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Streunende Tiere im Urlaub, was tun?

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Streunende Hunde, Straßenkatzen und bedrohte Wildtiere: Das Leben auf der Straße ist für Tiere hart und leider wird man gerade im Urlaub oft mit Tierleid dieser Art konfrontiert.

Viele tierliebe Urlauber möchten den hungrigen – vermeintlich heimatlosen Tieren –  helfen und ihnen mittels Futter etwas Gutes tun. – Doch dieser erste Impuls – auch wenn er noch so gut gemeint ist, ist in den meisten Fällen nicht der richtige!

Immer wieder erhalten wir Anfragen, wie man sich in so einer Situation am besten verhalten soll? Aus diesem Grund haben wir  für euch ein paar wichtige Tipps rund um das Thema Tierschutz im Ausland zusammengefasst:

  • Tiere nicht füttern! In der Regel wissen Streunertiere, wo sie Futter- und Wasserquellen finden. Auch wenn die Verlockung noch so groß ist, die Tiere mit Futter versorgen zu wollen, ist ihnen damit jedoch langfristig leider nicht geholfen. Denn viele Streuner „verlernen“ dadurch, sich selbst zu versorgen. Das Problem: Neigt sich die Urlaubssaison dem Ende zu, fallen plötzlich auch die außertourlichen Futterquellen weg. Auch werden durch das Zufüttern immer mehr hungrige Streuner angelockt, welche sich dann durch die gute Versorgung noch mehr vermehren.
  • Experten kontaktieren. Ist ein Tier sichtlich in Not (verletzt, stark abgemagert, geschwächt oder noch sehr klein und kein Muttertier in Sicht) – ist der erste und wichtigste Schritt, Kontakt zu einem lokalen Tierschutzverein oder einem Tierarzt aufzunehmen. Sie kennen sich am besten mit den lokalen Gegebenheiten aus und können einschätzen, ob und wie eingegriffen werden soll. Werden sie auf Streuner aufmerksam gemacht, können sie die Hunde und Katzen an betreuten Futterstellen versorgen und im Idealfall sogar kastrieren. Tierschutzvereine und Tierärzte im Urlaubsland lassen sich in der Regel übers Internet oder die sozialen Medien ausfindig machen.
  • Tier nicht einfach mit nach Hause nehmen. Hilft man einem leidenden Tier, ist es in der Regel schnell um einen geschehen und man möchte den entzückenden Vierbeiner am liebsten mit nach Hause nehmen! Allerdings sollte man keinesfalls voreilig handeln und das Tier einfach an sich nehmen. – Es könnte mit übertragbaren Hauterkrankungen oder sogar gefährlichen Krankheiten – wie Tollwut infiziert sein. Außerdem sind eine tierärztliche Untersuchung, ein EU-Haustierausweis sowie eine gültige Tollwutimpfung (die mindestens 21 Tage zurückliegen muss) Pflicht, um ein streunendes Tier aus dem Urlaubsland mit nach Hause zu nehmen. Auch hier sind die lokale Tierschutzorganisation oder ein ansässiger Tierarzt die besten Ansprechpartner.

Das Tierleid im Ausland ist groß! Glücklicherweise gibt es immer mehr Tierschutzorganisationen, die sich vor Ort für das Wohl der Tiere engagieren und versuchen, ihnen die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. Wer also wirklich den Tieren im Urlaubsland helfen möchte, tut dies am besten mit einer Spende an die lokalen Tierschutzorganisationen.