Für uns den Österreichischen Tierschutzverein steht das Wohl der Tiere an erster Stelle.

GUSCH STATT TUSCH

Für ein Silvester ohne Böller

MEHR SCHUTZ FÜR TIER, NATUR UND MENSCH

Der Jahreswechsel ist für uns Menschen ein Fest – für viele Tiere jedoch eine Nacht voller Panik. Feuerwerkskörper lösen Stress bei Haustieren aus, Wildtiere fliehen in Todesangst, und unsere Umwelt erstickt in Feinstaub und Müll. Für Hunde, Katzen, Pferde und Wildtiere bedeuten Böller und Raketen vor allem eines: Angst, Schmerz – und im schlimmsten Fall sogar den Tod. Wir sagen: Ein stimmungsvolles Silvester braucht keine sinnlose Böllerei.

VERBOT WIRD MISSACHTET

Feuerwerkskörper der Kategorie F2, also klassische Böller und Raketen, sind im Ortsgebiet laut Pyrotechnikgesetz eigentlich ganzjährig verboten. Dennoch wird dieses Verbot zu Silvester regelmäßig missachtet oder durch lokale Ausnahmen aufgehoben. Die Folgen sind jedes Jahr deutlich spürbar. Tiere geraten in Panik, Wildtiere fliehen in Todesangst und Menschen werden durch Explosionen verletzt. Gleichzeitig steigen die Feinstaubwerte auf Jahreshöchststand und Sachschäden durch Brände oder Explosionen nehmen massiv zu. Für Polizei, Rettung und Feuerwehr bedeutet der Jahreswechsel Ausnahmezustand und eine der einsatzintensivsten Nächte des Jahres.

GEFAHR FÜR UMWELT UND GESUNDHEIT

Feuerwerkskörper enthalten Schwermetalle und andere giftige Chemikalien. Beim Abbrennen gelangen diese Stoffe in die Luft und anschließend in Böden und Gewässer, wo sie langfristig die Umwelt belasten. Auch die Feinstaubbelastung steigt in der Silvesternacht massiv an und gelangt über die Atemluft direkt in den menschlichen Körper. Nach dem Abbrennen bleiben große Mengen an Müll zurück, der oft auf Wiesen oder Straßen liegen bleibt und schließlich zu Mikroplastik zerfällt. Neben der Umweltbelastung stellt auch der extreme Lärm eine erhebliche Gefahr dar. Besonders bei illegalen Knallkörpern ist die Lautstärke unkalkulierbar. Für ältere Menschen, Kleinkinder sowie Wild- und Haustiere bedeutet diese Lärmbelastung enormen Stress.

SCHWERE VERLETZUNGEN

Feuerwerkskörper der Kategorie F2 sind in Österreich bereits ab 16 Jahren frei erhältlich. In der Praxis landen sie jedoch immer wieder in den Händen von Kindern und Jugendlichen, was regelmäßig zu schweren Verletzungen führt. Solange diese Produkte frei verkauft werden, bleibt das Problem bestehen. Aus diesem Grund fordern wir ein bundesweites Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern ab der Kategorie F2.

BÖLLEREI IST KEIN KULTURGUT

Im Rahmen unserer Kampagne wurden bereits mehr als 1.500 Gemeinden informiert. Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass immer mehr Gemeinden freiwillig auf öffentliche Feuerwerke verzichten. Unterstützung kommt auch von Tourismusverbänden, Landwirtschaftskammern, Bauernvertretungen und Blaulichtorganisationen. Dieses breite Signal aus Gesellschaft und Praxis zeigt, dass es Zeit ist, das Thema bundesweit anzugehen. Silvester soll weiterhin gefeiert werden, aber nicht auf Kosten von Tieren, Umwelt und Sicherheit. Tradition hat nichts mit Tierleid, Lärmbelästigung, Umweltverschmutzung, Feinstaubbelastung oder Verletzungen zu tun. Moderne Feste können auch ohne Explosionen auskommen und Traditionen dürfen sich weiterentwickeln.

EIN SILVESTER FÜR ALLE

Ein Silvester ohne Böllerei ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn für ganz Österreich. Kinder, Familien und Touristen lassen sich auch ohne Feuerwerkskörper begeistern. Lichtergärten, Laternen oder kreative Lichtinstallationen im öffentlichen Raum schaffen Friede, Freude und Gemeinschaft. Ein ruhigerer Jahreswechsel bringt Sicherheit, Wärme und ein Fest, das für Menschen, Tiere und Umwelt gleichermaßen verträglich ist.

INTERNATIONALER TREND

Viele Länder zeigen bereits, dass ein tierfreundlicher Jahreswechsel möglich ist. In Deutschland fordert die Berliner Polizeigewerkschaft ein bundesweites Böllerverbot. Frankreich schränkt Verkauf und Besitz von Pyrotechnik deutlich ein, während in Irland nur noch Feuerwerk der Kategorie F1 erlaubt ist. Die Niederlande gehen noch einen Schritt weiter und führen ab Silvester 26/27 ein generelles privates Feuerwerksverbot ein. Diese Beispiele zeigen, dass neue Lösungen möglich sind und sich die Feierkultur in vielen Ländern bereits verändert.

JETZT HANDELN

Strengere Kontrollen rund um Silvester verursachen zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand und ersetzen keine zeitgemäße Gesetzgebung. Der zuständige Bundesminister für Inneres (Gerhard Karner) darf deshalb nicht bis zum nächsten Jahreswechsel warten. Tiere, Menschen und Umwelt brauchen besseren Schutz, denn das aktuelle Gesetz reicht nicht aus. Ziel unserer Petition ist eine rasche Verschärfung des Pyrotechnikgesetzes, insbesondere für Feuerwerkskörper der Kategorie F2.

Jetzt Petition Unterschreiben

Unsere meilensteine

Wir bauen strategische Netzwerke auf und bündeln unsere Kräfte mit anderen Organisationen, um zum nächsten Jahreswechsel eine noch stärkere Allianz für ein böllerfreies Österreich zu bilden.

Am 4. Februar haben wir die 10.000 Unterschriften offiziell dem Innenministerium übergeben. Gleichzeitig haben wir die Tierschutzsprecher*innen aller großen Parteien kontaktiert, um das Thema auch parlamentarisch voranzubringen.

Mehr Informationen

Rund um den Jahreswechsel haben wir die öffentliche Aufmerksamkeit genutzt und zahlreiche Unterschriften gesammelt. Unsere Petition „Für ein tierfreundliches Silvester“ wurde zum Sprachrohr für über 10.000 Menschen. Gleichzeitig haben wir mit Informations- und Wissensbeiträgen die Vorteile eines tierfreundlichen Silvesters aufgezeigt.

Mehr Informationen

Mit unseren markanten „Pssst-Tieren“ und frechen Sprüchen wie „Knallt euch statt Raketen“ oder „Bussis statt Böller“ auf Plakaten und Citylights haben wir in ganz Österreich ein unübersehbares Zeichen gesetzt. Der freche, österreichische Kampagnentitel spricht die Menschen direkt an und lädt dazu ein, über die Sinnlosigkeit der Silvesterknallerei nachzudenken.

Mehr Informationen

Start der Kampagne „Gusch statt Tusch“ inklusive Petition für ein tierfreundliches Silvester. Über 1.500 Infomails gingen an Gemeinden, Tourismusverbände, den Handel und öffentliche Einrichtungen, um zu informieren und ein Stimmungsbild einzuholen. Das Ergebnis ist eindeutig: Immer mehr Menschen unterstützen ein bundesweites Verbot der sinnlosen Böllerei.

Mehr Informationen

  • DI Sarah Tanner

    Kampagnenmanagerin

  • Jakob Innauer BSc

    Kampagnenmanager

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