Für uns den Österreichischen Tierschutzverein steht das Wohl der Tiere an erster Stelle.

    Österreichischer Tierschutzverein fordert Psychotest für Jäger

    Presse

    OTS WienDie aktuellen tragischen Todesfälle sowie die dramatischen Unfallserien der vergangenen Jahre zeigen deutlich, dass die Forderung des Österreichischen Tierschutzvereins nach einer verpflichtenden psychologischen Verlässlichkeitsprüfung für Jägerinnen und Jäger dringend umgesetzt werden muss. Wir haben dies bereits im Jahr 2013 gefordert. Genauso wie ein gesetzliches Alkoholverbot bei der Jagd. Passiert ist nichts.

    Da der Österreichische Tierschutzverein aufgrund des Ausmaßes der aktuellen Tragödie wieder als Anlaufstelle für verängstigte Menschen fungiert, möchten wir unsere langjährige Forderung „Psychotest für Jäger“ wiederholen. Eine längst überfällige Maßnahme zum Schutz von Menschen und Tier.
    www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130920_OTS0076/psychotest-fuer-jaeger-jetzt

    Zweifelhafte Privilegien für Jäger müssen fallen

    Fakt ist: Die Jagdkarte bringt Inhabern im Waffenrecht drei Privilegien.
    1. Ein psychologisches Gutachten ist beim Erwerb einer Waffenbesitzkarte nicht nötig.
    2. Sie dürfen Faustfeuerwaffen ohne Waffenschein in Ausübung ihrer Jagdtätigkeit mitführen.
    3. Sie dürfen auch einen Schalldämpfer verwenden, wenn sie die Jagd regelmäßig ausüben.

    Fragwürdige Sonderstellung im Waffengesetz

    Es gibt rund 132.000 Jagdkartenbesitzer in Österreich, sie genießen alle eine fragwürdige Sonderstellung im Waffengesetz. Während alle anderen Waffenbesitzer in Österreich eine psychologische Überprüfung durchlaufen müssen, sind Jäger von dieser wichtigen Sicherheitsmaßnahme ausgenommen – ein gefährliches Privileg, das schnellstens abgeschafft werden muss, wie die aktuellen Tragödien zeigen.

    Schutz für gemeinsame sichere Zukunft

    Alexios Wiklund, Pressesprecher des Österreichischen Tierschutzvereins: „Wir fordern eine verpflichtende psychologische Verlässlichkeitsprüfung für Jäger. Es darf nicht sein, dass psychisch kranke oder unzurechnungsfähige Menschen Waffen führen und eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen. Gerade die große Verantwortung, die die Jagd mit sich bringt, erfordert strengere Vorschriften und Kontrollen – zum Schutz aller und für eine gemeinsame sichere Zukunft.“ Der in den Niederlanden ab 2019 praktizierte Psychotest für Jäger könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein.

    Unsere Forderungen an den Gesetzgeber 

    1. Gleichstellung im Waffengesetz: Jagdanwärter und Jäger müssen, wie alle anderen Waffenbesitzer, einer verpflichtenden psychologischen Verlässlichkeitsprüfung unterzogen werden.
    2. Null-Promille-Grenze bei der Jagd: In den einzelnen Jagdlandesgesetzen muss ein striktes Alkoholverbot festgelegt werden. Jeder Verstoß gegen diese Regelung sollte den sofortigen Entzug der Jagdberechtigung zur Folge haben.

    Der Österreichische Tierschutzverein fordert seit über einem Jahrzehnt eine verpflichtende psychologische Verlässlichkeitsprüfung für Jägerinnen und Jäger – eine Maßnahme, die bisher ignoriert wurde, nun jedoch überfällig ist. Unterstützen Sie bitte diese Petition des Österreichischen Tierschutzvereins:
    https://tierschutzverein.at/kampagnen_und_petitionen/jaeger/

     

    Rückfragen & Kontakt:
    Alexios Wiklund
    Presse und Öffentlichkeitsarbeit
    0660/730 42 91
    wiklund@tierschutzverein.at
    www.tierschutzverein.at/presse

     

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