
- Gruppenhaltung: Mindestens zwei Meerschweinchen zusammen, idealerweise ein kastriertes Männchen mit mehreren Weibchen
- Großzügiges Gehege: Mindestmaße von 10 Quadratmetern, optimal mit einer Rennstrecke von mindestens 2 Metern Länge.
- Strukturierte Umgebung: Häuschen, Tunnel, Rampen und Äste bieten Abwechslung und Schutz.
- Freilauf: Täglich 1-2 Stunden, bei kleineren Gehegen sogar 2-3 Stunden Auslauf.
- Ernährung: Frisches Heu, Gemüse und natürliches Futter, keine Fertigmischungen mit Zucker oder Getreide.
- Beschäftigung: Futterspiele, Verstecke und Suchspiele halten Meerschweinchen geistig und körperlich aktiv.
Österreichischer Tierschutzverein entsetzt: Meerschweinchen Robert wie Müll entsorgt!
PresseOTS (Wien/Stockerau) Meerschweinchen Robert wurde herzlos in einem Papiersack entsorgt, als wäre er Müll. Zum Glück wurde er rechtzeitig gerettet und am Assisi-Hof in Stockerau medizinisch versorgt. Der Österreichische Tierschutzverein fordert mehr Verantwortung im Umgang mit Haustieren, setzt sich für artgerechte Haltung ein und bittet um Unterstützung, um noch mehr Tieren helfen zu können.
Kaum zu glauben, aber für Meerschweinchen Robert war sein bisheriges Leben ein Albtraum. Der kleine Nager wurde rücksichtslos in einem Papiersack am Straßenrand entsorgt und seinem grausamen Schicksal überlassen. Wir können uns kaum vorstellen, wie lange er in dieser trostlosen Situation ausharren musste und welche Ängste er durchlitten hat.
Bürgermeisterin alarmiert Assisi-Hof in Stockerau
Ein aufmerksamer ehemaliger Gemeindebediensteter entdeckte das verängstigte Meerschweinchen. Er verständigte die Bürgermeisterin von Leitzersdorf, Sabine Hopf, die das Meerschweinchen abholte, erstversorgte und zum Assisi-Hof in Stockerau brachte.
Meerschweinchen am Straßenrand ausgesetzt
Bürgermeisterin Hopf zeigte sich entsetzt: „Es ist unfassbar, ein wehrloses Meerschweinchen einfach am Straßenrand auszusetzen, als wäre es Müll. Kein Tier verdient so eine Behandlung! Wer ein Haustier hat, trägt Verantwortung. In unserem Bezirk gibt es genug Tierschutzeinrichtungen, die helfen können. Jetzt ist er am Assisi-Hof in Stockerau in Sicherheit und in besten Händen.“ Robert wird nun liebevoll umsorgt und bekommt die medizinische Behandlung, die er dringend benötigt.
Robert hatte starken Parasitenbefall
Stephanie Lang, Leiterin des Assisi-Hofs in Stockerau: „Als Robert zu uns kam, war sein Zustand besorgniserregend. Sein schwacher, kleiner Körper war von Haarlingen befallen – unbehandelt kann das für ein immunschwaches Meerschweinchen bedrohlich sein“. Daher ist er derzeit noch in Quarantäne. Dank unserer engagierten Tierpfleger hat Robert nun die besten Chancen auf ein gesundes und artgerechtes Leben am Assisi-Hof in Stockerau.
Haustiere auszusetzen ist in Niederösterreich strafbar
So erschreckend Roberts Geschichte auch ist – er ist kein Einzelfall! Er dürfte ein süßes Weihnachtsgeschenk gewesen sein, das nach einigen Wochen einfach nicht mehr interessant war. Immer wieder werden Meerschweinchen und andere Haustiere vernachlässigt, falsch gehalten oder wie Robert gar ausgesetzt.
Stephanie Lang: „Auf sich allein gestellt haben sie nur geringe Überlebenschancen. Dabei sind diese sanften, schutzlosen Tiere auf unsere Verantwortung angewiesen. Wer sie hält, sollte sich vor dem Kauf bitte gut informieren. Wir helfen gerne dabei. Und ihnen ein möglichst artgerechtes Zuhause bieten.“
Was Meerschweinchen wirklich brauchen
Meerschweinchen sind sehr soziale Tiere, die in Gruppen leben und artgerechte Bedingungen benötigen. Sie stammen ursprünglich aus Südamerika und bewohnen dort Graslandschaften, Waldränder und Hochlandregionen bis in 4000 Meter Höhe. Stephanie Lang: „Sie sind tagaktiv und brauchen viel Platz und Bewegung. Was viele nicht wissen: Meerschweinchen sind schreckhafte Fluchttiere und daher nicht als Kuscheltiere geeignet.“
Damit sie gesund und glücklich bleiben, sind folgende Punkte entscheidend:
Wer ein Haustier hat, trägt dafür Verantwortung
Wer sein Meerschweinchen – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr erhalten kann, sollte sich unbedingt an eine Tierschutzeinrichtung wie den Assisi-Hof in Stockerau wenden. Dort bekommt das Tier – wie jetzt Robert – eine zweite Chance. Hofleiterin Stephanie Lang: „Mit einer Patenschaft können Sie dazu beitragen, dass Ihr Tier bestens versorgt wird und ein neues, glückliches Zuhause findet.“
Tierpatenschaft https://tierschutzverein.at/was-kann-ich-tun/tierpatenschaft/
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