Öffnet in einem neuen Tab
Für uns den Österreichischen Tierschutzverein steht das Wohl der Tiere an erster Stelle.

    Österreichischer Tierschutzverein: Wo bleibt der Tierschutz im Klimaschutzgesetz?

    Presse

    Österreich plant Klimaneutralität 2040 – doch Wildtiere, Nutztiere und ihre Lebensräume drohen im neuen Klimafahrplan unterzugehen

    OTS – (Wien) – Österreich bekommt nach mehr als fünf Jahren wieder ein Klimaschutzgesetz. Doch wenn es um Tiere und ihre Lebensräume geht, bleibt der Entwurf aus Sicht des Österreichischen Tierschutzvereins vage. Auch Tierwohl, Biodiversität und der Schutz von Lebensräumen müssen verbindlich mitgedacht werden.

    Österreich soll bis 2040 klimaneutral werden. Das ist das große Ziel des neuen Klimaschutzgesetzes. Der konkrete Fahrplan dorthin soll allerdings erst Ende 2027 verbindlich festgelegt werden. Bis dahin bleibt bei vielen Fragen offen, welche Maßnahmen tatsächlich kommen und wie sie umgesetzt werden.

    Für den Österreichischen Tierschutzverein fehlt dabei eine entscheidende Perspektive: der Schutz der Tiere.

    Tiere spüren die Klimakrise schon heute

    Hitze, Dürre, Wasserknappheit und Extremwetter sind keine abstrakten Klimadaten. Sie verändern die Lebensbedingungen von Tieren unmittelbar. Wildtiere verlieren Nahrung und Rückzugsräume, Lebensräume werden zerstört oder verändern sich. Besonders bedrohte Arten geraten dadurch zusätzlich unter Druck.

    „Tiere leben in genau jener Umwelt, die wir mit unseren politischen Entscheidungen verändern. Ihre Lebensräume und ihr Schutz müssen deshalb Teil des Klimafahrplans sein“, kritisiert der Österreichische Tierschutzverein.

    Auswirkungen auf Nutztierhaltung?

    Auch die Landwirtschaft spielt beim künftigen Klimafahrplan eine wichtige Rolle. Damit stellt sich die Frage, wie sich die geplanten Maßnahmen auf die Nutztierhaltung auswirken. Und werden im Klimaschutzgesetz auch Tierwohl, Haltungsbedingungen, Tierbestände und Erhalt natürlicher Lebensräume berücksichtigt?

    Aus Sicht des Österreichischen Tierschutzvereins muss der weitere Klimafahrplan deshalb konkrete und überprüfbare Vorgaben enthalten. Klimaschutz, Landwirtschaft, Biodiversität und Tierschutz dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

    Schutz von Tieren und ihren Lebensräumen

    Der Österreichische Tierschutzverein appelliert daher, den Schutz von Tieren und ihren Lebensräumen im weiteren Klimafahrplan ausdrücklich zu verankern. Dazu braucht es klare Ziele, überprüfbare Maßnahmen und eine nachvollziehbare Berücksichtigung der Auswirkungen auf Wildtiere, bedrohte Arten und landwirtschaftlich gehaltene Tiere.

    Pressekontakt:
    Alexios Wiklund
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    0660/730 42 91
    wiklund@tierschutzverein.at
    www.tierschutzverein.at/presse

Pressetext Download

Bilder Download

Murmeltiere pexels-adrien-stachowiak
Europäischer Laubfrosch © pexels
Almkühe 1 pexels-philippe-serrand
Pflege-Igel mit Baby © Österreichischer Tierschutzverein

Helfen Sie mit!

Die Arbeit des Österreichischen Tierschutzvereins ist nur dank Ihrer Hilfe möglich, denn als gemeinnütziger Verein sind wir zur Gänze auf die Unterstützung von Tierfreunden angewiesen. Nur mit Ihrer Spende können wir tierische Notfälle bei uns aufnehmen, tierärztlich versorgen und zu einem neuen Leben verhelfen!

Jetzt Teilen