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Tiermesse Exotica: Österreichischer Tierschutzverein äußert Kritik

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Österreichischer Tierschutzverein kritisiert Reptilienmesse Exotica

Leider nimmt die Beliebtheit sogenannter exotischer Haustiere stetig zu. Die Problematik dabei: Schlangen und Co. sind zwar ziemlich günstig auf Messen wie der Exotica zu erwerben, ihre artgerechte Haltung ist jedoch deutlich kostenintensiver. Vielen Käufern ist das nicht bewusst.

Die artgerechte Haltung von Gekkos, Spinnen, usw. ist außerdem sehr schwierig. Erkrankungen bei Reptilien sind, anders als bei Säugetieren, für Laien schwer festzustellen, da die Tiere generell selten Laute von sich geben. Viele Reptilien sterben über Monate einen stummen, hilflosen Tod.

Viele Besitzer fühlen sich irgendwann überfordert und setzen die Tiere dann aus. Die „Franz von Assisi-Höfe“ des Österreichischen Tierschutzvereins und viele Tierheime im ganzen Land laufen über, weil den Menschen nicht klar ist, dass z.B. Schlangen viele Meter lang werden.

Deshalb sollte eine Kaufentscheidung wohlüberlegt sein und auf keinen Fall spontan getroffen werden. Die Exotica wirbt jedoch mit einer zweistündigen Schulung in Terraristik und erweckt so den Eindruck, dass in dieser kurzen Zeit alles zu erlernen sei, was nötig ist. Das dient der Verkaufsförderung. Die vielen Tiere werden in winzigen Plastikcontainern aufbewahrt und werden ständig hochgenommen und inspiziert. Sie stehen unter großem Stress, den viele von ihnen nicht überleben.

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an wahre Tierfreunde: Erfreuen Sie sich an den Schlangen, Fröschen und Spinnen am Besten im Rahmen einer Naturdokumentation im Fernsehen oder in den heimischen Wäldern und bleiben Sie einer solchen kommerziellen Veranstaltung fern!