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Zwei Fuchswelpen aufgenommen

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Nach den Eichhörnchen befinden sich nun zwei weitere Wildtierjunge in der Obhut der Tierretter des Österreichischen Tierschutzvereins. Zwei Fuchswelpen machen seit drei Wochen den Assisi-Hof unsicher. Spaziergänger fanden den ersten Welpen direkt an einer Bundesstraße und gaben es vertrauensvoll in die Hände des Österreichischen Tierschutzvereins. Ein weiterer Fuchswelpe wurde eine Woche später von einem Auto angefahren und von der Tierklinik Oberalm zur Genesung an den Assisi-Hof übergeben.

Da schauten die Spaziergänger nicht schlecht, als sie am Abend bei ihrer Runde einen etwa 10 Tage alten Fuchswelpen direkt an der Bundesstraße fanden. Geistesgegenwertig nahmen sie das kleine, verängstigte Wildtier mit und brachten es umgehend zum nächst gelegenen Tierarzt. Nach der ersten Untersuchung stellte sich heraus, dass Ludwig, wie er nun heißt, nichts Schlimmes fehlte. Eine Woche später wurde die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins nach Oberalm gerufen. Hier wurde ein Fuchsjunges allen Anschein nach von einem Auto angefahren und brach sich ein Bein und das Becken. Die Tierklinik Oberalm versorgte den verletzten Fuchs, der Socke getauft wurde, und übernahm alle Kosten für die Behandlung. Nun befinden sich die zwei kleinen, flauschigen Welpen in der Obhut von Assisi-Hofleiter Oliver Hingsamer. Wie bei menschlichen Babys auch, heißt es jetzt alle zwei Stunden Fläschchen geben und viel Liebe geben. Denn trotz allem fehlt die Mutter, die es so gut wie möglich zu ersetzen gilt.

Auswilderung schwierig

Da Wildtiere, die per Handaufzucht aufwachsen, nur schwer wieder ausgewildert werden können, ist die Zukunft von Ludwig und Socke noch ungewiss. Sie werden die Nähe des Menschen gewöhnt sein und dadurch die natürliche Scheu – Menschen gegenüber –  verlieren. Das könnte in Zukunft in freier Wildbahn für die beiden zur Gefahr werden. Ein Platz in einem Wildpark, der eine artgerechte Haltung gewährleistet, wäre eine gute Alternative für Ludwig und Socke.

Hunde an die Leine

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an alle Hundebesitzer, ihre vierbeinigen Lieblinge beim Spaziergang im Wald nicht unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen. Hunde sind neugierige Wesen, da sind Nester und Fuchsbaue von großem Interesse. Bei Fuchs Ludwig wird vermutet, dass ihn ein Hund aus seinem Bau geholt und außerhalb abgelegt hat, sodass seine Mutter ihn nicht wiederfand. Ein so kleines Wildtier verlässt nämlich nicht freiwillig und auf eigene Faust seinen Bau. Daher bittet der Österreichische Tierschutzverein alle Hundebesitzer gerade jetzt, wo Fuchswelpen und Rehkitze zur Welt kommen, ihre Hunde nicht unbeobachtet zu lassen oder an der Leine durch den Wald zu führen.