
- Nachtfahrverbot für Mähroboter von 20 bis 6 Uhr
- Verpflichtende Warnhinweise in Gebrauchsanleitungen
- Aufklärung beim Online- sowie stationären Verkauf
Österreichischer Tierschutzverein fordert Nachtfahrverbot für Mähroboter um Igel und andere Wildtiere zu schützen
PresseOTS (Wien) – Mähroboter werden nachts zur tödlichen Gefahr für Igel und andere Wildtiere. Deshalb haben Köln, Leipzig, Mainz und andere deutsche Städte entsprechende Maßnahmen ergriffen. Der Österreichische Tierschutzverein fordert nun vom Gesetzgeber, dem deutschen Vorbild zu folgen und rasch eine einheitliche Regelung für Österreich zu schaffen, um Igel und andere Wildtiere zu schützen.
Wenn die Sonne untergeht, fahren in Österreichs Gärten tausende Mähroboter lautlos ihre Runden – für Wildtiere endet das allzu oft tödlich. Igel, Kröten und junge Vögel haben gegen die scharfen Klingen der Geräte keine Chance. „Ein Nachtfahrverbot für Mähroboter ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt, um tausende Wildtiere vor Verstümmelung oder Tod zu schützen“, sagt Alexios Wiklund, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins.
Politik ignoriert Problem
„Bereits im Mai 2024 forderte der Österreichische Tierschutzverein von der verantwortlichen Politik, ein Nachtfahrverbot für Mähroboter in ganz Österreich zu beschließen. Doch seither ist nichts passiert”, so Alexios Wiklund. „Daher starten wir nun eine Petition und fordern eine bundesweite Regelung.“
Jetzt Petition unterschreiben!
Jetzt unterschreiben und ein klares Zeichen für den Schutz unserer Wildtiere in unseren Gärten setzen. Eine nächtliche Mähroboterpause schützt Österreichs Artenvielfalt und gibt dem Garten sowie seinen tierischen Bewohnern eine wichtige Verschnaufpause.
Petition Nachtfahrverbot für Mähroboter https://tierschutzverein.at/petitionen/maehroboter/
Unsere Forderungen auf einen Blick:
Österreich soll deutschem Vorbild folgen
In den deutschen Großstädten Köln, Leipzig, Düsseldorf, Bremen oder Mainz gilt bereits ein Nachtfahrverbot für Mähroboter. Sogar der Deutsche Städtetag verlangt eine bundesweit einheitliche Regelung und will zudem die Hersteller stärker in die Pflicht nehmen. So ernst ist mittlerweile die Lage.
Heimischer Igel besonders gefährdet
Der heimische Braunbrustigel steht in Österreich bereits auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Mähroboter verschärfen die Situation zusätzlich, da Igel vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind. Auf der Suche nach Nahrung werden sie häufig von den „smarten Geräten“ erfasst. Das Problem: Die Igel laufen vor Gefahren nicht davon, sondern bleiben möglichst ruhig stehen.
Fast die Hälfte der verletzten Igel überlebt nicht
Mähroboter sind nach Studien des Leibniz‑Instituts für Zoo‑ und Wildtierforschung eine wachsende Gefahr für Igel, weil sie die stacheligen Tiere nicht erkennen und bei nächtlichem, unbeaufsichtigtem Einsatz schwere Verletzungen oder den Tod verursachen können – rund 47 Prozent der verletzten Igel überlebten nicht.
Amphibien und Insekten häufig Opfer
Doch nicht nur Igel sind betroffen: Auch Frösche und Kröten – insbesondere Jungtiere –, sowie Blindschleichen, Eidechsen und andere kleine Reptilien werden häufig Opfer der Geräte. Ebenso geraten immer wieder Jungvögel, die noch nicht richtig fliegen können, in die Geräte. Außerdem werden Insekten wie Käfer, Spinnen, Grashüpfer, Schmetterlingsraupen von Mährobotern massenhaft zerhäckselt.
Englischer Rasen ist ökologische Wüste
Der Österreichische Tierschutzverein empfiehlt, ganz auf den Einsatz von Mährobotern zu verzichten und die Wiese wachsen zu lassen – zum Schutz der Tiere und zur Förderung der Biodiversität. Ein perfekt getrimmter „englischer Rasen“ bietet nämlich weder Nahrung noch Schutz. Weniger mähen, mehr Vielfalt zulassen. Heimische Pflanzen, wilde Ecken und Rückzugsräume im Garten sind das Beste, was man für Tiere tun kann.
Tierfreundlicher Garten: https://tierschutzverein.at/dein-garten-als-arche-noah-7-tipps-fuer-ein-lebendiges-tierparadies/
Igel-Studien des Leibniz‑Instituts für Zoo‑ und Wildtierforschung: https://www.izw-berlin.de/de/pressemitteilung/neue-forschung-zu-schnittverletzungen-bei-igeln-durch-maehroboter-entdeckt-erhebliches-aber-loesbares-tier-und-artenschutzproblem.html
Rückfragen & Kontakt:
Alexios Wiklund
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0660/730 42 91
wiklund@tierschutzverein.at
www.tierschutzverein.at/presse



