Für uns den Österreichischen Tierschutzverein steht das Wohl der Tiere an erster Stelle.

    Österreichischer Tierschutzverein: Katzenkastration ist aktiver Tierschutz

    Presse

    OTS (Wien/Stockerau) Obwohl in Österreich bereits seit 20 Jahren eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen gilt, wird sie allzu oft ignoriert. Die traurigen Folgen? Immer mehr Streunerkatzen, die leiden und ums Überleben kämpfen. Am 27. Februar ist Weltkastrationstag. Lass deine Katze kastrieren! So verhinderst du unnötiges Tierleid!

    Bruno, Berta, Betty und Bubble – die vier scheuen Kätzchen leben am Assisi-Hof in Stockerau. Sie wurden vor wenigen Monaten völlig verwahrlost und hungrig gerettet. Sie gehören zu den unzähligen Streunerkatzen, die ohne menschliche Hilfe kaum eine Überlebenschance hätten. Ihr Vertrauen zu gewinnen und sie in ein passendes Zuhause zu vermitteln, ist eine große und zeitaufwendige Herausforderung für das Pflegeteam, wie schon der Fall des Streunerkatzenbabys Ilvy gezeigt hat.

    Happy End für Streunerkätzchen Ilvy https://tierschutzverein.at/presseaussendung/gerettet-versorgt-vermittelt/
    Video: https://www.youtube.com/watch?v=M5kUhy1UgNY

    Hunger, Krankheiten und Verletzungen

    Auch ihre Geschichte war kein Einzelfall: In ganz Österreich gibt es Tausende Streunerkatzen, die unter Hunger, Krankheiten und Verletzungen leiden. Alfred Kofler, Leiter der Tierpflege am Assisi-Hof Stockerau: „Durch die wachsenden Streuner-Populationen können sich Infektionen wie Katzenschnupfen oder Immunschwäche schnell ausbreiten. Das ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Freigänger-Katzen.“

    Weltweiter Kastrationstag

    Alexios Wiklund, Pressesprecher des Österreichischen Tierschutzvereins: „Der 27. Februar ist der weltweite Kastrationstag (World Spay Day) – ein wichtiger Tag, um auf das Leid streunender Tiere und die Problematik ungeplanter Würfe aufmerksam zu machen. Nur durch verantwortungsbewusste Kastration können wir dieses Tierleid verhindern!“

    Kastrationspflicht für alle Katzen mit Freigang

    In Österreich besteht seit 20 Jahren eine gesetzliche Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen – mittlerweile auch für Tiere, die am Bauernhof leben. Doch viele ignorieren leider diese Pflicht oder sie wissen gar nicht davon.

    Sparen vergrößert Problem

    Alfred Kofler: „Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Hauskatzen am Assisi-Hof in Stockerau landen, die nicht kastriert, geimpft und gechipt sind. Das belastet mittlerweile unser Spendenbudget. Kastrieren, Impfen und Chippen kosten bis zu 250 Euro, die sich viele lieber sparen. Das führt aber dazu, dass sich die Katzen unkontrolliert vermehren können und immer mehr Tiere auf der Straße landen.“

    Katzenbaby gefunden – was tun? https://tierschutzverein.at/katzenbaby-gefunden/

    Katzen sind erstaunlich fruchtbar

    Mit rund 2 Millionen Katzen ist Österreich ein wahres Paradies für die Fellnasen. Die meisten davon sind Freigänger. Das Problem: Ihr Sexualverhalten. Bis zu dreimal im Jahr können Katzen Junge bekommen, die bereits mit fünf Monaten wieder paarungsbereit sind. So können aus zwei Katzen in nur fünf Jahren über tausend Katzen werden!

    5.000 Streunerkatzen in Wien

    Nach Schätzungen der Veterinärmedizinischen Universität leben allein in Wien bis zu 5000 Streunerkatzen. Diese Tiere sind meist Nachkommen von ausgesetzten oder entlaufenen Hauskatzen. Sie streunen durch Gärten und Siedlungen, leben in verfallenen Industriegebäuden, Friedhöfen und hinter Holzstößen und vermehren sich unkontrolliert.

    Problem für die Artenvielfalt

    Die wachsende Zahl an streunenden Katzen ist ein Problem für die Artenvielfalt. Sie sind geschickte Jäger und gefährden viele heimische Vogel- und Kleintierarten. Besonders besorgniserregend ist, dass 17 Prozent der erfassten Beutearten auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen.

    Vorbeugung für den Artenschutz

    Streunerkatzen gehören niemandem. Daher übernimmt in Niederösterreich das Land zwei Drittel der Tierarztkosten, das restliche Drittel trägt die jeweilige Gemeinde, in der das Streunerkatzenproblem eingedämmt werden soll. Sie ist ein Routineeingriff beim Tierarzt. Die Kosten? Für Katzen bis zu 120 Euro, für Kater bis zu 80 Euro. Das Leid, das dadurch verhindert wird, ist jedoch unbezahlbar.

    Gemeinsam das Leid der Katzen verringern

    Wer seine Katze kastrieren lässt, verhindert Tierleid und schützt andere Tiere. Alexios Wiklund: „Der Österreichische Tierschutzverein ruft daher dringend dazu auf, alle Freigängerkatzen kastrieren zu lassen und die gesetzliche Pflicht einzuhalten.” Gleichzeitig werden Spenden benötigt, um weiterhin Streunerkatzen helfen zu können. Nur durch verantwortungsbewusstes Handeln kann das Leid der Katzen verringert werden.

    Österreichischer Tierschutzverein https://tierschutzverein.at/

    Fotos: www.tierschutzverein.at/presse

    Rückfragen & Kontakt:
    Alexios Wiklund
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    0660/730 42 91
    wiklund@tierschutzverein.at
    www.tierschutzverein.at/presse

     

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Streunerkatzen Bruno, Berta, Betty und Bubble am Assisi-Hof in Stockerau ©OeT
Ilvy 3 Wochen ©OeTV
Tierpfleger Alfred Kofler Hufpflege Eselin Mädi ©OeTV
Junge Streuner Bruno, Berta, Betty und Bubble ©OeT
Streunerkätzchen Bruno ©OeTV
Streunerkätzchen Betty & Berta ©OeTV

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