
Fiaker Hitzewelle © Österreichischer Tierschutzverein

OTS (Wien), 04.08.2026 – Während Europa umdenkt, hüllt sich Wien in Schweigen: Mitten in der aktuellen Hitzewelle wartet der Österreichische Tierschutzverein noch immer auf eine Antwort der Stadt Wien auf 20.000 Unterschriften gegen Fiaker im Wiener Straßenverkehr. Während Prag Pferdekutschen aus dem Stadtzentrum verbannt hat, Brüssel auf elektrische Kutschen umgestiegen ist und in Rom ein Verbot touristischer Pferdekutschen diskutiert wird, gibt es aus dem Wiener Rathaus weiterhin keine Stellungnahme zu Fiakern.
Anfang Juli hat der Österreichische Tierschutzverein mehr als 20.000 Unterschriften an die Stadt Wien übergeben. Trotz der laufenden Hitzewelle und der anhaltenden öffentlichen Debatte wartet die Bevölkerung bis heute auf eine Antwort aus dem Rathaus. In einem aktuellen Instagram-Video ruft der Österreichische Tierschutzverein daher dazu auf, Wiens Bürgermeister unter @michaelludwig_official und @stadtwien zu einer öffentlichen Stellungnahme aufzufordern.
In Prag wurden Pferdekutschen im Stadtzentrum abgeschafft. Dem Schritt war eine Petition mit mehr als 16.000 Unterschriften vorausgegangen. Brüssel setzt mittlerweile auf elektrische Kutschen statt auf Pferde. In Rom wurde erst vergangene Woche ein Gesetzesvorstoß eingebracht, der touristische Pferdekutschen verbieten soll. Anfang Juli brach zudem ein erschöpftes Kutschpferd bei Temperaturen von über 30 Grad im Zentrum der italienischen Hauptstadt auf offener Straße zusammen.
Der Österreichische Tierschutzverein verweist auf die laufende Studie „Pferdenutzung in Zeiten des Klimawandels“. Laut Magistratsabteilung 60 endeten die Erhebungen bereits Mitte Juni 2026. Die aktuelle Hitzewelle sowie der gesamte Juli sind damit nicht Teil der Datenerhebung. Gleichzeitig sind Fiakerpferde weiterhin bis zur geltenden 35-Grad-Grenze im Einsatz und müssen danach während der heißesten Tageszeit zu ihren Stallungen am Stadtrand zurückgebracht werden.
„20.000 Menschen haben ihre Meinung bereits abgegeben. Ob Fiaker weiterhin im Wiener Straßenverkehr eingesetzt werden sollen, ist keine rein wissenschaftliche, sondern vor allem eine politische Entscheidung. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, welche Position die Stadt Wien dazu vertritt.“, so der Österreichische Tierschutzverein.
Instagram Aufruf @michaelludwig_official @stadtwien
Petition: Fiaker raus aus dem Straßenverkehr
Kostenloser Foto-Download (im Anhang auch für Instagram)
Rückfragen & Kontakt:
Jakob Innauer
Kampagnenmanager
0664 22 04 990
innauer@tierschutzverein.at