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Regierung beschließt Plastiksackerlverbot ab 2020

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Die österreichische Regierung ist sich einig: Ab 2020 soll das Plastiksackerl in Österreich verboten werden. Der Österreichische Tierschutzverein engagiert sich seit Jahren für die Reduktion von Plastik und begrüßt das geplante Verbot als Meilenstein für den Umweltschutz. 

Damit ist Österreich das dritte EU-Land, das dem Plastiksackerl endgültig den Kampf ansagt. Völlig zurecht – denn der Kunststoff verursacht Umweltprobleme, die bislang kaum absehbar sind. So landen jedes Jahr um die 8 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Einmal weggeworfen, dauert es 350 bis 400 Jahre, bis das Material abgebaut werden kann.

400 Millionen Plastiksackerl pro Jahr

Jedes Jahr werden in Österreich rund 750 Millionen Plastiktüten in Umlauf gebracht – 400 Millionen allein über den Lebensmittelhandel. Dadurch kommen jährlich 5.000 bis 7.000 Tonnen Plastikmüll zusammen. Ein großer Teil davon landet in den Flüssen (in der Donau etwa 100 Kilo täglich), in den Wäldern und anderen Naturschutzgebieten. Dabei gibt es bereits viele gute und günstige Alternativen – am umweltfreundlichsten sind natürlich wiederverwendbare Stoffsackerl.

Plastiksackerlverbot ab 2020
Stofftaschen und recycelbare Papiertüten sind tolle Alternativen zum Plastiksackerl.

Plastiksackerl: Die Macht der Gewohnheit

„Ein Stoffsackerl wiegt kaum etwas und passt in jede Jackentasche. Dass die Leute noch immer auf Plastiktaschen zurückgreifen, liegt wahrscheinlich an der Macht der Gewohnheit. Dabei ist das Plastiksackerl längst überholt, vollkommen unnötig und hat fatale Folgen für die Umwelt“, so Dr. Erich Goschler vom Österreichischen Tierschutzverein. Steht einmal kein Stoffsackerl zur Verfügung, können Kunden auf recycelbare Papiertüten zurückgreifen.

Neben dem Verbot der Plastiksackerl plant die österreichische Regierung außerdem, Plastikverpackungen um 20 bis 25 Prozent zu reduzieren. Auch Mikroplastik in Kosmetik- und Reinigungsartikeln soll ab 2020 verboten werden.

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