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Die unterschätzte Gefühlswelt der Fische

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Fische

Kein anderes Lebewesen bewegt sich so anmutig durchs Wasser, wie der Fisch. Die Fähigkeit zu kognitiven Leistungen und Gefühlen wird ihm aber leider oft abgesprochen. Dabei belegen viele Studien das Gegenteil: Fische sind Wesen mit komplexen Empfindungen. Der Österreichische Tierschutzverein weiß, warum Fische zu den wohl unterschätztesten Tieren überhaupt gehören. 

  1. Eigene Sprache: Fische kommunizieren miteinander. Um sich zu verständigen, nutzen sie Geräusche auf einer sehr niedrigen Frequenz, wie etwa Summen, Wimmern, Jaulen oder Schnalzen. Der Mensch kann diese Geräusche nur mit Hilfe bestimmter Geräte wahrnehmen. Leider herrscht in Aquarien oft durchgehend ein bestimmter Lärmpegel, etwa durch die Pumpe oder den Filter. Dadurch wird die Kommunikation der Tiere gestört und die Verständigung wiederholt unterbrochen.
  2. Soziale Wesen: Fische sind soziale Wesen, die eine individuelle Persönlichkeit besitzen, in Gruppen leben, Beziehungen zueinander entwickeln und um ihre verstorbenen Artgenossen trauern. Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass die Tiere ihre Artgenossen voneinander unterscheiden und im Einzelnen erkennen können.
  3. Gefühle: Fische werden leider immer noch häufig als gefühllose Wesen abgetan. Wie Forschungen bestätigen, empfinden sie jedoch – genau wie Vögel und Säugetiere – Schmerz, Trauer und Leid. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Fische an einer Depression erkranken können.
  4. Soziales Lernen: Fische lernen von ihren Ihresgleichen und pflegen kulturelle Traditionen. So lassen sich etwa junge Guppies und Steinbarsche bei der Nahrungssuche von ihren Artgenossen leiten.

Artgerechte Haltung ist das A und O

Das zeigt: Fische sind intelligente und soziale Wesen, die ihre Umgebung sehr wohl wahrnehmen und über eine komplexe Gefühlswelt verfügen. Aquarianer sollten auf eine möglichst artgerechte Haltung achten. Dafür ist neben der Größe des Aquariums auch die entsprechende Wassertemperatur von Bedeutung: Diese sollte das ganze Jahr über im idealen Bereich liegen. Zudem sollte unbedingt stets genügend Wasservolumen vorhanden sein. Legen Sie wert auf Strukturelemente, eine gute Filtration, optimal angereichertes Wasser, penible Temperaturkontrollen und selbstverständlich auf die regelmäßige Reinigung des Aquariums. Für viele Menschen ist ein Aquarium nicht mehr als ein Ziergegenstand – für die Tiere, die darin leben, ist es ihre ganze Welt.