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Mäuse rauchen nicht oder warum Tierversuche nicht effektiv sind

In der tierexperimentellen Forschung geht man von der Annahme aus, man könne das komplexe Krankheits- und Heilgeschehen beim menschlichen Patienten in so genannten "Tiermodellen", also künstlich krankgemachten Tieren, nachahmen. Doch diese Rechnung geht in vielen Fällen nicht auf. Grund dafür ist, was auf den ersten Blick augenscheinlich ist: Der Mensch ist keine Maus. Wir unterscheiden uns von den am häufigsten gebrauchten Versuchstieren schon massiv hinsichtlich des Körperbaus, Organfunktionen und Stoffwechsel. Dazu kommen noch Aspekte wie Fortbewegungsart, Tag-Nacht-Rhythmus, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und die Lebensdauer.

Besonders zur Behandlung der menschlichen Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Kreislauf­erkrankungen, Krebs, Diabetes, Rheumatismus und Allergien können Tierversuche aufgrund dieses falschen methodischen Ansatzes wenig beitragen. Denn Mäuse rauchen nicht und ernähren sich auch nicht jahrelang von Fast-Food. Die Krankheitsentstehung kann also nicht an künstlich erkrankten Tieren erforscht werden. Der Mensch bekommt keinen Krebs, weil man Krebszellen in seine Organe spritzt. Zudem weisen Versuchstiere aufgrund ihrer Angst und der unnatürlichen Haltungsbedingungen häufig veränderte Hormonspiegel auf, welche das Versuchsergebnis nachweislich beeinflussen.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde eine Fülle neuer tierversuchsfreier Verfahren entwickelt. Der sukzessive Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung würde großes Tierleid verhindern. Trotzdem steigt die Zahl der Versuchstiere in Österreich. Sie lag im Jahr 1999 noch bei 129.644 und erhöhte sich bis 2011 auf 191.288.

Kind drangsaliert Hund, dieser wehrt sich

Viele Familien glauben, ein Hund sei der ideale Spielgefährte für Kinder. Meistens stimmt das auch, doch dafür sind einige Voraussetzungen nötig. So sollten zum Beispiel alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Haustiers einverstanden sein.

Kinder und Erwachsene sollten sich der Verantwortung und Pflichten bewusst sein. Besonders wichtig ist die Einsicht, dass ein Hund kein Spielzeug ist. Kinder müssen lernen, dass man mit einem Tier nicht grob sein darf und es auch dann nicht zwickt oder stößt, wenn man sich geärgert hat. Da sind auch die Eltern gefragt!

Im konkreten Fall mochte der Sohn der Familie den Hund nicht, sah ihn möglicherweise als Konkurrenten um die elterliche Liebe. Jedenfalls war es den Eltern wiederholt aufgefallen, dass der Bub den Hund gezwickt, gestoßen und lieblos behandelt hatte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Fass überlaufen und der Hund sich wehren würde.

Es war unverantwortlich von den Eltern, nicht früher einzugreifen. Glücklicherweise wurde das Kind nur leicht verletzt! Bevor ein Hund schnappt, gibt es viele Warnzeichen. Diese sollten nicht ignoriert werden. In diesem Fall wäre es besser gewesen, den Hund rechtzeitig abzugeben.

Der erst 10 Monate alte Schäfer-Retriever Rüde wartet nun auf dem „Franz von Assisi-Hof II“ des Österreichischen Tierschutzvereins auf einen neuen Platz. Ideal wäre für ihn ein kinderloser Haushalt mit Hundeerfahrung. Paco ist freundlich zu den Tierpflegern und anderen Hunden. Fremden gegenüber ist er anfänglich sehr skeptisch. Mit etwas Geduld gewinnt man aber sein Vertrauen.

Die Odyssee des Amarok

Zu Beginn der Woche war der grau-schwarze Wolfshund Amarok von seinem Besitzer in Ebenau ausgebüxt. Das wunderschöne, wolfsähnliche Tier ging mit dem Hundebesitzer ohne Leine spazieren – folgsam und treu bei Fuß, wie in den letzten 11 Jahren immer. Doch plötzlich wurde er aufgeschreckt und ergriff in Panik die Flucht.

Der arme Vierbeiner dürfte den Weg nach Hause nicht mehr gefunden haben und legte auf seiner Suche nach dem Herrchen beachtliche Distanzen zurück. Der kräftige Wolfshund rannte von Ebenau bis in die Stadt Salzburg, dann stadtauswärts bis Guggenthal und wieder zurück zu einer Siedlung am Stadtrand. Hier wurde er von verunsicherten Anrainern vor einer Haustür entdeckt.
Das Tier hatte durch seine wolfsähnliche Erscheinung große Aufmerksamkeit erregt – nicht auszudenken, wenn es einem schießwütigen Jäger vor die Flinte gelaufen wäre. Doch eine Halskette verriet den Namen: Amarok – das bedeutet Riesenwolf in der Mythologie der Inuit. Auch ein Chip wurde gefunden, dessen Nummer aber leider nicht registriert war. Der Besitzer erhält deswegen voraussichtlich eine Strafe.

Die Trauer über seinen verschwunden Hund war allerdings wesentlich schlimmer. Bei der Polizei bekam der verzweifelte Hundebesitzer Auskunft, wer sich in der Zwischenzeit liebevoll um seinen Vierbeiner gekümmert hatte. Überglücklich konnte er bereits am Tag darauf seinen Amarok auf dem „Assisi-Hof III“ in Oberwang abholen. Die Wiedersehensfreude und Dankbarkeit rührten den Mann zu Tränen.

Illegaler Hundehandel

Zu einem dringenden Einsatz in Salzburg wurde die "Assisi-Hof Tierrettung" des Österreichischen Tierschutzvereins am 12.11.2015 vom Veterinäramt gerufen. Anrainer hatten die Polizei alarmiert, da an der Walserberg Bundesstraße Richtung Bad Reichenhall Hundewelpen aus dem Koffer­raum eines slowakischen PKW verkauft wurden. Die Beamten stellten die Tiere sicher und informierten das Veterinäramt, das schließlich die Tierretter des Österreichischen Tierschutzvereins zu Hilfe rief.

Nach einem ersten Blick auf die vier Malteserwelpen stellte sich zum Glück heraus, dass sie weder unterernährt noch verwahrlost waren. "Der Allgemeinzustand der Tiere kann als gut bezeichnet werden", stellt Tierrettungsmitarbeiter Uwe Gottschalk fest. Die weißen Malteserwelpen haben auf dem "Franz von Assisi-Hof III" des Österreichischen Tierschutzvereins ein vorübergehendes Zuhause gefunden. Sie sind derzeit in Quarantäne und dürfen erst nach Freigabe durch das Veterinäramt an neue Plätze vermittelt werden.

Illegaler Hundehandel ist in Österreich immer noch weit verbreitet.  Schätzungen zufolge kommen aus Osteuropa (vor allem Ungarn, Tschechien und Slowakei) etwa 200.000 Welpen jährlich in den deutschsprachigen Raum. Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreich­ischen Tierschutzverereins schildert die Schwierigkeiten, die ein illegaler Hundekauf mit sich bringen kann: "Die Hunde sind meist nicht geimpft und oftmals schon beim Verkauf krank. Krankheiten wie Parvovirose und Staupe brechen dann als Folge der schlechten Haltung und des Transportstresses aus. Hohe Tierarztrechnungen fallen an und nicht immer kann das Hündchen gerettet werden."

Zudem kann es laut Hemetsberger zu Verhaltens­auffälligkeiten kommen: "Häufig werden die Welpen ihrer Mutter viel zu früh entrissen und dadurch sowohl gesundheitlich als auch  psychisch beeinträchtigt. Es fehlt ihnen so das soziale Gefüge und sie erlernen die „Spielregeln“ des Hundelebens nicht."

EDIT 15.12.2015: Alle Welpen haben ein neues liebevolles Zuhause gefunden.

Vier Welpen herzlos ausgesetzt

Ende Oktober wurden vier Hundewelpen in der Stadt Salzburg aufgefunden. Die Vierbeiner wurden an unterschiedlichen Stellen aufgefunden. Zwei Hundebabys wurden in zwei Gärten bei Privatpersonen ausgesetzt, ein Welpe wurde in einer Krabbelgruppe gefunden, ein weiterer wurde auf einem Anhänger abgelegt. Die Täter – ein Mann und eine Frau mittleren Alters – wurden in einem Auto mit ausländischem Kennzeichen gesichtet. Die Polizei ermittelt. Der allgemeine Zustand der Welpen lässt darauf schließen, dass die Hunde aber nicht aus dem Ausland kommen. „Dafür waren die Kleinen zu sauber und zu gut genährt“, so Oliver Hingsamer, Tierretter des Österreichischen Tierschutzverein. Nun sind alle vier Welpen in der Obhut des ÖTV und werden dort fürsorglich gepflegt. Sobald sie groß genug sind, wird ein neues Zuhause für die Fellnasen gesucht.

Alle Hände voll zu tun mit den Frankenburger Katzen

Der Österreichische Tierschutzverein bittet um Spendenhilfe

Bereits im Oktober startete der Österreichische Tierschutzverein die Rettungsaktion „Frankenburger Katzen“: 30 Streunerkatzen wurden auf einem verlassenen Hof in Frankenburg (OÖ) gefunden und wiesen einen erbärmlichen Zustand auf. Gesundheitlich beeinträchtigt, vermehrten sich die Tiere rasch und so entstanden schnell weitere kränkliche Jungtiere ohne Chance auf eine Zukunft. Um diesem Kreislauf rasch entgegenwirken zu können, entschloss sich der ÖTV zu einer Hilfsaktion für die Frankenburger Katzen. 22 Tiere konnten bereits medizinisch versorgt- und danach kastriert werden. Für die letzten 8 Streunerkatzen bittet der Österreichische Tierschutzverein um die Spendenmithilfe der Gesellschaft. „Wir haben bereits viel Geld in medizinische Versorgung und die darauffolgenden Kastrationen der Tiere investiert. Doch  unsere verfügbaren Mittel gehen nun leider dem Ende zu“ so Erich Goschler. Gesamt rechne man mit einem maximalen Kostenaufwand von € 1000,- für die restlichen 8 Streunerkatzen. Katzenfreunde und Unterstützer des Österreichischen Tierschutzvereines können online unter www.tierschutzverein.at/jetztspenden helfen oder ihre Spende auf das ÖTV Spendenkonto BAWAG PSK unter dem Betreff „Frankenburger Katzen“ IBAN: AT386000000093215400 BIC: BAWAATWW einzahlen.

 

„… auch diese 8 kleinen Tiere haben ein Recht darauf, gesund sein zu dürfen“

„Mit der Behandlung der 22 Tiere konnten wir einen ersten wichtigen Schritt gegen weitere Populationen mit Infektionskrankheiten, Fehlbildungen sowie diversen Mangelerscheinungen setzen. Die Tierarztpraxis Vöcklamarkt hat uns hier besonders tatkräftig unterstützt“, so das Team des Österreichischen Tierschutzvereines. Für die restlichen 8 Katzen ist man jedoch auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen denn die Ressourcen sind erschöpft. „Aber auch diese 8 kleinen Tiere haben ein Recht auf ihre Gesundheit“ ergänzt der ÖTV.

 

Verwilderte Katzen wollen wieder in die freie Natur zurück

Nachdem es sich um stark verwilderte Tiere handelt, werden die Katzen nach ihrer Behandlung wieder in die freie Natur entlassen, wo sie sich am wohlsten fühlen. „Streunerkatzen lassen sich nur ungern einfangen und sind auch bei medizinischen Behandlungen nicht besonders handzahm. Sobald sie sich von ihren Infekten erholen konnten, werden sie bereits kastriert um dann rasch wieder in die Natur entlassen werden zu können“ so Oliver Hingsamer, Tierretter des Österreichischen Tierschutzvereines.

 

Verschlechtertes Katzenkastrationsgesetz zeigt erste dramatische Auswirkungen in ländlichen Gebieten     Der aktuelle Fall der „Frankenburger Katzen“ macht deutlich, welche Konsequenzen das – zum Nachteil der Tiere – verschlechterte Katzenkastrationsgesetz mit sich bringt: „Nachdem Bauern nicht mehr verpflichtet sind ihre freilaufenden Katzen zu kastrieren, vermehren sich die Tiere rasant und versammeln sich an Plätzen an denen sie weitgehend ungestört leben können. Verwilderung mit Infektionskrankheiten, Fehlbildungen und Mangelerscheinungen sind die logischen Folgen, die sich durch die rasche Vermehrung immer weiter ausbreiten“ erklärt Mag.med.vet. Susanne Kettl die erschreckende Entwicklung.  Erich Goschler (ÖTV) fügt hinzu: „Die Änderung des Katzenkastrationsgesetzes hat zum Gegenteil des gewünschten Erfolges geführt. Hier hat man leider nicht langfristig gedacht. Umso wichtiger ist es jetzt, rechtzeitig entgegenzusteuern! Die Frankenburger Katzen zeigen stellvertretend für die gesamte Gesetzeslage, wie dringend Handlungsbedarf besteht“. Aus diesem Grund setzt sich der Österreichische Tierschutzverein hier besonders aktiv ein. Neben der Rettung der zahlreichen besitzerlosen Katzen wolle man damit zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft- und zu einem Umdenken in der Politik beitragen.

Abschuss von Haustieren nimmt drastisch zu

Haustier-Abschussverbot
Fast täglich berichten Zeitungen von Todesfällen diverser Haustiere, die „versehentlich“ bei ihrem Spaziergang auf der Wiese oder auf dem Feld erschossen wurden. Jährlich sollen es bis zu 30.000 Hunde und Katzen sein, die den Jägern „unabsichtlich“ oder auch „zum Schutz der Wildtiere“ zum Opfer fallen. Der jüngste Fall ist Kater Fritzi, der nur 320 Meter von seinem Zuhause kaltblütig von einem Jäger erschossen wurde.

So helfen Sie unseren Vögeln durch die kalte Jahreszeit

Vögel füttern

Der winterliche Überlebenskampf für unsere Vögel wird immer schwieriger. Warum das so ist, wie man Vögeln richtig füttern und ihnen damit beim Überwintern helfen kann, erklärt der Österreichische Tierschutzverein in einer Broschüre. 

35 Katzenbabys brauchen dringend Unterstützung

Der Österreichische Tierschutzverein muss derzeit 48 Katzen versorgen, darunter 35 Jungtiere. Bis die kleinen Samtpfoten bereit für ihre zweite Chance sind, ist der Hunger groß. Wir bitten um Sach- sowie Geldspenden!

„Assisi-Hof“ Tierrettung permanent im Einsatz: Hilfe für Waldkauz

„Assisi-Hof“ Tierrettung permanent im Einsatz: Hilfe für Waldkauz

 

Zur Zeit kommt die „Assisi-Hof“ Tierrettung kaum zur Ruhe. Nachdem die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins erst vor wenigen Tagen einer jungen Gams zu Hilfe geeilt war, wurde heute ein Waldkauz gerettet.

Spaziergänger hatten einen vermutlich verletzten Waldbewohner in Guggenthal gesichtet und die Berufsfeuerwehr verständigt. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der „Assisi-Hof“ Tierrettung mit Einsatzkräften und Behörden wurde der Kauz schnell gefunden und den Mitarbeitern der Tierrettung übergeben. Unsere Tierärztin konnte glücklicherweise keine Knochenbrüche feststellen, der Vogel scheint leichte Prellungen und einen Schock zu haben. Zur Beobachtung und Pflege wird der Kauz nun einige Tage auf dem „Franz von Assisi-Hof III“ bei Mondsee verbringen, bis er wieder ausgewildert werden kann.

Die „Assisi-Hof“ Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unermüdlich im Einsatz, bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr. Nach ihrer tierärztlichen Behandlung werden die Tiere auf einem der „Franz von Assisi-Höfe“ liebevoll gepflegt. Wenn möglich werden die Tiere danach wieder an ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt bzw. ausgewildert. In jedem Fall sind die Rettungsteams darum bemüht, Tierleid in jeglicher Form zu mildern bzw. abzustellen. Davon profitieren Wild- und Haustiere – egal welcher Art und Größe – tagtäglich!