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Katze gefunden – Jessica Mayes

Ca. 3-4 Monate altes Männchen, markanter dunkler großer Fleck linke Seite und dunkles „Hauberl“;
Gefunden Lehenerpark Gegend/ Salzburg

Geretteter Feldhase gesund und munter

Geretteter Feldhase gesund und munter

Der vor einigen Tagen vom Österreichischen Tierschutzverein gerettete Feldhase, macht sich prächtig. Er hat Appetit und ist auch ansonsten kerngesund. 

Ein großes Dankeschön richten wir an die Fressnapf-Filiale Eugendorf, die uns wiederholt mit Futterspenden unterstützen und für den kleinen Feldhasen ein Hasen-Freigehege zur Vergügung gestellt haben. Dank diesem kann Otto, wie er inzwischen genannt wird, auf dem Gelände des "Franz von Assisi-Hof VII" die Gerüche seiner natürlichen Umgebung erkunden, ohne deren Gefahren ausgesetzt zu sein. Sobald er keine Milch mehr braucht, wird er wieder in die Freiheit entlassen.

Nach tödlichem Jagdunfall:

Es war leider nur eine Frage der Zeit: Nach einer Serie von Jagdunfällen mit schweren Schussverletzungen und erschossenen Haustieren starb nun ein 21-Jähriger durch die Kugel eines Jägers.

Angesichts des explosiven Gemisches aus Alkohol und mangelnder psychologischer Eignung und des damit einhergehenden Gefährdungspotentials für Menschen und Tiere fordert der Österreichische Tierschutzverein die Null-Promille-Grenze bei der Jagdausübung sowie eine verpflichtende psychologische Verlässlichkeitsprüfung für Jäger.

Die Serie dramatischer Jagdvorfälle – zum Teil auch vom Österreichischen Tierschutzverein an die Öffentlichkeit gebracht – reißt nicht ab und wirft ein katastrophales Licht auf die Waidmänner. Doch Alkohol bei der Jagdausübung ist nur ein Teil des Problems. Ausgerechnet die 120.000 Jagdkartenbesitzer – in Österreich immerhin die größte Gruppe unter den Waffenbesitzern, die auch eine Waffe mit sich führen dürfen –müssen sich keiner psychologischen Verlässlichkeits-untersuchung unterziehen. Und das, obwohl Jäger für die meisten Unfälle im Zusammenhang mit Waffen verantwortlich sind.

Die Jägerschaft möchte die Jagdunfälle durch Übungsschießen in den Griff zu bekommen. Für den Österreichischen Tierschutzverein ist das, als würde man einem Führerscheinbesitzer ein Fahrsicherheitstraining anbieten, im Wissen, dass er in der Vergangenheit regelmäßig alkoholisiert am Steuer saß oder –noch schlimmer –nicht die psychologische Eignung besitzt, im Stadtverkehr ein Auto zu lenken. Da offensichtlich ein explosives Gemisch aus Alkohol und mangelnde psychologische Eignung ein Menschenleben forderte, ist die Festlegung der Null- Promille-Grenze zuwenig.

„Psychologische Wackelkandidaten“ mit Waffenpass sind Gefahr für Mensch und Tier

Grundsätzlich benötigen alle ÖsterreicherInnen für den Besitz bzw. das Führen von Waffen eine behördliche Genehmigung in Form einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenpasses und müssen sich dazu auch – völlig zu Recht – einer psychologischen Verlässlichkeitsuntersuchung unterziehen. Das gilt nicht für die Jägerschaft: Jäger erlangen entweder den Waffenschein ohne Nachweis über ihre psychologische Eignung oder jagen überhaupt – ganz legal – ohne Waffenpass. Das österreichische Waffengesetz (WaffG) verlangt für den Besitz oder das Führen von z.B. Faustfeuer- oder halbautomatischen Schusswaffen (sog. Waffen der „Kategorie B“) eine behördliche Bewilligung. Für die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte (die erlaubt, zwei Waffen samt Munition zu Hause aufzubewahren) oder eines Waffenpasses (die zum Führen dieser Waffen berechtigt) spielt insbesondere die sog. „Verlässlichkeit“ des Antragstellers eine zentrale Rolle. Antragsteller für Waffenbesitzkarten oder Waffenpässe müssen mittels eines psychologischen Gutachtens nachweisen, dass sie (z.B. bei Stress) nicht dazu neigen, mit Waffen unvorsichtig umzugehen oder diese leichtfertig zu verwenden. Unglaublich: Das WaffG nimmt hiervon Jäger aus. Für die Erlangung der Jagdkarte reicht die bestandene Jagdprüfung. Zwar wird auch die „Verlässlichkeit“ des Bewerbers verlangt – sie bleibt aber ob der Tatsache, dass kein Nachweis über die psychologische Eignung verlangt wird, bloße Makulatur. Das Beispiel des Landes Vorarlberg zeigt, dass man sich auf der Landes-Webseite die jagdliche Zuverlässlichkeit per Klick sogar selbst bescheinigen kann. So hat man auch als „psychologischer Wackelkandidat“ die Ausstellung des Waffenpasses für die Jagd und damit auch den Revolver (Kategorie B) praktisch in der Tasche.

Das letzte Hindernis auf dem Weg zur Erlangung des Waffenpasses und somit zum legalen Führen genehmigungspflichtiger Waffen wird den Jägern aktuell durch einen Erlass des BMI aus dem Weg geräumt. Nach dem WaffG müssen Antragsteller als weitere Voraussetzung nämlich noch einen sog. „Bedarf am Führen einer Schusswaffe der Kategorie B“ nachweisen. Es dürfen nur Personen legal eine Waffe führen, die einer entsprechenden Bedrohung (lt. WaffG „besonderen Gefahren“) ausgesetzt sind (z.B. Wachdienst). Durch den Erlass können nun aber auch Jäger diesen „Bedarf“ glaubhaft machen, wenn sie „die Jagd zumindest  zeitweise ausüben und dafür auch Schusswaffen der Kat. B für die Jagd benötigen“. In der Praxis reicht dazu die Bestätigung des zuständigen Landesjagdverbandes aus(!)

Jagen ohne Waffenpass

Sogar Jagen ohne Waffenpass ist möglich! Auch bei den frei erwerbbaren, nur meldepflichtigen Schusswaffen der Kat. C und D (Büchsen und Flinten) können Jäger mit verstecktem Gefährdungspotential nicht mithilfe des waffenrechtlich vorgeschriebenen psychologischen Eignungstests herausgefiltert werden. Jäger, die bei Stress ihren Finger zu schnell am Abzug haben, umgehen den Psycho-Test auch hier: bereits der Besitz einer gültigen Jagdkarte reicht zum Führen dieser Waffen aus, die Jägerschaft erspart sich für diese Waffen sogar den sonst obligatorischen Waffenpass.

 Dieser Systemfehler öffnet in der Praxis Unfällen dieser Art Tür und Tor. Mit Schießübungen in den eigenen Reihen wird es der Jägerschaft nicht gelingen, alkoholisierte oder nervöse Jäger zu eliminieren.

Aufgrund des von schießwütigen Jägern ausgehenden Gefährdungspotentials für Menschen und Tiere fordert der Österreichische Tierschutzverein:

  • die Festlegung einer Null-Promille-Grenze bei der Jagd in den einzelnen Jagdlandesgesetzen; ein Zuwiderhandeln muss den sofortigen Entzug der Jagdkarte zur Folge haben;
  • die Gleichstellung von Jägern mit anderen Waffenbesitzern im WaffG. Somit die Einführung einer verpflichtenden psychologischen Verlässlichkeitsprüfung für Jagdanwärter und Jäger, die die psychologische Eignung offensichtlich nicht mehr besitzen.
  • Regelmäßige Augenkontrolle bei Jägern ab einem Alter von 50 Jahren

 

Tipp für Tierhalter – der Haustierschutzbrief

Das Liebste sicher betreut – mit dem neuen HAUSTIER-SCHUTZBRIEF der Tierfreunde Österreich

„Was passiert mit meinen Haustieren, wenn ich wegen eines Unfalls oder einer schweren Krankheit nicht mehr selbst in der Lage bin, sie zu versorgen“?

Diese Sorge beschäftigt viele Tierhalter und wird häufig an den Österreichischen Tierschutzverein herangetragen. Denn selbst Familie und Freunde können oft nicht zu 100% für Hunde, Katzen oder Kleintiere da sein.  Vor allem alleinstehende Tierhalter sind in solchen Situationen auf Unterstützung angewiesen.

Eine Lösung bietet jetzt ein Kooperationspartner des Österreichischen Tierschutzvereins, die TIERFREUNDE ÖSTERREICH, mit dem „HAUSTIER-SCHUTZBRIEF“. Dieser stellt die Rettung von Hunden, Katzen und Kleintieren bei Unfall und Krankheit der Tierbesitzer sicher, organisiert die Betreuung der Tiere und übernimmt die Betreuungskosten bis 1.200 EUR.

Der „HAUSTIER-SCHUTZBRIEF" beinhaltet:

  •   Füttern, Futter kaufen, Gassi-Gehen, Reinigen, Organisation von Tierarztbesuchen.
  •   Übernahme der anfallenden Kosten bis 1.200 EUR!
  •   Betreuung der Tiere durch einen Tiersitter, in einer Tierpension oder durch einen selbst gewählten Bekannten des Halters.
  •   Rettung eingesperrter Haustiere, wenn ihre Halter unterwegs einen Unfall haben und nicht mehr ansprechbar sind.

Auch in schwerwiegenden Fällen bietet der „HAUSTIER-SCHUTZBRIEF“ den Haltern und ihren tierischen Lieblingen das Plus an Sicherheit. Durch einen Notfallschlüsselanhänger, sowie einem Notfallsticker für die eCard im SOS-Design sehen Rettungskräfte sofort, dass Tiere zu Hause eingesperrt sind und gerettet werden müssen.

Mit dem „HAUSTIER-SCHUTZBRIEF“ nehmen die TIERFREUNDE ÖSTERREICH vielen Tierbesitzern eine weitere große Sorge, für die es bisher keine Lösung gab. Nachdem bereits Österreichs größte VORTEILSWELT für Haustierbesitzer, der erste HAUSTIER-NOTRUF, sowie Österreichs beste HUNDEHAFTPFLICHTVERSICHERUNG  zu den INNOVATIONEN der jungen Organisation zählen, ist der HAUSTIER-SCHUTZBRIEF eine weitere WICHTIGE  Lösung für Österreichs Haustierbesitzer.

Weitere Informationen über die TIERFREUNDE ÖSTERREICH – Österreichs Club für Haustierbesitzer – erhalten Sie hier.

Die Katze auf dem heißen Blechdach…

Am Freitag, den 4. Oktober wird zum 82. Mal der Welttierschutztag begangen. Seine Einführung wurde 1929 auf dem dritten Internationalen Tierschutzkongress in Wien beschlossen...

Die nächsten Tage sollen sehr heiß werden. Was die meisten Menschen lieben, kann für das beliebteste Haustier Österreichs schnell zur Qual werden. Katzen haben keine Schweißdrüsen und können daher nicht schwitzen. Aus diesem Grund erleiden die Samtpfoten leichter einen Hitzschlag als Menschen.

Grundsätzlich können sich Katzen auch selbst helfen: Bei hohen Temperaturen suchen sie schattige Plätzchen auf lecken sich das Fell. Wenn das nasse Fell trocknet, entsteht dadurch Verdunstungskälte und diese hilft der Katze beim Abkühlen.

Daher bitte immer ausreichend sauberes Trinkwasser zur Verfügung stellen! Nassfutter am Besten nur in kleinen Portionen ausgeben, es verdirbt in der Hitze schnell.

Man kann seinem Liebling aber auch bewusst Gutes tun:

  • In der Wohnung zumindest einen Raum abdunkeln
  • Wäscheständer aufstellen, das Prinzip der Verdunstungskälte funktioniert auch hier und sorgt in der Umgebung des Wäscheständers für kühlere Temperaturen.
  • Es ist auch möglich, die Katze mit einem feuchten Tuch zu streicheln, doch Vorsicht, mit eventueller Gegenwehr muss gerechnet werden!
  • Eine Wasserschüssel mit schwimmenden Korken animiert viele Katzen zum Spielen und kühlt gleichzeitig.

 

Tipps für "Hundstage" und den Badespaß mit dem besten Freund

Dramatischer Unfall mit Fiakerpferd

Zunehmend stark befahrene Straßen und der Verkehrslärm bedeuten extremen Stress für Pferde, die bekanntlich Fluchttiere sind. Genau dieses Problem hat sich bei dem Vorfall am Mittwoch-Abend wieder deutlich bestätigt. Der junge Schimmel war unter Stress geraten und vom Übungsgelände auf den Wiener Handelskai geflüchtet. Durch die vielen Fahrzeuge und den Verkehrslärm hatte sich die Situation dann noch enorm verschärft und Panik bei dem Tier ausgelöst. Eine verletzte Lenkerin, drei demolierte Fahrzeuge und nicht zu vergessen, auch ein geschocktes und verwundetes Pferd sind die traurige Bilanz dieses Vorfalls.

Der Österreichische Tierschutzverein sieht die anachronistische Einrichtung der Fiakerpferde als reine Tierquälerei. Wie viele solche Vorfälle müssen noch passieren, bevor die Verantwortlichen endlich umdenken?

In Städten wie London, Paris oder Peking sind Pferdekutschen bereits von den Straßen verschwunden, ohne den Tourismus zu schädigen. Wir sind überzeugt davon, dass romantische Städte wie Wien oder Salzburg auch ohne Fiakerpferde, wohl kaum unter Besuchermangel leiden würden.

Grausame Stierhatz in Pamplona

Trotz anhaltender Proteste von Tierschutzorgansationen auf der ganzen Welt fand auch heuer wieder die grausame Stierhatz in Pamplona statt.
Der TV-Sender Puls 4 berichtete im Rahmen des Fernsehmagazins "iLIKE" ausführlich über das grausame Schauspiel und ließ auch den Österreichischen Tierschutzverein zu Wort kommen.

 

Hund ‚Amadeus‘ von Jäger angeschossen

Und wieder ist es in Österreich passiert, Hund ‚Amadeus‘ wurde in der Gemeinde Attersee in Oberösterreich von einem Jäger angeschossen und einfach liegen gelassen. Leider trauriger Alltag für die Mitarbeiter des Österreichischen Tierschutzverein (ÖTV). „Fast täglich bekommen wir Meldungen von verärgerten Haustierbesitzern, die uns von dem Leid ihrer geliebten Fellnasen berichten,“ erläutert Harald Haslwanter, Vorstandsmitglied des ÖTV. „Immer wieder erzählen uns Menschen, dass ihre Hunde oder Katzen angeschossen nach Hause kommen, oder leider auch oft tot aufgefunden werden.“

Die verschiedenen Jagdgesetze der einzelnen Bundesländer in Österreich erlauben den Abschuss von Haustieren. Unter dem Begriff "Jagdschutz" soll das Wild vor Hunden und Katzen "geschützt" werden. So dürfen Hunde, die sich der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und im Jagdgebiet umherstreunen, getötet werden. Seit Jahren setzt sich der Österreichische Tierschutzverein aktiv für eine Gesetzesänderung ein. In Wahrheit geht es beim Jagdschutz nicht um den Schutz der Wildtiere, sondern um den Schutz der Jagdbeute. Das Wild soll nicht durch freilaufende Hunde gestört und aus dem Revier vertrieben werden. Tiere werden getötet, um Tiere zu schützen, die anschließend von Jägern getötet werden.

In Österreich ist die Jägerschaft nicht verpflichtet, erschossene Haustiere zu melden. Haustierbesitzer bleiben meist im Unklaren über den Verbleib ihrer Lieblinge. Das legalisierte Töten von Haustieren durch Jäger entbehrt jeder Grundlage, wenn man die tatsächlichen Zahlen kennt: Jäger erschossen lt. Statistik Austria im Jagdjahr 2012/2013 jährlich knapp 900.000 Wildtiere, mehr als 10.000 Rehkitze werden jedes Jahr durch Mähdrescher verstümmelt oder getötet und knapp 80.000 Wildtiere kommen im Straßenverkehr zu Tode. Im Vergleich zu diesen horrenden Zahlen ist die Anzahl der tatsächlich von Hunden oder Katzen gewilderten Tiere verschwindend gering.

Der Jäger, der ‚Amadeus‘ angeschossen hat, gab zu, dass er dachte der Hund sei tot, daher ließ er ihn liegen und überließ ihn seinem Schicksal. Doch ‚Amadeus‘ hatte Glück im Unglück, er wurde von engagierten Anrainern gefunden und rasch zum Tierarzt gebracht. Der siebenjährige Border Collie-Mischling wurde sofort operiert und wird wohl keine bleibenden Schäden davontragen. Damit dieses Tierleid in Österreich ein Ende hat, unterstützen Sie den ÖTV im Kampf gegen diesen Missstand und unterzeichnen Sie die Petition ‚Für ein Haustierabschuss-Verbot‘ auf der Homepage des ÖTV: www.tierschutzverein.at

Übergewicht bei Haustieren – ein Wohlstandsproblem?

Viele Haustierhalter kennen Haustiere, die zu dick sind. Fast jeder zweite Vierbeiner leidet unter der Wohlstandskrankheit Nr. 1 – dem Übergewicht. Zu viel Futter und zu wenig Bewegung machen ein Haustier träge und dick. Das ist auf Dauer ungesund und kann zu erheblichen Beschwerden wie etwa Diabetes, Herz-Kreislaufproblemen, Gelenksbeschwerden und Atemproblemen führen. All dies mindert die Lebensqualität von Haustieren erheblich.
Als die Vorfahren unserer Haustiere noch in freier Wildbahn lebten, bildeten sie in Zeiten des Nahrungsüberschusses sehr leicht Körperfett, um in Zeiten des Nahrungsmangels nicht zu verhungern. Heute jedoch gibt es dieses Problem für unsere Haustiere nicht mehr. Jeden Tag werden sie mit nährstoffreichem Futter versorgt, bewegen sich aber viel weniger und müssen keine Hungerperioden erleiden. Aus diesem Grund kommt es laufend zur Bildung von Körperfett und dadurch zu Übergewicht. Doch nicht nur Bewegungsmangel und zu viel Futter sind dafür verantwortlich, sondern auch die Zusammensetzung des Futters spielt eine wesentliche Rolle. Wenn die Nahrung aus zu viel Kohlenhydraten besteht, lagert das Tier leichter Fettdepots ein. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass das Tier unter einer Schilddrüsen-Unterfunktion leidet und deshalb zu viel Fett anlegt. Dies ist mit dem Tierarzt abzuklären.

Übergewichtig?

Zu allererst kann man ganz einfach den „Streicheltest” anwenden. Sollten die Hüften und die Rippen nicht mehr zu sehen bzw. zu ertasten sein, ist das Tier vermutlich zu dick. Bei Kleintieren, wie zum Beispiel Kaninchen, bildet sich am Hals ein sogenannter „Kragen”. Gewissheit bringt auf jeden Fall der Gang zum Tierarzt.

Hilfe gegen das Übergewicht!

Es sollten nicht plötzlich ganze Mahlzeiten ausgelassen oder dem Haustier nur mehr die Hälfte des Futters vorgesetzt werden. In erster Linie soll ein Ausgleich zwischen Futterzufuhr und Bewegung geschaffen werden. Der Gang zum Tierarzt sollte an dieser Stelle nicht verabsäumt werden. Dieser kann eine spezielle Diätkost empfehlen, die dem Tier beim Abnehmen hilft und zeitgleich einer Mangelernährung vorbeugt. Eine Alternative zur klassischen Fütterung stellt das BARFEN dar. Bei dieser Rohfutterkost bilden rohes Fleisch, Fisch und Gemüse die Grundlage der Ernährung für Hunde, aber auch Katzen. Für Nagetiere bietet sich an, weniger Kraftfutter, dafür mehr Gemüse und Grünfutter bereitzustellen.

Übergewicht vermeiden!

Wer die Balance zwischen Energiezufuhr und Bewegung halten kann, tut seinem Haustier Gutes. Zusätzlich sollte man dem Haustier keine Tischabfälle und zu viele andere Leckerlis geben. Zwischendurch beim Training ist eine Belohnung aber ok. Diese kann dann anschließend einfach von der darauffolgenden Mahlzeit abgezogen werden.

Lebendrupf und Stopfmast: Das Leiden der Martinigänse

Für viele Österreicher gehört das traditionelle Martinigansl zum Herbst, wie Kürbissuppe und Kastanien. Alle Jahre wieder schießt der Absatz von Gänsefleisch im Oktober und November rasant in die Höhe. Das Problem daran: Über achtzig Prozent der Martinigänse, die hierzulande verzehrt werden, stammen aus ausländischen Gänsemastbetrieben. Deren grausame und skrupellose Vorgangsweise ist leider oft weit entfernt von unseren heimischen Qualitäts- und Produktionsstandards und wäre in Österreich illegal. Dabei liegt es vor allem beim einzelnen Konsumenten, der tierquälerischen Gänsemast ein Ende zu setzen. Der Österreichische Tierschutzverein klärt auf.

Das Martinigansl-Essen erfreut sich bei vielen Österreichern großer Beliebtheit. Traditionellerweise wird damit der Martinstag am 11. November gefeiert.  Gemeinsam mit den Liebsten versammelt man sich zu Gänsebraten mit Rotkraut, Maroni und Knödel um den Tisch – ohne zu ahnen, was man da eigentlich zu sich nimmt: Fleisch in minderwertiger Qualität, dessen Produktion auf furchtbarem Tierleid basiert.

Käfighaltung auf Gitterdrähten

Achtzig Prozent der in Österreich konsumierten Martinigänse werden aus Frankreich, Ungarn und Polen in Gastronomie und Handel importiert. Ihr Dasein fristen die Tiere in körperengen Käfigen oder Bodenhaltung unter grausamen Bedingungen: Auslauf oder Wasserzugang kennen sie nicht, was für Wasservögel besonders qualvoll und widernatürlich ist. Auf das Ausmisten der Käfige wird in den Mastbetrieben ebenfalls verzichtet, da die Fäkalien der Gänse sonst durch die Gitterdrähte gelangen. Diese Gitterdrähte sind es wiederum, die sich in die Füße der Tiere schneiden und sie somit wund werden lassen. Durch den massiven Platzmangel im Käfig kommt es nicht selten zu Flügelbrüchen.

Zwangsfütterung durch Metallrohr

Die „Foie gras“, im Deutschen Stopfleber, ist eine beliebte Delikatesse. Fraglich ist, ob sie sich genauso großer Beliebtheit erfreuen würde, wenn die Konsumenten wüssten, was sie da tatsächlich „genießen“. Für die Produktion der Stopfleber werden die Gänse bis zu 6 Mal täglich zwangsgefüttert – über einen Zeitraum von 21 qualvollen Tagen. Dazu wird ihnen ein langes Metallrohr in den Hals gestoßen, durch das rund ein Kilogramm Maisbrei und Schweinefett in den Magen der Tiere gepumpt wird. Kombiniert mit dem massiven Bewegungsmangel führt die Methode innerhalb kürzester Zeit dazu, dass die Leber auf das Zehnfache der natürlichen Größe anschwillt. Spezielle Maschinen ermöglichen die Zwangsfütterung von bis zu 400 Tieren pro Stunde.

Atem- und Erstickungszustände

Ihre kurze Lebenszeit verbringen die Tiere ausschließlich hinter Gittern. Schlussendlich sind sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts nicht mehr in der Lage zu gehen, da sie ihr eigenes Körpergewicht nicht mehr stemmen können. Atem- und Erstickungszustände durch Überfettung, massive Halsverletzungen und Knochenbrüche, Infektionen der Speiseröhre sowie Viren- und Pilzbefall stehen in Mastbetrieben an der Tagesordnung und werden von den Betreibern aus Profitgier in Kauf genommen. Durch die Zwangsfütterung ist die Sterberate der Mastgänse bis zu zwanzig Mal höher, als in anderen Tierfabriken.

Weibliche Küken werden geschreddert

Da die weiblichen Küken weniger schnell Fett ansetzen als ihre männlichen Artgenossen, werden sie für die Produktion der Stopfleber nicht benötigt und bereits wenige Stunden nach der Geburt geschreddert.

Lebendrupf für die Daunenproduktion

Als wäre das Martyrium der Mastgänse noch nicht groß genug, werden sie neben der Mast oft auch noch für die Daunenproduktion missbraucht. Um möglichst viele Daunen zu ergattern, werden die Tiere wiederholt bei lebendigem Leib gerupft – die Federn werden ihnen entweder maschinell oder mit bloßen Händen aus der Haut gerissen. Danach weisen die gebeutelten Tiere schmerzhafte Wunden auf, die – wenn überhaupt – provisorisch und ohne jegliche Betäubung (!) genäht werden.

Gänsemast verstößt gegen EU-Richtlinie

Die EU-Richtlinie 98/58CE besagt, dass „die Art des Fütterns und Tränkens keine unnötigen Leiden oder Schäden für die Tiere verursachen darf“. Dennoch gestattet die aktuelle Gesetzeslage den Import und den Verkauf gequälter Mastgänse innerhalb der EU.

In Österreich ist die Produktion von Stopfleber verboten, wodurch Tierleid jedoch nicht vermieden, sondern lediglich in andere Länder verschoben wird. Mehrere prominente Küchenchefs haben die Foie Gras aus Tierschutzgründen bereits von der Karte verbannt, dennoch wird die „Delikatesse“ immer noch viel zu oft konsumiert.

Martini-Braten sorgt für großes Tierleid

Auch wenn auf den Verzehr der Stopfleber verzichtet wird, sorgt der Kauf des Martini-Bratens für großes Tierleid, denn auch diese Tiere werden skrupellos gestopft und bei lebendigem Leib gerupft. Wenn Sie wirklich nicht komplett auf Ihren Martini-Braten verzichten möchten, beachten Sie bitte unbedingt dessen Herkunft.

Im Restaurant: Scheuen Sie nicht davor zurück, nachzufragen, ob das Gänsefleisch aus einem regionalen Betrieb stammt oder aus dem Supermarkt. Im Zweifelsfall sollte auf den Fleischkonsum verzichtet werden. Österreichische Weidegansbetriebe in Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark, Kärnten, dem Mostviertel und dem Burgenland beliefern ausgewählte Restaurants, die sie auf weidegans.at aufgelistet finden.

Beim Einkauf: Biofleisch von Weidegänsen oder Tieren, die aus Freilandhaltung stammen, wird meist im Ganzen verkauft. Gänseteile, wie etwa Keule oder Brust aus dem Supermarkt, stammen höchstwahrscheinlich von Mastgänsen. Die Gänseteile sind dann quasi jene Abfallprodukte, die bei der Produktion der Stopfleber entstehen.

Martinigans
Glückliche Gänse: Von einem solchen Leben können viele „Martinigänse“ nur träumen. / Quelle: Pixabay

Veganes Martinifest: Schützen Sie die Gänse!

Schon mal daran gedacht, ein veganes Martinibraten-Essen zu auszurichten? Vegane Ernährung bedeutet alles andere als Verzicht und eröffnet vielfältige neue Geschmackserlebnisse. Vielleicht können Sie ja auch Ihre Lieben dazu animieren, die Qualen der Mastgänse nicht mehr länger zu unterstützen.

Rezept für einen veganen Martinibraten

Zutaten für vier Personen:

  • 500 Gramm Geflügelersatz oder veganen Festtagsbraten
  • 8 Dörrpflaumen
  • 2 Äpfel
  • 2 Esslöffel Agavendicksaft
  • 2 Teelöffel Preiselbeermarmelade
  • frischer Thymian
  • 1 Zwiebel
  • 2-4 Esslöffel Sojasoße
  • 1 Schuss Rotwein
  • Salz und Pfeffer je nach Belieben

So funktioniert’s:

Vermengen Sie den Agavendicksaft, die Preiselbeermarmelade, den Rotwein und die Sojasoße mit einigen Thymiannadeln in einer Schüssel. Im Anschluss legen Sie den veganen Braten bzw. den Geflügelersatz für etwa 40 Minuten in die Soße ein.

Heizen Sie den Ofen auf 175 Grad vor. Jetzt haben Sie genügend Zeit, die Äpfel, die Dörrpflaumen und die Zwiebel in kleine Stücke zu schneiden und alles in eine Bratform zu geben. Den veganen Braten mit der Soße können Sie nun dazugeben. Salz und Pfeffer nach Belieben hinzufügen und das Gericht 30 Minuten im Ofen rösten. Nach der Halbzeit bitte wenden und gegebenenfalls noch mit Thymian nachwürzen. Dazu empfehlen wir traditionellerweise Semmelknödel und Rotkraut. Wir wünschen einen guten Appetit!