Start Allgemein Die Wahrheit beim Namen nennen – Problem Zoo!

Die Wahrheit beim Namen nennen – Problem Zoo!

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Gefangener Gorilla im Zoo
Gefangener Gorilla im Zoo

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Tierrechtsorganisationen wie EndZOO nicht den Begriff Zoo, sondern „Zoo-Gefangenschaft“ benutzen? Diese Schreibweise ist absichtlich und bewusst gewählt.
Der Begriff „Gefangenschaft“ ist keine moderne Wortfindung von Tierrechtlern. Bereits der bekannte Schweizer Verhaltensforscher Heini Hediger schrieb, in Bezug auf Zoo-Gefangenschaften, von „Wildtieren in Gefangenschaft“. Und noch heute benutzen Wissen
schaftler das Wort „Gefangenschaft“ (engl. „Captivity“) in ihren wissenschaftlichen Abhandlungen.

Zu Recht!

Leidende Giraffe in einem Zoo.
Zoohaltung ist nicht artgerecht!

Aber warum benutzt EndZOO diese Schreibweise?
Alle Vorfahren der heutigen Zooinsassen wurden einst gewaltsam und mit riesigen Opferzahlen „eingefangen“, ihrer Freiheit beraubt und letztendlich in die lebenslange „Zoo-Gefangenschaft“ zu Unrecht verschleppt. Somit befi nden sich alle heutigen Inhaftierten und deren zukünftigen Generationen korrekterweise in dieser unrechtmäßigen und mit keinem Grund zu rechtfertigenden lebenslangen Gefangenschaft. Unrecht beim Namen zu nennen ist, nach Ansicht von EndZOO, nicht nur richtig, sondern zwingend notwendig.
Das Wort „Gefangenschaft“, das unwiderruflich Brutalität, Tod, Qualen, Leiden, Zwang und Unrecht beinhaltet, drückt immer etwas Negatives aus. Stellt die Zoo-Gefangenschaft in ein schlechtes Licht. Um dieser unrühmlichen Wahrheit zu entkommen, greifen Zoo-Gefangenschaften seit vielen Jahren zum Mittel der sprachlichen Vertuschung und Beschönigung. Sie bemächtigten sich hierbei der Macht der Worte. So benutzen sie bewusst den verschleiernden Begriff „Zoo“. Oder sie sprechen, um die Tatsache der „Gefangenschaft“ noch besser leugnen zu können, gern von „Tieren in menschlicher Obhut“. Das Wort „Obhut“ ist, im Gegensatz zu „Gefangenschaft“, natürlich positiv besetzt. Mit Obhut verbinden wir z.B. behütet, geborgen, geschützt oder sicher sein. Doch wie sicher, behütet und geborgen sind Zoo-Insassen in der Wirklichkeit? Sind die vermeintlich „überschüssigen“ Insassen vor der Giftspritze, vor dem Tod durch Erschießen oder vor dubiosen Tierhändlern sicher? Sind fl ugfähige Vögel, vor der Verstümmelung zu lebenslanger Flugunfähigkeit, sicher? Sind Raubkatzen, Bären oder Elefanten vor langanhaltenden Leiden, die sich in Verhaltensstörungen widerspiegeln, sicher? Sind diverse Arten vor den Folgen von Inzest und Inzucht geschützt? Nein! Der Begriff der „menschlichen Obhut“ ist eine glatte Lüge und soll das unwiderrufliche Unrecht in den Zoo-Gefangenschaften vertuschen. Die Benutzung des Begriffes „Zoo-Gefangenschaft“ ist also für die Aufrechterhaltung von Wahrheit und zur öffentlichen Aufklärung unumgänglich. Der Begriff ist unser Mittel, um gegen die eklatante Dauerverfälschung und -verharmlosung von grausamen Tatsachen wie Unrecht und Tierquälerei durch die Zoo-Gefangenschaften entgegenzuwirken.