
Alfred Kofler & Mary Assisi-Hof 1 © Österreichischer Tierschutzverein

OTS (Wien/Stockerau) – Esel-Oma Mary ist nach mehreren Wochen Behandlung an der Vetmeduni Wien wieder zurück am Assisi-Hof in Stockerau. Die 20-jährige Eselin leidet an der schmerzhaften Hufkrankheit „White Line Disease“. Ihr Zustand ist stabil, doch die Heilung dauert und ist kostenintensiv.
„Mary begann plötzlich stark zu lahmen. Ihre Schritte wurden unsicher und waren sichtbar schmerzhaft. Selbst kurze Wege zum Futtertrog wurden für sie zur großen Belastung“, schildert Alfred Kofler, Leiter der Tierpflege am Assisi-Hof. Für das Team stand rasch fest, dass es sich nicht um eine normale Alterserscheinung handelt.
Nachdem erste tierärztliche Untersuchungen keine eindeutige Ursache lieferten, wurde Mary in die Veterinärmedizinische Universität Wien gebracht. Dort folgte die Diagnose: White Line Disease – eine schmerzhafte und oft unterschätzte Hufkrankheit. „Dabei dringen Keime in das Hufhorn ein und zerstören es von innen. Es entstehen Hohlräume, das Horn verliert seine Stabilität und bricht. Jeder Schritt wird zur Qual“, erklärt Alfred Kofler.
Um Mary zu helfen, mussten Tierärzt:innen große Teile des erkrankten Hufes entfernen. Es folgten intensive medizinische Behandlungen und ein umfassender Therapieplan. Wochenlang wurde die Eselin stationär betreut, bis sich ihr Zustand stabilisierte und sie schließlich an den Assisi-Hof zurückkehren konnte. Dort wurde sie bereits sehnsüchtig von ihren tierischen Weggefährten Aristoteles, Sokrates und Mädi erwartet.
Die Pflege bleibt weiterhin intensiv: „Mary trägt spezielle orthopädische Hufschuhe mit schützenden Socken, die ihre empfindlichen Hufe entlasten“, erklärt Kofler. Täglich werden ihre Hufe gereinigt und medizinisch versorgt.
Zusätzlich erhält sie hochwertiges Spezialfutter mit wichtigen Mineralstoffen, um das Nachwachsen gesunden Hufhorns zu fördern. Auch das Eselgehege wird angepasst. Tierpfleger Kofler: „Der Boden im Gehege soll die Belastung für Mary so gering wie möglich halten.“
Trotz erster Fortschritte steht Mary noch am Anfang ihrer Genesung. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen, orthopädische Hilfsmittel und gezielte Nährstoffversorgung bleiben entscheidend, damit sie eines Tages wieder schmerzfrei gehen kann.
„Mary ist eine Kämpferin. Sie zeigt jeden Tag, wie stark ihr Lebenswille ist. Jetzt liegt es an uns, ihr die bestmögliche Unterstützung zu geben“, betont Hofleiterin Stephanie Lang.
Die umfangreiche Behandlung und Pflege über mehrere Wochen hinweg ist mit hohen Kosten verbunden – der Österreichische Tierschutzverein bittet daher dringend um Unterstützung.
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