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Vegan und Tierschutz

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Tierrechtler Frank Albrecht lebt seit über 20 Jahren vegan. Warum, das erklärt er hier.

„Warum ich Veganer wurde, ist leicht zu erklären: Jahr für Jahr sah ich die grauenvollen Bilder von durch die Massentierhaltung kranken, verletzten und gequälten Tieren in den Medien. Als bekennender Tierfreund wurde mir bald bewusst: Es muss sich etwas Grundlegendes ändern. ICH selbst muss die Veränderung sein, die ich bewirken will, da ich selbst mit meiner Lebensweise und Nachfrage das Angebot am Markt bestimme.

Wenn ich, so wurde mir klar, Fleisch, Eier, Milch und andere Tierprodukte konsumiere, dann unterstütze ich ja selbst das System der unendlichen Tierqualen. Also entschied ich mich bereits vor über zwanzig Jahren, vegan zu leben. Man muss sich das ja nur einmal vor Augen führen: Um Milch zu geben, muss eine Frau oder ein weibliches Tier zunächst einmal schwanger werden. Diese Milch ist dabei nicht für einen Dritten, sondern für das Baby bestimmt – nur, dass das Baby der Mutter entrissen wird. Für jede Mutter und ihren Nachwuchs ein brutaler und grausamer Akt.

Nach der Trennung stehen die Babys dann in einer Box. Allein, ohne körperlichen Kontakt zur Mutter oder anderen Kühen. Ich selbst habe erlebt, wie Kuhmütter und Baby oft stundenlang nach sich riefen – bis heute habe ich diese Klageschreie nicht vergessen. Genau deshalb bin ich heute Veganer.

„Der Ersatz für Kuhmilch schmeckt sehr gut“

Es ist leichter, als man vielleicht glaubt: Soja-, Hafer- und Kokosmilch schmecken gut und sind der perfekte Ersatz für Kuhmilch. Mittlerweile gibt es diese pflanzliche Milch in allen Variationen – vom Getränk über das Joghurt bis hin zum Pudding. Auch Fleisch lässt sich leicht, vielfältig und auch geschmacklich durch Soja, Tempeh, Seitan oder Lupine ersetzen.

Man merkt schnell: Eine vegane Lebensweise ist durchaus umsetzbar und kein Verzicht auf Genuss. Veganismus ist auf jeden Fall auch ein Gewinn für den Tierschutz.“