, dass Ihre Samtpfoten keine unkontrollierten Streifzüge durch die Natur unternehmen, insbesondere während der Aufzuchtmonate der Jungvögel. So tragen wir zum Schutz der Vogelpopulationen bei.
Problem Streunerkatzen
Nach Schätzungen der Veterinärmedizinischen Universität leben in Wien bis zu 5.000 Streunerkatzen. Diese Tiere, oft Nachkommen entlaufener oder ausgesetzter Hauskatzen, kämpfen mit Hunger, Krankheiten und Verletzungen. Das Einfangen und Kastrieren dieser Tiere ist gelebter Tierschutz und notwendig, um die Population zu kontrollieren.
Katzen sind erstaunlich fruchtbar: Bis zu dreimal im Jahr können sie Junge bekommen, die bereits mit fünf Monaten wieder paarungsbereit sind. So können aus zwei Katzen in nur fünf Jahren über tausend Katzen werden!
Kastration: Ein notwendiger Schritt
Seit 2005 besteht daher eine gesetzliche Kastrationspflicht für alle Katzen mit regelmäßigem Freigang. Leider wird diese Regelung oft nicht beachtet. Dabei hat die Kastration viele Vorteile für die Tiere: Sie verringert das Risiko hormonell bedingter Erkrankungen und reduziert Streuner- und Markierverhalten.
Gemeinsam für den Tierschutz: Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Ihre Spende hilft uns, uns weiterhin für die Rechte und den Schutz der Tiere einzusetzen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere geliebten Haustiere sicher und behütet aufwachsen können.
Fotolink: https://shorturl.at/vKlHl
Rückfragen & Kontakt:
Alexios Wiklund
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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