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Billigfleisch verursacht großes Tierleid

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Billigfleisch

Hendl, Frankfurter und Knacker für nicht einmal 4,50 Euro pro Kilo? Für viele Fleischliebhaber klingt das verlockend. Vor allem in der Grillsaison bieten viele Supermärkte und Discounter Fleischprodukte zu Dumpingpreisen. Und das kommt an: In der Fleischabteilung werden satte 90 Prozent des Umsatzes durch den Verkauf von Billigfleisch erwirtschaftet. Mit schlimmen Konsequenzen für Tiere, Konsumenten, Landwirte und Umwelt.

Billigfleisch schadet Tier und Mensch

Gerade in der Grillsaison übertrumpfen sich die Anbieter gegenseitig mit Angeboten für Fleischprodukte. Wer genauer hinsieht, erkennt aber schnell: Die vermeintlichen Schnäppchen haben definitiv ihren Preis. Denn unserer Gesundheit, unserer Umwelt und unseren Landwirten kommt das Billigfleisch teuer zu stehen. Und wem Billigfleischproduzenten und -konsumenten am allermeisten schaden, sind diejenigen, die sich am wenigsten wehren können: den Tieren.

Kritische Konsumenten sind gefragt: Bei Fleisch zu Dumpingpreisen sollten die Alarmglocken schrillen!

Massentierhaltung ist grausam

Billiges Fleisch muss billig produziert werden. Das bedeutet Massentierhaltung, ohne Auslauf, Tageslicht oder Schmerzmittel bei der Kastration – dafür aber mit umso mehr Antibiotika und multiresistenten Keimen.

Gesundheitsrisiko Billigfleisch

Billigfleisch verleitet viele Menschen dazu, mehr als die empfohlenen 200 bis 450 Gramm Fleisch pro Woche zu konsumieren. Damit geht ein großes Risiko für die Gesundheit einher: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und Krebs gehören heute zu den häufigsten Todesursachen – viele Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit dem massiven Fleischkonsum der Bevölkerung.

Landwirte kämpfen um ihre Existenz

Auch die Bauern leiden unter dem Preisdumping. Sie werden für ihr Fleisch nicht mehr angemessen entlohnt, geraten zunehmend unter Druck und können es sich somit schlichtweg nicht leisten, groß in den Tierschutz zu investieren.

Produzenten von Billigfleisch setzen auf Massentierhaltung und Antibiotikagabe.

Mangelnder Konsumentenschutz

Bei verpacktem Frischfleisch muss seit 2015 angeführt werden, woher es stammt. Bei verarbeitetem Fleisch – sprich Mariniertem, Grillwürsten etc. – ist diese Kennzeichnung jedoch nicht verpflichtend. Somit kauft der Konsument Fleischprodukte, von denen er nicht weiß, woher sie stammen. Das Fatale: Viele Länder legen kaum Wert auf Tierschutzstandards und fördern qualvolle Massentierhaltung.

Was können Sie tun?

Ideal wäre es natürlich, einen möglichst veganen Lebensstil zu pflegen. Aber auch wir Tierschützer sind uns bewusst, dass dies für viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen nicht infrage kommt. Deshalb empfehlen wir Fleischliebhabern:

  • Weniger ist mehr: Reduzieren Sie nach Möglichkeit Ihren persönlichen Konsum von Fleisch- und Milchprodukten sowie Eiern. Genießen sie Tierprodukte lieber seltener und dafür in besserer Qualität – vorzugsweise aus biologischer Landwirtschaft. Das kommt sowohl den Tieren als auch Ihrer Gesundheit zugute!
  • Qualität vor Quantität: Kaufen Sie tierische Lebensmittel bitte ausschließlich aus tierfreundlicher Landwirtschaft. Unterstützen Sie die Bauern in Ihrer Umgebung, kaufen Sie ab Hof bzw. regional und aus Bio- bzw. Freilandhaltung.
  • Entdecken Sie die pflanzliche Vielfalt: Ersetzen Sie Tierprodukte durch vegane Optionen – es gibt so viele davon! Gerade heutzutage ist das Sortiment an pflanzlichen Produkten enorm. Halten Sie Ausschau und scheuen Sie sich nicht davor, auch einmal zu experimentieren.

Unser Rezeptvorschlag: Ein köstlicher vegetarischer Pulled-Pork-Burger mit Jackfruit-Fleisch. HIER geht’s zum Rezept!