Für uns den Österreichischen Tierschutzverein steht das Wohl der Tiere an erster Stelle.

Die Nacht gehört dem Igel

FÜR MÄHROBOTERFREIE NÄCHTE UND SICHERE GÄRTEN

Igel im Garten © Pixabay

WENN DIE SONNE UNTERGEHT

Mit der Abenddämmerung erwacht in Österreichs Gärten eine verborgene Tierwelt. Während wir schlafen, beginnt für viele Wildtiere die aktivste Zeit des Tages. Igel streifen auf der Suche nach Nahrung durch Hecken und Wiesen, Kröten und Frösche verlassen ihre Verstecke, Eidechsen suchen geschützte Rückzugsorte und Nachtfalter sowie Käfer sind bis in die frühen Morgenstunden unterwegs. Genau dann drehen vielerorts auch Mähroboter ihre Runden. Was für Menschen bequem erscheint, wird für tausende Tiere jedes Jahr zur tödlichen Gefahr.

Österreichischer Tierschutzverein-Kampagnen: Nachtfahrverbot für Mähroboter

LAUTLOS UND GEFÄHRLICH

Mähroboter arbeiten meist unbeaufsichtigt und erkennen kleine Wildtiere nicht zuverlässig. Besonders für Igel stellt das eine große Gefahr dar. Sie sind auf die Ruhe der Nacht angewiesen und legen – vor allem als junge und unerfahrene Tiere – oft weite Strecken zurück, um Nahrung und sichere Verstecke zu finden. Anders als viele andere Tiere fliehen Igel bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen. Was sie vor natürlichen Feinden schützt, wird ihnen gegenüber Mährobotern zum Verhängnis: Die Tiere erkennen die Gefahr nicht rechtzeitig, werden überrollt und häufig schwer verletzt oder getötet. Studien zeigen, dass fast die Hälfte der durch Mähroboter verletzten Igel ihren Verletzungen erliegt. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte sogar deutlich höher sein, da viele verletzte oder getötete Tiere unentdeckt bleiben. Dabei steht der Igel in Österreich bereits auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten.

Österreichischer Tierschutzverein-Kampagnen: Nachtfahrverbot für Mähroboter

WENN DER IGEL WACH IST, SCHLÄFT DER MÄHROBOTER

Doch nicht nur private Hausgärten sind betroffen. Auch öffentliche Grünflächen, Parks, Schwimmbäder, Wohnanlagen, Betriebsareale und andere regelmäßig gemähte Flächen werden zunehmend von automatischen Mährobotern gepflegt. Was für Menschen Komfort bedeutet, kann für nachtaktive Wildtiere zur tödlichen Gefahr werden. Die Nacht gehört den Wildtieren und sie brauchen sichere Bewegungsräume, ungestörte Rückzugsorte und ausreichend Zeit, um Nahrung zu finden. Deshalb gilt ein einfacher Grundsatz: Wenn der Igel wach ist, sollte der Mähroboter schlafen.

Österreichischer Tierschutzverein-Kampagnen: Nachtfahrverbot für Mähroboter

GÄRTEN SIND WICHTIGE LEBENSRÄUME

Weil natürliche Lebensräume zunehmend verloren gehen, gewinnen private Gärten, öffentliche Grünanlagen, Parks und andere gepflegte Grünflächen als Lebensraum immer mehr an Bedeutung. Naturnahe Gärten zählen heute zu den wichtigsten Rückzugsorten vieler Wildtierarten. Hecken, Blumenwiesen, Laubhaufen und strukturreiche Grünflächen bieten Nahrung, Schutz und Brutplätze. Umso wichtiger ist es, diese Bereiche wildtierfreundlich zu gestalten und Gefahren so weit wie möglich zu vermeiden.

Österreichischer Tierschutzverein-Kampagnen: Nachtfahrverbot für Mähroboter

EINE EINFACHE LÖSUNG MIT GROSSER WIRKUNG

Ein gesetzliches Nachtfahrverbot für Mähroboter würde Tierleid und Artenverlust wirksam verhindern, ohne Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer unverhältnismäßig einzuschränken. Der Rasen kann problemlos tagsüber gemäht werden, während die Nacht wieder den Wildtieren gehört. Zusätzlich braucht es umfassende Aufklärung über die Risiken von Mährobotern und darüber, wie tierfreundliche Gärten gestaltet werden können. Viele Menschen wissen schlicht nicht, welche Gefahr von den Geräten ausgeht.

TIERISCHE NACHTSCHICHT

Wie unser Körper nach Belastung Pausen braucht, braucht auch die Natur Zeiten der Erholung. Die Nacht ist dabei ein lebenswichtiger Teil des natürlichen Rhythmus. Viele Wildtiere sind an die Dunkelheit angepasst: Sie suchen Nahrung, bestäuben Pflanzen oder halten Schädlinge in Schach, während Pflanzen und Böden wichtige Regenerations- und Wachstumsprozesse durchlaufen. Gleichzeitig profitiert auch der Rasen von längeren Ruhephasen, denn weniger häufiges Mähen hilft ihm besonders im Sommer, Feuchtigkeit zu speichern und Hitzestress besser zu bewältigen. Eine nächtliche Pause für Mähroboter schafft daher einen ausgewogenen Rhythmus.

Österreichischer Tierschutzverein-Kampagnen: Nachtfahrverbot für Mähroboter

DEUTSCHLAND SCHÜTZT SEINE WILDTIERE

Während in Österreich noch diskutiert wird, handeln zahlreiche deutsche Städte und Gemeinden bereits. Von Köln über Dortmund und Düsseldorf bis nach Münster und Oberhausen gelten inzwischen lokale Nachtfahrverbote für Mähroboter oder vergleichbare Schutzregelungen im Sinne des Artenschutzes. Österreich sollte dabei nicht zurückbleiben und mit einer einfachen Lösungen Wildtiere und heimische Arten schützen.

Österreichischer Tierschutzverein-Kampagnen: Nachtfahrverbot für Mähroboter

JETZT HANDELN

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Gärten wieder sichere Lebensräume für Igel, Amphibien, Insekten und viele andere Wildtiere werden. Unterstütze jetzt die Petition für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern von 19 Uhr bis 7 Uhr. So gibt es 12 Stunden, in denen der Mähroboter seiner Arbeit nachkommen kann, und 12 Stunden, in denen der Garten eine Verschnaufpause bekommt und sich Rasen, Pflanzen und Tiere erholen können.

Jetzt Petition unterschreiben

Österreichischer Tierschutzverein-Kampagnen: Nachtfahrverbot für Mähroboter

UNSERE MEILENSTEINE

Bereits seit 2024 fordert der Österreichische Tierschutzverein ein österreichweites Nachtfahrverbot für Mähroboter. Trotz der bekannten Gefahr für Igel und andere Wildtiere blieb eine politische Reaktion bislang aus. Deshalb haben wir eine Petition gestartet, um den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen und eine gesetzliche Regelung einzufordern.

Mehr Informationen

Igel besitzen keinen Fluchtinstinkt und rollen sich bei Gefahr ein. Gegen die Klingen eines Mähroboters schützt sie das jedoch nicht. Nächtliche Mähroboter verursachen immer wieder schwere oder tödliche Verletzungen bei Igeln und anderen Wildtieren. Gleichzeitig zerstört häufiges Mähen Blüten und entzieht Insekten ihre Lebensgrundlage. So verlieren Igel gleich doppelt: Nahrung und Schutz

Mehr Informationen

Der Österreichische Tierschutzverein macht auf die tödliche Gefahr aufmerksam, die nachts fahrende Mähroboter für Igel und andere Wildtiere darstellen. Wir fordern ein österreichweites Nachtfahrverbot und sensibilisieren die Öffentlichkeit für das Problem.

Mehr Informationen

  • DI Sarah Tanner

    Kampagnenmanagerin

  • Jakob Innauer BSc

    Kampagnenmanager

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    Igel im Garten © Pixabay

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