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Katzenfamilie sucht dringend neues Zuhause

Aufgrund einer heftigen Katzenallergie ihres Neugeborenen musste eine junge Mutter dringend für ihre Katze samt deren drei Jungen eine neue Bleibe finden. Beim Österreichischen Tierschutzverein fand die verzweifelte Frau schließlich Gehör. Die Arbeit des Österreichischen Tierschutzvereins kommt auch vielen Menschen zugute. Sehr oft steckt hinter einer Tiertragödie eine menschliche Notsituation.

Die Samtpfoten haben vorerst auf dem „Assisi-Hof VII“ in Frankenburg ein neues Zuhause gefunden. Die Kätzchen sind ca. 8-9 Wochen alt und können bald vermittelt werden. Mit ca. zwölf Wochen sind sie ideal auf das Leben vorbereitet und von der Katzenmutter ausreichend sozialisiert. Bei dem Trio handelt es sich um zwei Kater und ein Katzen-Mädchen. Interessenten melden sich bitte beim Österreichischen Tierschutzverein unter der Tel.: 0664/964 26 85.

 

Delogierte Kätzchen finden Zuflucht am „Assisi-Hof“

Die verschreckten Katzen stammen aus Vorbesitz einer Dame, die tragischer Weise aus ihrer Wohnung in Straßwalchen delogiert werden musste. Unverantwortlich war ihr Umgang mit den Tieren gewesen, denen es an jeglicher Pflege und Betreuung mangelte. Die Vorbesitzerin hatte nicht nur die armen Tiere, sondern auch ihre Wohnung schwer vernachlässigt, was einer der Hauptgründe für die Delogierung war. Glücklicherweise konnte sie rasch davon überzeugt werden, die süßen Kätzchen in die Obhut des Österreichischen Tierschutzvereins zu übergeben.

Wenn jemand mit seinen Tiere dermaßen überfordert ist, dass Pflege und Versorgung bei weitem nicht mehr gewährleistet werden können, ist es besser wir kümmern uns darum. Hier werden die Miezen bestmöglich versorgt und der Österreichische Tierschutzverein sucht in Ruhe nach neuen, liebevollen Tierfreunden, die eine oder mehrere Kätzchen aufnehmen möchten.

Die entzückenden Samtpfoten im Alter von sechs bis 18 Monaten blicken nun hoffnungsvoll einer besseren Zukunft entgegen. Sie stehen ab sofort zur Vermittlung bereit und freuen sich auf ein liebevolles, neues Zuhause. Interessenten können sich beim Österreichischen Tierschutzverein melden: 0664/2210717

Urlaubstipps für Tierfreunde

Wer seinen Urlaub mit dem Haustier verbringen möchte, sollte auf die Bedürfnisse seines Lieblings Rücksicht nehmen. Denn nicht jedes Haustier fährt gerne weg.

Während Hunde gemeinsame Freizeitaktivitäten genießen, sind Katzen wahre Reisemuffel. Kümmern Sie sich daher frühzeitig um eine Urlaubsbetreuung, die das Tier täglich füttert, mit ihm spielt und ihm die gewohnten Streicheleinheiten liefert. Andere Kleintiere, Vögel und Exoten sollten ebenfalls zu Hause bleiben. Ortwechsel und lange Fahrten bedeuten für Kaninchen, Wellensittich und Co großen Stress.

Hunde dagegen sind sehr menschbezogen und fühlen sich bei ihrem Herrchen oder Frauchen am wohlsten. Allerdings sollten Sie vor der Abreise einige wichtige Dinge beachten:

Das Reiseziel

Nicht jede Urlaubsdestination ist für Hunde geeignet. Da Hunde nur über ihre Zunge schwitzen können, sollten zu warme Gegenden vermieden werden. Außerdem bedeuten große Reisedistanzen und vor allem Flüge für die Vierbeiner eine enorme Belastung. Bedenken Sie auch, dass auf vielen europäischen Stränden ein striktes Hundeverbot in der Urlaubszeit gilt.

Die Reiseapotheke

Informieren Sie sich rechtzeitig über entsprechende Einreisebestimmungen und nötige Impfungen für ihren Vierbeiner im gewählten Urlaubsland (EU-Heimtierpass, Mikrochip). Seien Sie auf Notfälle vorbereitet – führen Sie eine auf Ihren Hund abgestimmte Reiseapotheke mit (z.B. Medikamente gegen Herzwürmer, Durchfall, Erbrechen, eine Heilsalbe, Zeckenzange, usw.).

Der Transport

Planen Sie den genauen Ablauf des Transports unter Berücksichtigung der jeweiligen Beförderungsbestimmungen für Auto, Bahn, Flugzeug oder Schiff. Achten Sie bei Autofahrten, dass der Hund mit ausreichend Wasser versorgt ist und die Klimaanlage nicht zu kalt gestellt wird. Denn auch Hunde können sich erkälten. Offene Fensterscheiben und Zugluft führen leicht zu lästigen Bindehautentzündungen.

Allgemeines

Notieren Sie sich wichtige Telefonnummern für menschliche und tierische Notfälle.  Suchen Sie sich eine hundefreundliche Unterkunft und vergessen Sie nicht, dass auch Hunde Reisegepäck benötigen (Futter, Näpfe, Spielzeug, Decke, Maulkorb, Leine, EU-Heimtierausweis, usw.).

Sollte Ihr Hund dennoch zu Hause bleiben und keine Urlaubsbetreuung verfügbar sein, bieten sich auch zahlreiche Tierpensionen an. Fordern Sie das kostenlose Infoblatt des Österreichischen Tierschutzvereins an! Hier finden Sie alles, was Sie über das Thema „Urlaub mit dem Haustier“ wissen müssen. Bestellen Sie telefonisch unter 0662/843255 oder per E-Mail unter office@tierschutzverein.at  

24. Juni: Bring deinen Hund mit zur Arbeit-Tag

Haustiere am Arbeitsplatz können Stress lindern und das Team motivieren – wenn die Voraussetzungen stimmen.

Den eigenen Vierbeiner an den Arbeitsplatz mitzunehmen, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Jetzt haben auch Studien ergeben, dass soziale Interaktionen mit tierischen Arbeitskollegen einen positiven Einfluss auf Körper und Seele haben. Vor allem Hunde gelten in vielen Büros als gern gesehene Gäste. Sie schaffen es allein durch ihre Anwesenheit, das Betriebsklima zu verbessern und den Stresslevel zu senken. Außerdem werden Mitarbeiter entlastet, die das Tier sonst allein zu Hause lassen müssten. Auch im Büro des Österreichischen Tierschutzvereins sind die vierbeinigen Arbeitshelfer nicht mehr wegzudenken. Gleich zwei Bürohunde – Merlin und Jenny, letztere ist auf dem Bild zu sehen – tragen hier zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei.

Auch Kleintiere tragen zur Gesundheit bei

Grundsätzlich wurden die positiven Effekte auch bei Kleintieren wie Katzen, Hasen und Co. beobachtet. Hunde eignen sich dennoch am besten, da Kleintiere sensibler auf Stress reagieren und ihr täglicher Rhythmus gestört wird. Damit sich Hunde richtig wohlfühlen können, gilt es, einige wichtige Dinge zu bedenken: Bürohunde benötigen ein ruhiges Plätzchen zum Liegen, frisches Wasser und ausreichend Futter zu ihren gewohnten Zeiten. Auch das Gassi gehen sollte genau geregelt werden. Ebenfalls unerlässlich ist eine gute Erziehung. Sind diese Voraussetzungen erfüllt und leidet kein Kollege an einer Tierhaarallergie, steht einem tierischen Arbeitskollegen nichts mehr im Weg – außer vielleicht der Vorgesetzte. Ohne seine Zustimmung darf ein Hund nicht an den Arbeitsplatz mitgebracht werden.

Kuh Esther vor dem Schlachter gerettet!

Sie heißt Esther, ist 10 Jahre alt, hat ein sonniges Gemüt – und lebt nun auf einem unserer Franz-von-Assisi-Höfen! Weil Esther keinen Nachwuchs mehr bekommen kann, gibt sie natürlich auch keine Milch mehr. Für die Landwirtschaft war sie aus diesem Grund nutzlos und sollte zum Schlachter geschickt werden. Doch wir retteten sie!

Esther hat jetzt ein schönes Zuhause auf unserem Hof mit einer saftigen Weide und einem schönen Stall. Sie gewöhnt sich bereits an ihre tierischen Kollegen – und genießt die Freiheit und Zuwendung, die ihr auf dem Hof geschenkt wird.

Wir möchten mit Esther darauf aufmerksam machen: Nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Kühe und andere Tiere, die vorrangig in der Landwirtschaft eingesetzt werden, verdienen ein schönes Leben in Freiheit ebenso wie Liebe und Zuwendung.

Die Wahrheit beim Namen nennen – Problem Zoo!

Gefangener Gorilla im Zoo
Gefangener Gorilla im Zoo

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Tierrechtsorganisationen wie EndZOO nicht den Begriff Zoo, sondern „Zoo-Gefangenschaft“ benutzen? Diese Schreibweise ist absichtlich und bewusst gewählt.
Der Begriff „Gefangenschaft“ ist keine moderne Wortfindung von Tierrechtlern. Bereits der bekannte Schweizer Verhaltensforscher Heini Hediger schrieb, in Bezug auf Zoo-Gefangenschaften, von „Wildtieren in Gefangenschaft“. Und noch heute benutzen Wissen
schaftler das Wort „Gefangenschaft“ (engl. „Captivity“) in ihren wissenschaftlichen Abhandlungen.

Zu Recht!

Leidende Giraffe in einem Zoo.
Zoohaltung ist nicht artgerecht!

Aber warum benutzt EndZOO diese Schreibweise?
Alle Vorfahren der heutigen Zooinsassen wurden einst gewaltsam und mit riesigen Opferzahlen „eingefangen“, ihrer Freiheit beraubt und letztendlich in die lebenslange „Zoo-Gefangenschaft“ zu Unrecht verschleppt. Somit befi nden sich alle heutigen Inhaftierten und deren zukünftigen Generationen korrekterweise in dieser unrechtmäßigen und mit keinem Grund zu rechtfertigenden lebenslangen Gefangenschaft. Unrecht beim Namen zu nennen ist, nach Ansicht von EndZOO, nicht nur richtig, sondern zwingend notwendig.
Das Wort „Gefangenschaft“, das unwiderruflich Brutalität, Tod, Qualen, Leiden, Zwang und Unrecht beinhaltet, drückt immer etwas Negatives aus. Stellt die Zoo-Gefangenschaft in ein schlechtes Licht. Um dieser unrühmlichen Wahrheit zu entkommen, greifen Zoo-Gefangenschaften seit vielen Jahren zum Mittel der sprachlichen Vertuschung und Beschönigung. Sie bemächtigten sich hierbei der Macht der Worte. So benutzen sie bewusst den verschleiernden Begriff „Zoo“. Oder sie sprechen, um die Tatsache der „Gefangenschaft“ noch besser leugnen zu können, gern von „Tieren in menschlicher Obhut“. Das Wort „Obhut“ ist, im Gegensatz zu „Gefangenschaft“, natürlich positiv besetzt. Mit Obhut verbinden wir z.B. behütet, geborgen, geschützt oder sicher sein. Doch wie sicher, behütet und geborgen sind Zoo-Insassen in der Wirklichkeit? Sind die vermeintlich „überschüssigen“ Insassen vor der Giftspritze, vor dem Tod durch Erschießen oder vor dubiosen Tierhändlern sicher? Sind fl ugfähige Vögel, vor der Verstümmelung zu lebenslanger Flugunfähigkeit, sicher? Sind Raubkatzen, Bären oder Elefanten vor langanhaltenden Leiden, die sich in Verhaltensstörungen widerspiegeln, sicher? Sind diverse Arten vor den Folgen von Inzest und Inzucht geschützt? Nein! Der Begriff der „menschlichen Obhut“ ist eine glatte Lüge und soll das unwiderrufliche Unrecht in den Zoo-Gefangenschaften vertuschen. Die Benutzung des Begriffes „Zoo-Gefangenschaft“ ist also für die Aufrechterhaltung von Wahrheit und zur öffentlichen Aufklärung unumgänglich. Der Begriff ist unser Mittel, um gegen die eklatante Dauerverfälschung und -verharmlosung von grausamen Tatsachen wie Unrecht und Tierquälerei durch die Zoo-Gefangenschaften entgegenzuwirken.

Hunde und Katzen richtig füttern

Hund und Katze richtig füttern

Sie maunzen, winseln, umgarnen und geben uns mit flehendem Blick das Gefühl, das hungrigste Tier der Welt zu sein. In vielen Haustieren steckt eine kleine Raupe Nimmersatt. Aber wie viel Futter brauchen Hund und Katze tatsächlich? Wir haben Tipps für die Fütterung.

Wie oft soll ich meine Katze füttern?

  • Regelmäßig kleine Portionen bereitstellen: Den meisten Katzen bekommen mehrere kleine, über den Tag verteilte Portionen am besten. Das liegt in ihrer Natur – schließlich begeben sich auch Freigänger mehrmals täglich auf die Jagd.
  • Zwei bis fünf Mahlzeiten servieren: Damit der Stoffwechsel der Tiere in Schwung bleibt, sollte die tägliche Ration in zwei bis fünf Portionen aufgeteilt werden. Im besten Fall werden diese immer zu den gleichen Tageszeiten bereitgestellt. Für Berufstätige kann die Gabe über einen Futterautomaten hilfreich sein.
  • Für Ruhe sorgen: Katzen sind Genießer. Sie fressen generell eher langsam und in Ruhe, frei von Stress und Hektik.
  • Frisches Futter bevorzugen: Samtpfoten lieben frisches Futter. Es ist also keine gute Idee, morgens eine Portion hinzustellen, die sich die Katze über den Tag hinweg einteilen kann.
  • Gesundes Futter kaufen: Um Übergewicht bei Katzen zu vermeiden und die Versorgung mit allen benötigten Nährstoffen sicherzustellen, sollte das Futter zuckerfrei sein und einen hohen Fleischgehalt aufweisen.
  • Bei jungen, alten und kranken Katzen den Tierarzt fragen! Junge, alte, trächtige und kranke Katzen benötigen meist noch mehr kleine Portionen über den Tag verteilt. In diesen Fällen stimmen sich Tierhalter am besten mit einem Tierarzt ab.
Katzen Futter
Katzen nehmen ihr Futter gerne in ruhiger Umgebung zu sich.

Wie füttere ich meinen Hund?

  • Mehrere kleine Mahlzeiten: Auch für Hunde ist es bekömmlicher, zwei bis drei über den Tag verteilte Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als eine große. Das ist ähnlich wie bei uns Menschen: Wer kennt nicht das träge Gefühl, wenn der Bauch nach einer Riesenmahlzeit viel zu voll ist? Mit mehreren kleinen Mahlzeiten wird der Verdauungsapparat weniger belastet, die Nährstoffe können vom Körper gleichmäßiger aufgenommen werden. Auch besteht bei Hunden, die mehrere kleine Portionen täglich erhalten, ein geringeres Risiko für eine Magendrehung.
  • Auf Regelmäßigkeit achten: Hunde sind Gewohnheitstiere. Idealerweise erfolgt die Fütterung also stets zur gleichen Tageszeit. Dann kann sich der Hund darauf einstellen und weiß, dass er nicht betteln muss, um Nahrung zu bekommen.
  • Verdauungspause einlegen: Nach dem Essen sollten Hunde nicht gleich toben oder weite Spaziergänge zurücklegen. Viel besser eignet sich eine kleine Ruhepause, um dem Körper Zeit zum Verdauen zu geben.
  • Wasser: Hunde sollten immer frisches Wasser zur Verfügung haben – vor allem zwei bis drei Stunden nach dem Essen trinken viele Hunde, um den Wasserhaushalt auszugleichen.
Hunde Futter
Hunde sollten nach dem Essen nicht sofort herumtollen.

Wie viel Futter benötigt mein Tier?

Als Faustregel für die Futtermenge gilt:

Für Hunde:

  • 5 kg … 85-94 Gramm pro Tag
  • 10 kg … 135-150 Gramm pro Tag
  • 20 kg … 215-235 Gramm pro Tag
  • 30 kg … 280-310 Gramm pro Tag
  • 40 kg … 340-375 Gramm pro Tag
  • 50 kg … 390-430 Gramm pro Tag
  • 60 kg … 415-455 Gramm pro Tag
  • 70 kg … 435-480 Gramm pro Tag
  • Über 70 kg Körpergewicht … 455-500 Gramm pro Tag

Für Katzen:

  • Katze … 200-250 Gramm pro Tag
  • Kater … 250-300 Gramm pro Tag

Wie viel Futter ein Hund bzw. eine Katze tatsächlich benötigt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie etwa Größe, Alter, Aktivität und Gesundheitszustand des Tieres. Bitte befragen Sie dazu stets Ihren Tierarzt.

EU Kandidaten – Eine Wahl gegen die Qual

Am 26. Mai entscheidet Österreich erneut, welche EU- Kandidaten Österreich im Europäischen Parlament vertreten sollen und entscheiden damit ebenso über die Qual der Tiere. Umso wichtiger ist es darum, sich die tierschutzbezogenen Schwerpunkte der einzelnen Kandidaten etwas genauer anzusehen. 

Misshandelte Hündin findet neues Zuhause

Die junge Hündin Lotta, die vor Kurzem vom Österreichischen Tierschutzverein aus schrecklichen Haltungsbedingungen gerettet wurde, konnte an einen liebevollen Platz vergeben werden.

Lotta wurde nun an zwei Tierfreunde vermittelt, die bereits einen Hund haben. Die misshandelte Hündin hat nun nicht nur zwei Menschen um sich, die sie mit Streicheleinheiten verwöhnen, sondern auch einen Artgenossen zum Spielgefährten. Wir freuen uns sehr, dass Lotta so schnell einen Platz gefunden hat und hoffen sehr darauf, dass auch die anderen "Assisi-Hof"-Tiere bald ein neues Zuhause finden.

 

 

Welttierschutztag am 4. Oktober – Was brauchen Österreichs Tiere?

Am Freitag, den 4. Oktober wird zum 82. Mal der Welttierschutztag begangen. Seine Einführung wurde 1929 auf dem dritten Internationalen Tierschutzkongress in Wien beschlossen.

Das Datum ist auch der Namenstag des Heiligen Franz von Assisi, der unter anderem auch für seine Tierliebe berühmt war. Nach ihm benannte sich nicht nur der aktuelle Papst, auch die „Franz von Assisi-Höfe“ des Österreichischen Tierschutzvereins ehren den Schutzpatron der Tiere.

Die umstrukturierten Bauernhöfe sind als Tierschutzkompetenzzentren im gesamten Bundesgebiet sehr geschätzt und bieten Hunderten geretteten und notleidenden Tieren ein Zuhause. Unzählige Hunde  und Katzen konnten zudem wieder an neue, liebevolle Plätze vergeben werden. Auch eine 24h Stunden einsatzbereite Tierrettung und eine Wildtierpflegestation betreibt der Österreichische Tierschutzverein.

Doch ist der Welttierschutztag ein Anlass zum Feiern? Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins sieht noch viel Raum für Verbesserungen: Wir konnten in den letzten Jahren vielen Tieren konkret helfen und durch Meinungsbildung und politischen Druck Vieles für Tiere erreichen. Z.B. 2005 das Wildtierverbot in Zirkussen. Leider ist unsere Arbeit aber noch längst nicht getan.

Wo sieht Hemetsberger besonderen Nachholbedarf?

„Im Haustierbereich werden viele Tiere unüberlegt oder aus dubiosen Quellen angeschafft und leiden dann. Oft ist zukünftigen Tierhalten ihre Verantwortung nicht bewusst, denn Tiere sind keine schicken Accessoires, sondern Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. In Zoos werden Wildtiere in Gefangenschaft gehalten und teilweise mit Gewalt vermehrt, damit süße Tierbabys Besucher anlocken.“

Die Vision des Österreichischen Tierschutzvereins ist der Zuchtstopp in Zoos und deren Nutzung als Auffangstationen für illegal gehaltene und gehandelte Wildtiere, ehemalige Versuchstiere, nicht mehr gewollte Haus- und Nutztiere. Artenschutz heute bedeutet für Hemetsberger Schutz der Lebensräume, denn Nachzuchten ohne Lebensraum bleiben ewig gefangen – für sie ein unwürdiges Schicksal.

Aber auch in der Massentierhaltung müssten dringend Verbesserungen her und für die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen brauche es wesentlich mehr Fördergelder. „Diese werden aber größtenteils in tierquälerische und häufig  ineffiziente, weil nicht auf den Menschen übertragbare Tierversuche investiert, damit Pharmariesen sich absichern können“, ärgert sich Hemetsberger. Und zuletzt ist natürlich auch die Jagd ein Thema: „Wer dem Töten von Tieren als Hobby nachgehen möchte, der sollte verpflichtend psychologisch untersucht werden, so wie die Sportschützen auch. Die Ablehnung dagegen lässt für sie nur einen Schluss zu: "nämlich dass die Jägerschaft  selbst um ihre Verlässlichkeit fürchtet“, so Hemetsberger abschließend.